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Rexis Tagebuch

 

2002

 

05. Januar 2002 – Angst vor Heißluftballon

13. Januar 2002 – Charlotta

20. Januar 2002 – Verlaufen

25. Januar 2002 – Ohrenschmerzen

27. Januar 2002 – Zweiter Versuch mit Lotte

29. Januar 2002 – Zinksalbe in großen Mengen

01. Februar 2002 – Irgendwas ist ja immer...

11. Februar 2002 – zum Tierarzt

14. Februar 2002 – Erstes Interesse an Lotte

15. Februar 2002 – Frühlingswetter

16. Februar 2002 – Weiter Antibiotika

22. Februar 2002 – Immer noch nicht humpelfrei

23. Februar 2002 – Ein Fernsehsessel für Rex

24. Februar 2002 – Rückkehr zum Halsband

01. März 2002 – Gekläffe

02. März 2002 – Gutes Benehmen

29. Mai 2002 – Party

3. Juli 2002 – gebissen!

5. Juli 2002 – Doch nicht gut ausgegangen!

12. Juli 2002 – Verband entfernt

15. Juli 2002 – Fäden ziehen

12. Juli 2002 – Kanincheninvasion

16. Juli 2002 – Noch mehr leckere Nager...

20. Juli 2002 – Rülpsender Dieb

21. Juli 2002 – Verdauungsprobleme?

24. Juli 2002 – Humpeln

25. Juli 2002 – Wieder alles in Ordnung

26. Juli 2002 – Sagus

02. August 2002 – Die Saguskrise

14. August 2002 – Ende der Tyrannei

16. August 2002 – Fauler Urlaubstag

8. September 2002 – Besuch Hürth und Rückblick

14. Oktober 2002 – Diana

17. Oktober 2002 – Autobox

20. Oktober 2002 – Besuch in Steinenbronn

22. Oktober 2002 – Schlafen, schlafen, schlafen

19. November 2002 – Sehr kranker Rex

21. November 2002 – Besserung!!!

23. November 2002 – Müder alter Hund

08. Dezember 2002 – Zoobesuch

21. Dezember 2002 – Winterfreuden

30. Dezember 2002 – Weihnachtsurlaub

 

05. Januar 2002 – Angst vor Heißluftballon

 

Zu Beginn des heutigen Morgenspaziergangs sind wir Bekannten begegnet, mit denen ich mich kurz unterhalten habe. Nachdem der Dicke zuerst ruhig neben mir stand, hat er die Beiden dann doch zwei Mal kurz angebellt. Obwohl ich etwas enttäuscht war, dass es nicht ganz ruhig gegangen ist – schließlich ging es jetzt ja schon manchmal – sehe ich schon, welche Fortschritte Rex macht. Er hat sich nicht in die Sache reingesteigert und war dann auch wieder ruhig.

Bei unserem Weg über die Felder sind wir einem Heißluftballon begegnet, der relativ nahe (aber doch bestimmt einen Kilometer entfernt) und mit geringer Höhe neben uns her fuhr. Rex entdeckte den Ballon und blieb stehen, um sich das Ganze anzuschauen. Ich lies ihn eine kurze Weile schauen und ging dann weiter und rief ihn mit. Er kam auch, starrte aber immer noch, Augen und Ohren auf den Ballon gerichtet, in dieselbe Richtung. Der Ballon fuhr in etwa 1 km Abstand mit mäßiger Geschwindigkeit neben uns her in die selbe Richtung. Bis ich mich wieder umdrehte, weil der Dicke nicht mehr neben mir war, war er schon etwa 30 Meter Richtung zu Hause getrabt, den Ballon immer noch starr im Blick. Auf meinen Pfiff hin kam er aber sofort, behielt allerdings den ach so bedrohlichen Punkt am Himmel immer im Blick. Für das brave und zügige Kommen gab’s ein Lecker und ein dickes Lob und wir marschierten weiter. Rex ging kurz neben mir uns schlich sich dann zum zweiten Mal nach hinten weg und trabte Richtung Heimat. Diesmal musste meinem Pfiff schon ein energisches „Hier“ folgen, um ihn wieder zu mir zu bringen. Bis dahin hatte er den Blick noch nicht einmal von dem Ballon abgewendet. Ich behielt ihn mit „Hier bleiben“ neben mir und schickte ihn nach ein paar Metern voraus. Um ihm nicht einzureden, er sei im Recht mit seinem Misstrauen, ging ich gar nicht weiter auf sein Verhalten ein. Er entfernte sich nicht allzu weit nach vorne (max. 4 Meter) und starrte die ganze Zeit weiterhin den Ballon an, der uns mittlerweile langsam überholt hatte. Mein armer Hund hatte nicht einmal Zeit, an den vielen sonst so interessanten Stellen zu schnüffeln und entspannte sich erst wieder, als nach etwa 1 km der Ballon hinter einem Hügel verschwand.

Ich fand die ganze Geschichte in sofern interessant, als er sich normalerweise ja überhaupt nicht für Dinge interessiert, die weiter weg sind und auch nie sonst vor irgendetwas davon läuft – im Gegenteil. Ich erinnere mich aber, dass er vor einigen Monaten die Hubschrauber, mit deren Hilfe der Wald hinter unserem Haus gekalkt wurde, außerordentlich misstrauisch beäugt hat, wenn sie über unseren Garten flogen. Ich dachte damals, es läge an dem lauten Geräusch aber anscheinend machen ihm große „Tiere“ am Himmel doch Angst. Komisch, was erwartet er? Flugsaurier? LKWs interessieren ihn ja auch nicht und die kommen viel näher...

