8.
August 2003 – Abschied von Rex!
Heute
kam nun der Tag, vor dem wir uns schon so lange gefürchtet hatten: Wir
mussten von unserem Rex Abschied nehmen.
Nachdem
er sich gerade vor vier Wochen noch einmal von einer schweren
Durchfallerkrankung erholt hatte, hat er es diesmal nicht mehr
geschafft. Er war seit der letzten Erkrankung schon sehr wackelig auf
den Beinen und fiel auch öfter beim Gehen um. Die Krankheit jetzt kam
sehr plötzlich und schwächte den Dicken so sehr, dass er nicht mehr
aufstehen konnte. Innerhalb von eineinhalb Tagen baute er so ab, dass
wir mit unserem Tierarzt übereinkamen, ihn einschläfern zu lassen,
weil er unter seinem Zustand litt und auch nicht mehr auf die Beine
gekommen wäre. Unser Tierarzt kam ins Haus, so dass Rex ein weiterer
Transport in die Praxis erspart blieb. So musste er nur dulden, dass ein
Fremder das Haus betrat - er hat es nicht mehr richtig mitbekommen und
hob auch den Kopf nicht einmal mehr.
Unser
Dicker hat ein Grab im Garten an seiner Lieblingsstelle vor der
Hollywoodschaukel bekommen und wird in unseren Herzen immer weiter
leben. Wir können uns ein Leben ohne unseren Hund noch gar nicht
vorstellen aber wir versuchen uns damit zu trösten, dass er hier noch
ein paar schöne Jahre hatte und glücklich war.
10.
August 2003 – Trauer
Die
Tage ohne Rex sind traurig und leer. Der Dicke fehlt uns so fürchterlich.
Wir sprechen viel von ihm, weinen viel um ihn und versuchen, uns
abzulenken. Zu Hause halten wir es im Moment kaum aus und unternehmen
viele Ausflüge, um nicht so einsam zu sein. Er war ein fantastischer
Hund, ein treuer Kamerad und ein vollwertiges Familienmitglied und er
fehlt.
Morgens
ist es am schwersten: Aufzustehen, die Treppe herunter zu kommen und
kein Rex liegt im Körbchen und schaut uns verschlafen an. Tausend
kleine Begebenheiten erinnern an ihn und oft ist es, als wäre er noch
da. Wenn er beim Frühstück nicht auf seiner Decke neben dem Tisch
liegt, denke ich automatisch, er sei in den Garten gegangen und wir hätten
achtlos die Haustür zugemacht und er kann nicht rein. Dann will ich
schon aufspringen und nachsehen, wo er ist, da fällt mir ein, dass er
nie wieder kommt... Wenn wir unterwegs sind kommt uns unwillkürlich der
Gedanke, wir müssen nach Hause, weil der Dicke schon so lange alleine
ist...
Aber
auch viele schöne Erinnerungen und Begebenheiten fallen uns ein aus der
Zeit, die er bei uns sein konnte und wir erzählen uns all die kleinen
und großen Freuden mit dem Dicken, die lustigen Begebenheiten und die
kleinen Katastrophen. Sehr oft fallen Sätze wie: Weißt du noch, als
der Dicke in den Graben gefallen ist und nicht mehr alleine raus kam?...
Was war das für ein Schreck, als er sich unter dem Gartenzaun
durchgequetscht hatte, um Mahiba zu besuchen... Erinnerst du dich noch,
wie er beim Tierarzt so getobt hat, dass sich die Ärztin die Spritze
versehentlich selbst in die Hand gestochen hat ?... Hat er nicht immer süß
geschaut, wenn man ihm was mitgebracht hat?... Und immer wieder: Was war
er doch für ein toller Hund!!!
Wir
werden mit Sicherheit wieder einen Hund haben, sicherlich schon bald,
aber der Dicke wird immer unvergessen sein. Es war ein großes Glück,
ihn bei uns gehabt zu haben!
