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Aussehen

... und Farbvarianten

 

Aussehen

 

Mongolische Wüstenrennmäuse werden mit 10-12 cm (ohne Schwanz) etwas größer als andere Mausarten. Sie sind am ganzen Körper behaart, was auch für den Schwanz gilt. Am Ende des Schwanzes haben sie eine kleine Quaste. Ich habe festgestellt, dass viele Menschen, die eigentlich Mäuse nicht mögen, die Rennmäuse sehr niedlich finden. Das scheint unter anderem daran zu liegen, dass der Schwanz nicht nackt ist...

 

Die Behaarung findet sich übrigens auch unter den hinteren Pfötchen. Das ist in der chinesisch-mongolischen Heimat der Rennmäuse von Vorteil, da sie so vor Kälte und heißem Sand geschützt sind – Rennmäuse sitzen schließlich die meiste Zeit auf ihren Hinterbeinen oder stellen sich auf, um die Gegend zu beobachten. Die Vorderpfötchen werden selten aufgesetzt, sie bleiben frei, um Futter festzuhalten oder zu buddeln.

 

Rennmäuse haben an ihren Pfoten lange, schwarze Krallen, die sich hervorragend zu Buddeln und Graben eignen – und zum Zerkratzen einer Plastikkäfigschale (aber dazu unter „Haltung“ mehr...). An den Vorderpfoten finden sich 4 dieser Krallen, an den Hinterpfoten fünf.

 

Die Hinterbeine der Rennmaus sind deutlich länger und kräftiger als die Vorderbeine und dienen zum Laufen, Springen (und Rennmäuse können sehr hoch springen, das sollte man auch bei der Käfigwahl beachten, s. "Haltung") und für die typische Sitzposition. Die Vorderbeine sind kürzer, haben aber sehr geschickte Pfötchen, mit denen die Futter halten, sich abstützen und mit deren Hilfe sie sehr schnell laufen können (wer einmal eine ausgebüchste Rennmaus gejagt hat, weiß, wovon ich rede...).

 

 

Erwachsenes Rennmausmännchen mit Jungtier (7Wochen)

 

Die Fellfarbe der wildlebenden Rennmäuse nennt man „agouti“: sie sind braun mit heller Unterseite. Die Haare werden zur Basis hin dunkelgrau, sind in der Mitte braun und habe eine schwarze Spitze. Dadurch erscheinen die Rennmäuse braunmeliert. Die Haare an der Unterseite sind an der Basis ebenfalls dunkelgrau, werden aber zur Spitze hin fast weiß, so dass die Unterseite hell erscheint.

 

Durch züchterische Auswahl gibt es heute eine Vielzahl an Farbvarianten, wobei schwarze Rennmäuse sehr häufig vorkommen. Es gibt jedoch auch noch jede Menge andere Farben und sogar Schecken. Ich habe mit meinen Mäusen allerdings die Erfahrung gemacht, dass die agoutifarbenen und die schwarzen Rennmäuse die robustesten und langlebigsten zu sein scheinen. Unsere älteste Rennmausdame war ebenfalls agoutifarben und wurde 7 Jahre alt ohne auch nur einmal krank zu sein, ihre Kinder wurden 4-6 Jahre alt.

Eine Zeit lang lebten in unserem Haushalt drei schwarze, eine silbergraue, eine platinfarbene und zwei schwarz-gescheckte Rennmäuse und ich musste feststellen, dass insbesondere die platinfarbene und die silbergraue Maus zu Fellproblemen neigten und die silbergraue Maus zudem eine chronische Augenentzündung hatte, die behandelt werden musste. Dies ist natürlich keine aussagekräftige Studie, aber da wir in über 15 Jahren Rennmaushaltung mit agoutifarbenen und schwarzen Mäusen noch nie irgendwelche gesundheitlichen Probleme mit unseren Mäusen hatten, erscheinen mir diese Probleme auffällig, zumal einige andere Rennmaushalter von ähnlichen Problemen mit ausgefallenen Farbzüchtungen berichten.

 

 

Einige Farbvarianten anhand von Fotos unserer Mäuse:

 

 

 

agoutifarben

 

schwarz gescheckt

schwarz

 

 

 

Bild

folgt

 

silbergrau

platin

schwarz mit Abzeichen

 

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