 

 

13. Januar 2002 – Charlotta

 

Gestern nach dem Spaziergang hatten wir Iris mit Charlotta getroffen und uns für heute zum Spaziergang verabredet. Charlotta – kurz Lotte – ist eine jetzt 10 Monate alte Dobermannhündin von unglaublichem Temperament aber sehr, sehr lieb. Rex kennt sie schon, da wir öfter an Lottes Garten vorbei kommen. Bisher hat er die „Kleine“ nicht sonderlich ernst genommen und fand sie auch nicht allzu bedrohlich, so dass ich eigentlich ganz guter Dinge war, was den Spaziergang anging. Rex musste, zur Sicherheit für alle Beteiligten, mit Maulkorb gehen, was er ja aber immer mit Fassung trägt... Es lief alles ziemlich gut: als wir los gingen, bellte Rex zwar einmal empört in Richtung Lotte, lief dann aber brav bei Fuß, den fremden Hund immer misstrauisch im Blick...

Auf dem Feldweg angekommen, leinten wir die Hunde ab und von da an war es für meinen armen Hund mit der Ruhe vorbei: Charlotta raste auf und ab, umkreiste ihn und versuchte ständig, ihn zum Spielen aufzufordern. Rex war völlig verzweifelt und hatte eine Heidenangst vor Lotte, hielt sich aber tapfer: er bellte überhaupt nicht, sondern blieb immer, wenn Lotte angesaust kam, verzweifelt stehen und schaute mich hilfesuchend an. Er traute sich nicht an ihr vorbei und stand so lange stocksteif da, bis Lotte die Nase voll von ihm hatte und weiter rannte. Das ging so den ganzen Spaziergang lang: mal war Lotte weit voraus, dann entspannte sich Rexi etwas, mal kam sie wieder in ihrem Wahnsinnstempo angerast und sprang um ihn herum, dann stand er da wieder und traute sich kaum zu bewegen... Gegen Ende des Spaziergangs wurde auch Lotte ruhiger, so dass auch Rex etwas mehr zur Ruhe kam und sich ein wenig entspannen konnte. Mit der Zeit wird er sich sicher daran gewöhnen und die Spaziergänge dann auch genießen können. Zumindest lernt er so auch mal einen anderen Hund etwas kennen und kann lernen, wie man so unter Hunden miteinander umgeht. Ich war auf jeden Fall sehr stolz auf unseren Dicken, da er überhaupt nicht aggressiv reagiert hat, obwohl im die ganze Sache überhaupt nicht geheuer war!

 

 

20. Januar 2002 – Verlaufen

 

Christian und Rex zogen heute Nachmittag alleine los, da ich noch arbeiten musste. Eigentlich wollten sie nur eine kleine Runde im Übungsgelände drehen, doch die beiden tauchten überhaupt nicht mehr auf! Endlich, nach 2 ½ Stunden, waren sie wieder da: die Beiden hatten sich im dichten Nebel völlig verlaufen und fanden lange den Weg nicht zurück! Mein armer Hund war völlig am Ende und konnte kaum mehr eine Pfote vor die andere setzen – so langsam wird er eben doch alt!

 

 

25. Januar 2002 – Ohrenschmerzen

 

Rex hat nun schon seit einigen Tagen wieder Ohrenschmerzen und die Tropfen scheinen überhaupt nicht zu helfen. Also heute wieder einmal zum Tierarzt. Leider ergab sich, dass seine Ohren völlig zusitzen und dank seiner chronischen Ohrenentzündung die Erreger wohl schon resistent gegen die Tropfen sind. Rex bekam also eine Zinksalbe in die Ohren geschmiert und sieht nun dank der weißen Paste aus wie ein Clown. Das Zeugs färbt höllisch ab und lässt sich nur schwer wieder aus den Klamotten bringen, soll aber die Ohren trocken legen und so der Entzündung ein Ende bereiten. Hoffentlich hilft es!

 

 

27. Januar 2002 – Zweiter Versuch mit Lotte

 

Heute dann der zweite Spaziergang mit Iris und ihrer wilden Hummel Lotte. Rex ertrug die ganze Sache schon etwas entspannter, auch wenn man ihm deutlich ansah, dass er ständig wünschte, Lotte würde sich durch eine glückliche Fügung in Luft auflösen. Dieser hibbelige und wibbelige Hund macht ihm immer noch gehörig Angst und er ist sehr unsicher aber er knurrt oder bellt die kleine Maus überhaupt nicht an. Wenn sie um ihn herum saust, bleibt er einfach stocksteif stehen und wartet, bis sie wieder davon rast... Gegen Ende des Spaziergangs konnte er den Wirbelwind aber schon ganz gut ignorieren und lies sich nicht von ausgiebigen Schnüffeleien am Wegesrand abbringen.