Rex
Freunde nehmen Abschied
Nachruf
auf einen Freund
Rex ist tot und wir haben einen treuen Freund verloren.
Dabei hatte alles so schwierig angefangen: Tanja und Christian hatten
sich – wer konnte sich so etwas vorstellen – ausgerechnet für einen
deutschen Schäferhund mit Namen Rex entschieden, und dieser hatte, kaum
bei ihnen zu Hause, eine Freundin gebissen. Nein, er sei nicht bösartig,
nur ein „Angstbeißer“ sagten sie, doch keiner wollte den nächsten
Versuch wagen.
Nun, letztlich haben wir es riskiert. Zuerst Papa Dieter bei einem
Besuch Tanjas in Steinenbronn; der Hund wurde mit Maulkorb an Papas
schweren Wohnzimmerschrank angeleint und sein Territorium mit Stühlen
abgegrenzt.
Erschwerend kam dazu, dass er auch noch Esther, Papas heutige Frau,
kennen lernen musste. Dieses Treffen meisterte Rex aber mit Bravour –
ertrug sogar die vielen Menschen im Sindelfinger Sommerhofenpark. Dann
folgte Papas Gegenbesuch in Brockhausen: wie reagiert der Hund auf
eigenem Territorium? Alles ging gut, Rex ließ sich sogar von dem
Fremden an der Leine führen und konnte letztlich sogar den Beißkorb
ablegen.
Bei
Tante Lore war es schwierig, weil Rex ausgerechnet zu ihrem 70.
Geburtstag eingeführt wurde – mit Gästen im Haus. Lore fand, der
Hund schaue doch sehr lieb und näherte sich ihm unbefangen und manchmal
sogar unbedacht. Uns blieb ab und zu der Atem aus, aber der Hund wollte
sich bei soviel Unbefangenheit nicht schäbig zeigen. Einmal verließ
Esther jedoch fast der Mut, als sie allein in der Küche stand und Rex
ohne Maulkorb hinter ihr auftauchte. Dabei wollte er sich nur
erkundigen, ob man auch an sein Fressen denke, wobei er sich über seine
Tablette genau so freute wie über ein Leckerli.
Rex
gewöhnte sich an uns drei Dazugekommenen, erkannte uns immer wieder,
und wir wurden schließlich Vertraute und dann Freunde. Einen Abend
verbrachte Esther ganz allein mit ihm, als Dieter und Tanja abends noch
im Theater in Stuttgart waren. Sie kraulte ihm den Kopf, erzählte ihm
Geschichten und Rex hörte zu, sah sie aus seinen treuen Augen an und
leckte ihr ab und zu die Hand und den Unterarm. Bei unserem letzten
Besuch in Brockhausen saßen Esther und Dieter im Garten, als ein
aufkommendes Gewitter grummelte. Rex versuchte eine Zeit lang
vergeblich, uns ins Haus zu locken. Als dies nicht gelang, legte er sich
im Garten neben uns, und schaute uns resigniert an, als wolle er sagen:
„Na schön, dann kommen wir eben gemeinsam um.“
Jetzt, wo wir uns so gut aneinander gewöhnt hatten, musste Rex gehen.
Leb’ wohl alter Herr, wache von einem anderen Stern aus über uns und
denke wie wir mit Freude und Wehmut an die schönen gemeinsamen Tage zurück.
Wir haben Dich geliebt und vermissen Dich sehr.
Lore,
Esther und Dieter
Es
tut mir so Leid. Rex war ein so genialer Hund, ich werde ihn nie
vergessen. Er hat bei Euch das gefunden was er das ganze Leben gesucht
hat: Liebe, Verständnis und Geborgenheit. Ihr seid sein Leben
gewesen. Habe gerade vor kurzem nochmal seine Bilder angesehen....
