Aussehen
Mongolische Wüstenrennmäuse werden mit 10-12 cm (ohne Schwanz) etwas
größer als andere Mausarten. Sie sind am ganzen Körper behaart, was
auch für den Schwanz gilt. Am Ende des Schwanzes haben sie eine kleine
Quaste. Ich habe festgestellt, dass viele Menschen, die eigentlich Mäuse
nicht mögen, die Rennmäuse sehr niedlich finden. Das scheint unter
anderem daran zu liegen, dass der Schwanz nicht nackt ist...
Die Behaarung findet sich übrigens auch unter den hinteren Pfötchen.
Das ist in der chinesisch-mongolischen Heimat der Rennmäuse von
Vorteil, da sie so vor Kälte und heißem Sand geschützt sind – Rennmäuse
sitzen schließlich die meiste Zeit auf ihren Hinterbeinen oder stellen
sich auf, um die Gegend zu beobachten. Die Vorderpfötchen werden selten
aufgesetzt, sie bleiben frei, um Futter festzuhalten oder zu buddeln.
Rennmäuse haben an ihren Pfoten lange, schwarze Krallen, die sich
hervorragend zu Buddeln und Graben eignen – und zum Zerkratzen einer
Plastikkäfigschale (aber dazu unter „Haltung“
mehr...). An den Vorderpfoten finden sich 4 dieser Krallen, an den
Hinterpfoten fünf.
Die Hinterbeine der Rennmaus sind deutlich länger und kräftiger als
die Vorderbeine und dienen zum Laufen, Springen (und Rennmäuse können
sehr hoch springen, das sollte man auch bei der Käfigwahl beachten, s.
"Haltung") und für die typische
Sitzposition. Die Vorderbeine sind kürzer, haben aber sehr geschickte
Pfötchen, mit denen die Futter halten, sich abstützen und mit deren
Hilfe sie sehr schnell laufen können (wer einmal eine ausgebüchste
Rennmaus gejagt hat, weiß, wovon ich rede...).