 

 

29. Januar 2002 – Zinksalbe in großen Mengen

 

Unser Tierarzt hat es heute sehr gut mit der Zinksalbe gemeint und eine große Menge davon in Rexis Ohren gekleistert. Den ganzen Nachmittag war der Hund nahezu taub und färbte fürchterlich ab: der Korb ist schon ganz weiß und auch auf dem Küchenboden und auf Christians Teppich waren deutliche Spuren zu sehen. Das Zeug klebt ziemlich und lässt sich wirklich sehr schlecht wieder entfernen. Dafür bekommt der Hund dank seiner leuchtend weißen Ohren auf dem Spaziergang eine Menge Beachtung und trägt zur Erheiterung des ganzen Dorfes bei...

 

 

01. Februar 2002 – Irgendwas ist ja immer...

 

Hurra, Rexis Ohren sind deutlich besser! Heute das letzte Mal Zinksalbe und dann müsste es eigentlich in Ordnung sein. Dafür humpelt er wieder L! Diesmal vorne links... Er soll die nächsten 10 Tage Rimadyl bekommen und wir hoffen, dass es dann besser ist!

 

 

11. Februar 2002 – Mit dem Humpelhund zum Tierarzt

 

Das Humpeln ist auch mit Rimadyl nicht besser geworden und so sind wir heute noch mal zum Tierarzt gefahren. Rex hat nun auch eine Verdickung an der linken Pfote und musste geröntgt werden. Es erwies sich als außerordentlich gut, dass Christian heute frei hat und mit zum Tierarzt kommen konnte: es ist gar nicht so einfach, einen sich heftigst wehrenden 40kg-Hund auf dem Röntgentisch fest- und vor allem ruhig zu halten. Rex hat gut gekämpft, konnte aber gegen eine Übermacht von drei Leuten nicht lange durchhalten und so haben wir es mit vereinten Kräften geschafft, ein Röntgenbild von seinen beiden Vorderpfoten zu machen. Leider, oder besser zum Glück für den Dicken, erwies sich die ganze Plackerei dann als nicht sehr ergiebig, da auf dem Röntgenbild nichts Auffälliges zu sehen war. Die Veränderung betrifft also zumindest nicht das Gelenk sondern nur das Gewebe und Rex hat nun für die nächsten Tage ein Antibiotikum verschrieben bekommen und soll am Samstag zu weiteren Untersuchungen in die Praxis kommen. Hoffentlich ist es nichts Ernstes! Rex quittierte seine Niederlage zuerst mit heftigstem Knurren und als das alles nichts half mit wehleidigem Geheule, das sicher bis auf die Straße zu hören war. Überhaupt hat er sich seit dem denkwürdigen Tag, an dem ihm drei mal Blut abgenommen werden musste, auf’s Jammern und Jaulen verlegt. Das beginnt schon im Flur und nimmt seinen Höhepunkt bei der Untersuchung durch den Tierarzt, völlig egal, wie schmerzlos diese Untersuchung auch sein mag. Das ist der Sache leider nicht sehr dienlich, da der Tierarzt so nicht gut herausfinden konnte, wie schmerz- oder druckempfindlich die Verdickung an der Pfote ist – wir werden das zu Hause in Ruhe mal ausprobieren müssen. Zwar hatten wir schon daran herum gedrückt, aber wohl nicht mit genug Druck...

 

 

14. Februar 2002 – Erstes Interesse an Lotte

 

Abends kamen Iris und Lotte noch vorbei und haben uns zu einer kleinen Runde über die Felder abgeholt. Rex, der Charlotta einige Zeit nicht gesehen hatte, bellte sie zwar anfangs etwas an, war dann aber ganz brav. Als wir die Hunde am Waldrand ableinten, zeigte sich Rex schüchterner denn je und traute sich überhaupt nicht an der wild hin und her tobenden Lotte vorbei. Nach einigen Minuten zeigte er aber zum aller ersten Mal echtes Interesse an Lotte und schlich sich ganz vorsichtig und langsam an die am Wegrand schnüffelnde Hündin an, um zu schnuppern. Da Charlotta aber nie mehr als ein paar Sekunden an ein und der selben Stelle stehen bleiben kann, war sie schon wieder weiter gesaust, ehe Rex recht dazu gekommen war, auf seine vorsichtige Art Kontakt aufzunehmen. Aber  immerhin zeigt er endlich einmal auch Interesse an Lotte und erträgt sie nicht nur genervt...

 

 

15. Februar 2002 – Frühlingswetter

 

Heute haben wir bei schönstem Sonnenschein im Übungsgelände einen herrlichen, ausgedehnten Spaziergang gemacht. Mir scheint es so, als wäre Rexis Humpeln besser geworden – mal sehen, was morgen der Tierarzt sagt. Allerdings fällt mir auf, dass der Dicke noch kurzatmiger geworden ist und sehr schnell außer Atem gerät. Wir haben schon überlegt, ob es an den vielen Medikamenten liegen kann, die er zur Zeit einnehmen muss. Vielleicht wird er aber auch einfach alt. Uns fällt auf, dass Rex immer in Schüben altert. Urplötzlich ist er dann auf einmal nicht mehr so fit wie vorher. Das hält dann immer ein paar Wochen an, wird dann wieder etwas besser aber im Endergebnis ist er dann doch weniger fit und irgendwie „älter“ als vorher... Den letzten großen „Alterungsschub“ hatte er im Herbst, als er so schlimm Durchfall hatte. Davon hat er sich irgendwie nicht mehr so richtig erholt und seine Kondition ist seit dem deutlich schlechter. Zum Glück betreffen diese Alterserscheinungen nur seine Kondition und nicht seine Lebensfreude: unser Hund ist fröhlich und zufrieden wie eh und je.  Die Schilddrüsentabletten tun ihm sichtlich gut: sein Fell ist wieder wunderschön geworden und es ist auffällig, dass er nicht mehr so viel schläft und nicht mehr so träge ist. Er will wieder mehr spielen (auch wenn er nicht mehr so lange durchhält und schnell aus der Puste ist) und beobachtet seine Umwelt wesentlich wacher.