Ich
kann nachempfinden wie ihr Euch nun fühlen müsst. Es ist schlimm einen
so tollen Gefährten, mit dem man so viel schönes erlebt und so viel
schweres durchgemacht hat zu verlieren.
In
Gedanken bin ich bei Euch, meine Tränen gehören REX.
Jochen
Reximann,
lange warst Du bei uns im TH, oft waren wir Gassi, bis Du endlich jemand
gefunden hast, der Dir einen schönen Lebensabend gegeben hat. Ich
hoffe, das war ein bisschen Wiedergutmachung zu dem, was Dir die
Menschen vorher angetan haben. Valentins haben Dein Bild vom Menschen
wieder zurechtgerückt und dafür ein dickes Dankeschön
Traurige Grüße
Ralf
Liebe
Tanja, lieber Christian,
Euer Rex hatte eine wunderbare Zeit bei Euch! Das waren die besten Jahre
seines Lebens! Und das hat er nur Euch, Eurer Zuneigung und Eurem
Vertrauen zu verdanken. Wir denken sehr gerne an diesen tollen Hund, an
die schönen Treffen mit ihm und werden ihn nie vergessen! Herzliche Grüße
aus dem Süden!
Esther
Cindys
Kolumne
Cindys
Kolumne erscheint immer auf der website des Tierheims
in Hürth, von wo wir unseren Rex bekommen haben. Nach Rex’ Tod
erschien folgender Text, der uns sehr berührt hat:
Hallo,
hier ist wieder Eure Cindy.
Eigentlich
wollte ich Euch ja in meiner zweiten Folge von meinem Freund Django erzählen,
der unserer tierisches Trio zu einem fröhlichen Quartett gemacht hat.
Aber
es ist etwas ganz furchtbar Trauriges dazwischen gekommen am vergangenen
Wochenende ist meine Mama sehr still und bedrückt aus dem Tierheim nach
Hause gekommen, hat mich ganz fest an sich gedrückt und mir erzählt,
dass mein alter Tierheim-Kumpel Rex (ich habe Euch kurz von ihm erzählt)
gestorben ist***schnüff***schnüff.
Dabei
hatten wir uns noch ein paar Tage zuvor so nett übers Gästebuch
unterhalten, wie Ihr bestimmt auch schon gesehen habt. Nun ist Rex auch
den Weg über die Regenbogenbrücke ins Regenbogenland gegangen und
wohnt dort als Engel-Hund.
Engel-Hunde,
so nennt meine Mama ihre verstorbenen Lieblinge. Manchmal abends, wenn
alles ganz still ist, erzählt sie mir leise vom Regenbogenland dort
gibt es ganz grüne Wiesen zum Umhertollen, grosse Seen mit ganz klarem
Wasser zum Schwimmen, superleckere tolle Hunde-Kekse in lustigen Formen,
die man in unbegrenzter Menge essen darf, ganz viele Spielgefährten,
von denen keiner stänkert, es gibt im Regenbogenland keine Krankheiten,
keine Schmerzen und abends hat jedes Tier seine eigene Wolke als Körbchen.
Eine
Wolke für sich alleine, das muss doch toll sein, nicht?! In der Wolke
träumt Hund dann von seiner Familie und wacht über sie. Hunde, die auf
der Erde kein schönes Zuhause hatten, können sich von dort eine neue
Familie aussuchen, über die sie wachen wollen. Schlechte Träume gibt
es im Regenbogenland nicht, nur schöne, voller Erinnerung, voller
Hoffnung und Zuversicht!
Mein
persönlicher (Schutz-)Engel-Hund dort oben ist Damien... Mama sagt
immer, Damien hat mich direkt in ihr Herz geführt, weil er nicht
wollte, dass meine Leute ohne Hund sind. Ich finde, es ist eine tröstliche
Vorstellung, dass es eine Verbindung zwischen der Erde und dem
Regenbogenland gibt, was meint Ihr?