Als der Dicke entspannt in seinem Korb lag, habe ich noch einmal seinen Knubbel an der Pfote untersucht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es ihm zwar unangenehm ist, wenn man daran rumdrückt, aber wohl nicht sonderlich weh tut.

 

 

16. Februar 2002 – Weiter Antibiotika

 

Der Tierarztbesuch hat nichts Neues ergeben aber da das Humpeln besser geworden ist, wird die Antibiotikabehandlung nach einmal 5 Tage fortgesetzt. Wir müssen also am Mittwoch noch mal hin. Rex hat sich einigermaßen manierlich benommen, obwohl ihm auch noch das Ohr ausgeputzt werden musste (die Reste der Zinksalbe störten ihn und er schüttelte ständig den Kopf).

Dafür gab’s noch einen ausgiebigen Spaziergang im Übungsgelände bei schönstem Sonnenschein! In der Sonne sind die Temperaturen schon ganz angenehm und es war für alle ein schöner Spaziergang.

 

 

22. Februar 2002 – Immer noch nicht humpelfrei

 

Rexis Humpeln ist zwar deutlich besser geworden, aber immer noch nicht weg. Dafür ist die Schwellung auch schon etwas zurück gegangen. Er bekommt jetzt für die nächsten 10 Tage ein Penicillinpräparat und dann haben wir das Ganze hoffentlich endlich hinter uns! Dafür bin ich jetzt auch noch krank und Christian liegt seit Montag im Krankenhaus – viel schlimmer kann’s eigentlich nicht mehr kommen!

 

 

23. Februar 2002 – Ein Fernsehsessel für Rex

 

Auf dem Rückweg vom Arzt habe ich heute einen kleinen Abstecher zum Fressnapf gemacht und für Rex einen weiteren Korb (also auch so eine Plastikwanne) erstanden. Das Ding ist eine Nummer kleiner und eigentlich für den Wohnwagen gedacht, in den der große Korb nicht reinpasst. Diesen neuen Korb gab’s im Angebot mit einem schönen weichen Kissen drin... Zu Hause angekommen, habe ich Rexi natürlich sofort sein neues Möbelstück (bei einem Hund dieser Größe darf man einen Hundekorb schon ein Möbelstück nennen) gezeigt und er hat ihn sofort geliebt. Nun steht der Korb in Christians Zimmer vor dem Fernseher und Rexi liegt beim Videoschauen zufrieden drin – ein echter Fernsehsessel! Wahrscheinlich endet es damit, dass das Ding da stehen bleibt und ich noch einen (!!!) Korb für den Wohnwagen erstehen werde...

 

 

24. Februar 2002 – Rückkehr zum Halsband und Krankenbesuch

 

Heute habe ich Rex mit zum Krankenbesuch nach Menden genommen. Er musste zwar im Auto warten, aber immerhin konnte Christian das Krankenhaus kurz verlassen und den Dicken begrüßen: große Freude auf beiden Seiten! Rex ist nicht sonderlich zufrieden, wenn einer von uns länger weg ist. Zu Hause weicht er mir nicht von der Seite und hat offensichtlich Sorge, dass ich ihm auch noch abhanden komme. Als ich gestern in der Badewanne lag, hat er sich trotzdem ich reichlich eingeheizt hatte, die ganze Zeit nicht von der Badematte gerührt...

Ansonsten geht Rex nun nicht mehr am Halti sondern wieder am ganz normalen Halsband. Sein Verhalten hat sich so super gebessert, dass er auch am Halsband gut zu korrigieren ist bzw. er gar nicht erst rüpelt. Das Ganze hat sich die letzten Tage zumindest gut bewährt.

 

 

01. März 2002 – Gekläffe

 

Auf unserem heutigen Spaziergang im Panzerübungsgelände hat sich Rex seit ganz langer Zeit mal wieder einen echten Ausraster in Sachen Leinenrüpeln geleistet. Direkt am Anfang schon kam uns ein Golden Retriever entgegen, der frei lief. Natürlich hörte er überhaupt nicht auf seine Besitzerin und kam fröhlich auf uns zu getrabt und so bis auf etwa 1,5 Meter heran. Rex, der komischerweise fast immer mit Gekläffe auf Golden reagiert, warf sich in die Leine und tobte los, was das Zeug hielt und war überhaupt nicht zur Ruhe zu bringen. Da auch der Golden nicht bereit war, sich auch nur ein paar Schritte von uns zu entfernen ging das leider eine ganze Weile so.  Ich war reichlich enttäuscht und sauer, da ich eigentlich dachte, das hätten wir hinter uns. So trug Rex auch natürlich nicht das Halti sondern nur sein Geschirr und war damit auch nicht zur Ruhe zu bringen, auch der Schnauzengriff interessierte ihn überhaupt nicht. Erst als der Golden endlich seinem längst entschwundenen Frauchen hinterher  trottete, kehrte Ruhe ein.

Allerdings ist der Dicke dann an allen anderen Hunden, die uns begegnet sind, ruhig und brav bei Fuß vorbei gegangen. Somit werden wir trotz des blöden Zwischenfalls heute erst mal beim Halsband oder beim Geschirr bleiben und nicht sofort wieder das Halti einsetzen. Mal sehen, wie’s die nächsten Tage so läuft.

 

 

02. März 2002 – Gutes Benehmen

 

Auf dem heutigen Spaziergang hat sich der Dicke wieder gut benommen. Ein einziges Mal hat er einen anderen Hund angekläfft, aber das beschränkte sich auf ein einziges kurzes Bellen, bei dem er aber gut an der Leine weiter vorbei ging – nicht zu vergleichen mit dem Theater von gestern. Ansonsten ist er an allen anderen Hunden und auch an allen tobenden Kindern ruhig und friedlich vorbeigegangen und musste nicht einmal ermahnt oder abgelenkt werden.

Da er heute so ausgesprochen guter Stimmung war, habe ich zu Hause mit ihm noch einmal geübt, an den Schafen auch dann ruhig vorbei zu gehen, wenn sie dicht an der Straße am Zaun stehen. Das konnte er im letzten Sommer sehr gut, aber da sich die Schafe über den Winter nie so nah am Zaun aufgehalten haben, fällt es ihm nun wieder schwerer. Aber er hat die Übung heute super gemacht und kein einziges Mal gebellt, obwohl einer der beiden Schafböcke die ganze Zeit über direkt am Zaun stehen blieb. Rex schaut zwar noch etwas irritiert, aber auf ein einfaches Nein hin hört er auf zu Fixieren und geht mit abgewendetem Kopf ruhig vorbei (ab und an schielt er dann schon hin, aber das ist ja auch o.k.). Wenn ich denke, was das anfangs immer für ein Theater war, bin ich sehr stolz auf den Dicken!

 

 

29. Mai 2002 – Party

 

An meinem Geburtstag war heute für den Dicken leider ein etwas trister Abend angesagt: wir bekamen jede Menge Gäste und haben im Garten gefeiert. Für unseren nicht ganz so gästetauglichen Hund hieß das, dass er in Christians Zimmer eingesperrt werden musste und wenig vom Abend hatte. Er hat dann auch prompt eine Weile geschmollt und sich, statt sich in seinen Korb zu legen, direkt hinter der Tür postiert und dort sicherlich etwas unbequem gelegen.

Später durfte er allerdings noch seine alte Freunde aus dem Tierheim begrüßen, was er auch mit großer Freude und Begeisterung gemacht hat. Er hat alle gut wieder erkannt und sich riesig gefreut. Anschließend war er dann auch so müde von der ganzen Aufregung, dass er den weiteren Abend friedlich in seinem Körbchen verschlafen hat.

 

 

3. Juli 2002 – gebissen!

 

Auf dem Spaziergang im Übungsgelände ist Rexi heute von einem Schäfermix überfallen worden. Ein Ehepaar mit zwei Schäfermixen kam uns entgegen und ich leinte Rex frühzeitig an. Wir kennen die Leute und ihre Hunde vom Sehen und ich habe mich auch schon einmal kurz mit ihnen unterhalten. Die Hunde laufen immer frei und hören ausgesprochen schlecht. Allerdings sind sie bisher Rex auch nie zu nahe gekommen und so habe ich auch nicht darum gebeten, dass sie die Hunde anleinen, als sie näher kamen. Sie riefen die Hunde zu sich und ließen sie Bei-Fuß-gehen. Als wir noch etwa 4 Meter von einander entfernt waren, schoss der Rüde der Beiden urplötzlich auf Rex zu, riss ihn zu Boden, biss ihn in die Flanke und verschwand genauso schnell, wie er gekommen war, wieder zu seinem laut schreienden Frauchen. Rex hatte überhaupt nicht kapiert, was da passiert war: er hatte nicht provoziert und in eine völlig andere Richtung geschaut und so den Angriff nicht einmal kommen sehen. Er war so perplex, dass er sich nur hat zu Boden fallen lassen und ansonsten überhaupt nicht reagiert hat: kein Knurren, kein Bellen, kein Jaulen, nichts! Als der andere Hund weg war, rappelte er sich langsam wieder auf und schaute etwas verunsichert in die Gegend, ging dann aber ruhig mit mir mit.

Wir sind dann ein Stück weitergegangen, bevor wir Rexi untersucht haben, da die Herrschaften auch nach diesem Überfall keinerlei Anstalten machten, ihren Hund anzuleinen und ich verhindern wollte, dass das Ganze noch mal passiert. Bis wir Rexi auf Macken untersucht hatten, waren die netten Leute schon verschwunden, ohne sich auch nur einmal zu erkundigen, ob unserem Hund etwas passiert ist oder sich zu entschuldigen.