Ich
habe ja nun auch schon zwei Mal mit erleben müssen, wie es ist, einen
vierbeinigen Freund zu verlieren, und mich tröstet die Vorstellung,
dass es ihnen dort oben gut geht und ich sie im Regenbogenland
irgendwann einmal wiedersehe, aber natürlich erst in ca. 27.000 Jahren.
Dann
möchte ich auch gerne ein Engel-Hund werden, nein, noch besser die
erste Engel-Hund-Prinzessin dort oben....und dann suche ich auch ganz
bestimmt wieder eine Grauschnauze aus, die ich zu meinen Eltern
'bringe'.
Die
sind nämlich Gott sei Dank wahre Grauschnauzen-Fans und auch wenn sie
nach jedem Abschied sagen 'Nie wieder', sorgen unsere Engel-Hunde aus
dem Regenbogenland doch immer wieder dafür, dass das freie Plätzchen
bei uns wieder ganz schnell neu vergeben wird.
Schließlich
ist es das einzige, dass wir zu vererben haben***wau***wuff!!! Es macht
doch keinen Sinn, vor lauter Kummer und Schmerz über den verstorbenen
Freund, sein Herz vor einem neuen Freund, der so sehnsüchtig auf ein
neues Zuhause wartet, zu verschließen. Es gibt so viele Tiere, die im
Tierheim ganz verzweifelt auf eine Familie warten, genau wie ich und Rex
damals gewartet haben...und ich weiss, meine Mama hat Damien kein
bisschen vergessen, im Gegenteil, erinnere ich sie doch immer an ihn,
auch wenn ich ja nun mal ganz anders aussehe und ganz anders bin...außerdem
bin ich ein MÄDCHEN!
Darum
hat es mich heute auch ganz besonders gefreut, zu hören, dass die
Eltern von Rex ihr Herz auch einem neuen Schatz öffnen wollen, und
unsere Roberta (ja wohl unsere Helenenhof - "Robbe Berta" ;-))
kann sich wirklich glücklich schätzen, dass sie so eine tolle Familie
kriegt und obendrein den Rex als ihren persönlichen Engel-(Schutz-)Hund
haben kann.
Also
Roberta, mach's gut und benimm' Dich, sonst wird Dir Rex in Deinen Träumen
gehörig den Marsch blasen...ich spreche aus Erfahrung, aber Damy hat
mir auch im Schlaf erzählt, wie ich meine Family am besten um die Pfote
wickeln kann; er hat mir auch die schönsten Plätze in der Wohnung
gezeigt, sozusagen ein kleines Engels-Hund-Coaching -). Hat mir schon
geholfen, mich in meinem neuen Zuhause zurecht zu finden!
Ich
möchte allen Menschen, die in der letzten Zeit ihre geliebte Fellnase
verloren haben, ein ganz dickes feuchtes Sabber-Trostküßchen
senden...vielleicht stellt Ihr Euch das Regenbogenland auch so plastisch
vor wie wir das tun, und es tröstet Euch ein bisschen.
Nächste
Woche berichte ich Euch von Arco und Jerry, meinen beiden Freunden, die
bei uns und mit uns gelebt haben, aber leider auch schon im
Regenbogenland wohnen, ja und endgültig von meinem Kumpel Django, der
ist vielleicht ne Type. So'ne richtige Knutschkugel, immer fröhlich und
frech...manchmal allerdings nervt mich seine Eifersucht ein wenig. Wenn
ich seiner Ansicht nach zuuuuuuu dolle beschmust werde - und das kommt häufig
vor -))) macht er sich immer lautstark protestierend bemerkbar und lässt
dann auch schon mal ein Quietsche-Tier unsanft auf meinen Kopf fallen,
aber na ja, was soll ich sagen, seine Herkunft ist halt nicht die Beste
;-))) Aber davon mehr beim nächsten Mal.
Bis
dahin wuff-schnuff Eure Cindy