Es scheint, als hätte Rex nur ein Büschel Haare eingebüst und hätte es ansonsten gut überstanden...! Hoffentlich geht nun das Angstgebelle nicht wieder von vorne los: wir waren gerade so weit, dass er an fast allen Hunden (außer Golden Retrievern) gut und ruhig vorbei geht. Ich hoffe ja sehr, dass er diese schlechte Erfahrung gut weg steckt und auch es weiterhin dabei bleibt.

 

 

5. Juli 2002 – Doch nicht gut ausgegangen!

 

Der Biss von Mittwoch ist doch nicht gut ausgegangen. Rexi fing an zu humpeln und an der Stelle zu lecken, so dass wir ein etwa 2Cent großes Loch an der Leiste entdeckten. Wir waren damit beim Tierarzt und der Dicke musste heute operiert werden: der tiefe Bisskanal wurde ausgeschnitten und genäht. Nun prangt an seiner Seite eine 8cm lange Naht, die hoffentlich gut verheilen wird!

Große Probleme hatte unser Hund mit der Narkose: eigentlich sollte es nur eine Kurznarkose sein, wobei er nach ca. 2 Stunden wieder auf den Beinen sein sollte. Leider hat er die Narkose nicht sehr gut vertragen und war auch nach 5 Stunden noch völlig leblos. Da er auch kalte Pfoten bekam und unter seiner Decke abzukühlen schien, haben wir nachts um 23.00 Uhr noch bei einem diensthabenden Tierarzt in Menden angerufen, der uns aber nach dem Messen der im Normbereich liegenden Körpertemperatur beruhigen konnte. Ich habe daraufhin eine Matratze aus dem Gästebett neben Rexis Körbchen gelegt und dort die Restnacht verbracht. Mit Schlaf war zwar nicht viel, da Rex recht unruhig wurde, aber immerhin stand er dann morgens um 5.00 Uhr das erste Mal und schien sich deutlich besser zu fühlen. Um 7.30 Uhr haben wir dann schon einen kurzen Gang zum Waldrand gemacht und gegen Mittag war er schon wieder ganz der Alte. So viel zum Thema „Kurznarkose“...!

Die Naht scheint ihm nicht weh zu tun und das Schlecken daran lies er sich mit einem kurzen Nein! austreiben, so dass wir ihm weder ein T-Shirt anziehen müssen noch einen Kragen umbinden. Wenigstens da hat er dann also seine Ruhe.

 

 

12. Juli 2002 – Verband entfernt

 

Heute wurde die Verbandnaht entfernt und die darunter liegende Wundnaht sieht sehr gut und trocken aus. Montag werden dann die Fäden gezogen und dann sollte die Sache entgültig überstanden sein.

Leider haben wir die anderen Hundebesitzer nicht mehr getroffen: die nicht ganz preisgünstige OP hätte dann ja eigentlich deren Haftpflichtversicherung tragen müssen...! Vielleicht sehen wir sie ja die Tage noch, wir werden auf jeden Fall die Augen offen halten.

Beim Tierarzt haben wir noch einmal Blut abnehmen lassen, um den Hormonspiegel der Schilddrüse nochmals zu überprüfen. Trotz der Tabletten fängt es nun schon wieder so an, dass Rexi die gesamte Unterwolle verliert. Eventuell muss die Dosis erhöht werden.

 

 

15. Juli 2002 – Fäden ziehen

 

Heute wurden die Fäden gezogen und die Naht sieht sehr gut aus. Nun müssen nur noch wieder Haare drüber wachsen und der Dicke ist wie neu! Der Hormonspiegel ist tatsächlich deutlich zu niedrig und wir haben nun die Tablettenmenge erhöht. Ob es damit besser wird, wird sich allerdings erst in 6 Wochen rausstellen – die Erhöhung der Kosten (Himmel, ist das Zeug teuer...!) haben wir allerdings sofort feststellen könnenJ

 

 

12. Juli 2002 – Kanincheninvasion

 

Heute ist der gesamte Schulzoo für die Sommerferien bei uns eingezogen und so tummeln sich in verschiedenen Käfigen auf der überdachten Terrasse nun mehrere Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und Ratten.

Rex beobachtete diese Invasion der Nager mit sichtlichem Interesse, großer Erregung und einem deutlichen „Och-wie-lecker-und-das-ist-nun-alles-für-mich!“-Gesicht. Ich musste meinen hocherfreuten Hund enttäuschen und wir übten eine halbe Stunde lang, dass kucken zwar erlaubt ist, fiepen, bellen und die Nase ans Gitter strecken aber nicht! Rex hat die Regeln akzeptiert, die Kaninchen sind auf der Interesseskala aber gleich wieder ein paar Prozentpunkte nach unten gerückt... Wenn man sie nicht fressen darf, wozu soll man sie dann anschauen??? Er hat die Terrasse nun zwar auf die Liste der zu kontrollierenden Plätze bei Gartenausflügen gesetzt, flaniert aber nur kurz dran vorbei, wirft ein paar begehrliche Blicke auf die Nager und marschiert weiter. Ab und an legt er sich vor die Käfige, aber mit Blick auf den Garten und den Rücken zu den Käfigen, so dass ich mir keine allzu großen Sorgen mache. Trotzdem bleibt er natürlich unter strenger Beobachtung.

 

 

16. Juli 2002 – Noch mehr leckere Nager...

 

Heute sind noch ein Gastkaninchen mit dazugehörigem Meerschweinchen und zwei weitere Gastmeerschweinchen eingetroffen und haben sich zu den bereits vorhandenen Nagern auf die Terrasse gesellt. Rexis Interesse war schon so deutlich geschwunden, dass er den Neuzuwachs kaum beachtet hat. Er fragt sich sicher, wozu seine Alphas ständig leckere Tierchen anschleppen, sie dann aber offensichtlich nicht fressen wollen...!

 

 

20. Juli 2002 – Rülpsender Dieb

 

Nachdem er sich so schön an die Kaninchen gewöhnt hat, hat unser verfressener Hund heute das Kaninchenfutter entdeckt. Wir saßen zusammen in der Küche und Rex lag auf seiner Decke neben dem Küchentisch, als er plötzlich aufstand und samt Quietschehotdog rausmarschierte. Er legt sich bei schönem Wetter ja ganz gerne mal für eine halbe Stunde nach draußen, auch wenn wir drinnen sitzen aber ich bin nach 1-2 Minuten doch mal hinterher gegangen, um zu schauen, was er so macht. So ganz vertraue ich ihm in Sachen Hoppler dann doch nicht... Aber nein, mein Hund findet die Karnickel mittlerweile nur noch mäßig interessant, hat dafür aber den Sack Kaninchenfutter in der Hütte ausfindig gemacht! Als ich kam, stand er bis zum Hals im Sack verschwunden in der Hütte und kaute ausgiebig. Es scheint zu schmecken, denn er lies sich nur widerwillig abrufen und kaute auf dem Weg zu mir noch ausgesprochen genüsslich!!! Leider mussten wir kurz darauf feststellen, dass Kaninchenfutter für Hundemägen wohl doch nicht so ganz geeignet ist, denn fortan rülpste unser Hund alle paar Minuten laut und vernehmlich... Besonders peinlich war mir das, als wir am Übungsgelände spazieren waren und er am Tor einen entgegenkommenden Herrn mit Hund nicht anbellte, nein, sondern laut und deutlich anrülpste! Der so angesprochene Herr wirkte etwas irritiert...J

Abends hat Rexi es dann tatsächlich noch einmal geschafft, von dem leckeren Kaninchenfutter zu stibitzen: den Sack habe ich zwar ordentlich verschlossen aber im Zubehörkorb des Gastkaninchens fand sich noch eine Tüte derselben Sorte – welch ein Glück für unser Fressmonster! Und welch ein Pech für uns, denn obwohl er nur ein Maul voll erwischt hat, bevor ich es bemerkte, ging die Rülpserei sofort wieder los...!

 

 

21. Juli 2002 – Verdauungsprobleme?

 

Auf dem Morgenspaziergang fraß unser Dicker heute jede Menge Gras. Wahrscheinlich liegt ihm das gestohlene Kaninchenfutter von gestern schwer im Magen...! Ansonsten scheint er seinen Raubzug aber recht unbeschadet überstanden zu haben und ist gesund und munter...

 

 

24. Juli 2002 – Humpeln

 

Oh je, hoffentlich geht die Humpelei nicht wieder los! Nach dem Ausladen aus dem Auto habe ich den Dicken vor dem Spaziergang noch einmal kurz abgelegt und angebunden, um das Auto umzuparken (Politessen L!) und als er wieder aufstand, fing er ganz fürchterlich an zu humpeln. Wieder vorne links, also das „Problembein“, mit dem er schon öfter Schwierigkeiten hatte. Wir sind dann ganz langsam ein paar Meter gelaufen und es schien mit der Zeit etwas besser zu werden. Allerdings kann ich mich noch gut an das letzte Mal erinnern, wo wir dann 4 Wochen lang ständig beim Tierarzt waren und die Humpelei nicht so richtig in den Griff bekommen haben...

Abends sind wir dann noch mal eine etwas längere Runde gegangen und das Humpeln war fast gar nicht mehr zu sehen. Vielleicht hat er sich doch nur beim Aufstehen die Pfote vertreten. Wenn es morgen nicht ganz weg ist, gehe ich aber doch mit ihm zum Tierarzt...

 

 

25. Juli 2002 – Zum Glück wieder alles in Ordnung

 

Anscheinend hatte sich der Dicke wirklich nur die Pfote vertreten. Heute war auf jeden Fall wieder alles in Ordnung und er ging die große Runde humpelfrei und fröhlich mit! Mit dem Alter wird er nur deutlich kurzatmiger und der Anstieg auf dem Rückweg bringt ihn deutlich mehr außer Atem als noch vor einem Jahr...!

Die Kanincheninvasion breitet sich immer noch aus: heute hat die Häsin 6 quicklebendige, niedliche Hasenbabies bekommen – ganz offensichtlich kam die Kastration des Männchens etwas zu spät! Na hoffentlich finden sich Abnehmer für die Kleinen, wenn es soweit ist. Sonst muss sich Rexi eben dran gewöhnen, dass ein Gehege für die Hoppler in seinen Garten kommt und die Kaninchen auf Dauer hier einziehen...

 

 

26. Juli 2002 – Sagus

 

Gestern Abend kam noch ein Bekannter von uns mit seiner neuen Errungenschaft vorbei: Sagus, ein etwa 10 Jahre alter Schäferhundrüde aus dem Tierschutz. Eigentlich soll Sagus erst einmal zwei Wochen zur Probe bei Daniel einziehen und dann sollte sich entscheiden, ob Daniel den Hund behalten will. Sagus scheint ein cleveres Kerlchen zu sein, denn als Daniel mit ihm bei uns ankam, kannten die Beiden sich erst ein paar Stunden aber der Hund hatte Daniel schon fest um die Pfote gewickelt – ich denke, er wird trotz aller eventuellen Schwierigkeiten bleiben dürfen. Das hat er sicher auch verdient, denn Sagus ist ein ganz armer Kerl: völlig abgemagert, struppig und haarend wie Rexi in seinen besten Zeiten sieht er ein bisschen aus wie eine Vogelscheuche. Er macht aber alles wieder wett durch seinen Charme: Sagus ist ein unglaublich lieber, freundlicher und gehorsamer Hund, der sich mit seiner netten Art und dem schäferhundtypischen Augenaufschlag sofort in jedes Herz schleicht!

Heute war Sagus erst einmal beim Tierarzt. Er scheint leichte HD zu haben, kommt aber damit gut zurecht und es wird abzuklären sein, ob seiner Haarerei eine Schilddrüsenerkrankung (Na, das kennen wir doch irgend woher...) oder eine Pankreaserkrankung zu Grunde liegt. Und natürlich soll er erst einmal ein bisschen was auf die Rippen kriegen – das dürfte kein Problem sein, er ist ein typischer Schäferhund und damit ein hervorragender Fresser!

Wir konnten die Beiden heute direkt zu einem Spaziergang im Übungsgelände überreden und Rex hat sich relativ gut benommen. Sagus fuhr bei uns im Kombi auf der Rückbank mit und beide haben sich kurz durch das Gitter angeknurrt, legten sich dann aber friedlich ab. Im Übungsgelände durfte zunächst Rexi frei laufen und Sagus blieb an der Flexi, später liefen beide Hunde frei. Rex hat Sagus zwei/drei Mal ordentlich angebellt und angefletscht aber der blieb völlig gelassen, so dass mein alter Stänkerer dann auch Ruhe gegeben hat. Die Beiden konnten nachher sogar dicht aneinander vorbei und nebeneinander herlaufen, ohne dass Rexi gepöbelt hat – dafür, dass Sagus ein unkastrierter Rüde ist, lief das sagenhaft gut! Vielleicht wird ja noch eine Freundschaft draus, Rexi ist zumindest sehr an Sagus interessiert und wenn er sich an ihn gewöhnt hat und diese Angstbellerei sein lässt, dann klappt das ja vielleicht noch besser.

 

 

02. August 2002 – Die Saguskrise

 

Rex hat eine sehr unschöne Gewohnheit entwickelt: die Tatsache, dass Sagus sich nicht wehrt, scheint ihm die feste Überzeugung zu geben, dass man Sagus ungestraft tyrannisieren darf. Auf den Spaziergängen wird Sagus von Rexi nun regelmäßig angegriffen, wenn er sich Rex nähert oder einem schönen Schnüffelstein nähert oder ein besonders tolles Grasbüschel markiert oder... Meistens reicht es, wenn ich mit einem lauten Nein dazwischen gehe, sobald ich merke, dass er durchstarten will aber oft muss ich ihn auch wegholen, wenn er mit lauten Gebell auf Sagus losgeht und Scheinangriffe startet. Sagus steht nur immer völlig irritiert da und weiß mit dem schlechten Benehmen meines Hundes ganz offensichtlich nichts anzufangen. Hoffentlich wird das noch wieder besser.

 

 

14. _August 2002 – Ende der Tyrannei

 

Heute hat der Dicke die Ansage seines Lebens bekommen. Wir waren mit Sagus spazieren und wie üblich passte nach einigen Minuten meinem Tyrannen nicht, dass Sagus sich das Recht nahm, auch einmal ausgiebig an einem Stein schnüffeln zu wollen, den Rexi sich schon auserkoren hatte. Mit wütendem Gebell stürzte Rex auf Sagus zu und hatte wohl erwartet, dass der wie immer ruhig stehen bleibt und sich das gefallen lässt. Nur hatte Sagus heute wohl ein für alle Mal genug von dem Theater und so wurde es laut zwischen den Beiden! Der Zusammenstoß war kurz und heftig, sehr laut und sah gefährlich aus aber danach war die Sache ausdiskutiert: Rexi war sichtlich beeindruckt und wich mir erst einmal nicht mehr von der Seite, Sagus trabte von dannen und war nicht weiter an einer Auseinandersetzung interessiert. Keiner der Hunde hat auch nur einen Kratzer abbekommen aber von da an verlief der Spaziergang friedlich: Sagus vermied es, auf Rexi zuzulaufen und Rex machte jedes Mal einen Riesenbogen, wenn er in die Nähe von Sagus kam. An Schnüffelstellen hatte Sagus von da an Vortritt und ansonsten teilte man sich den Weg so, dass einer auf der rechten Wegseite lief und der andere auf der linken. Es herrschte herrlicher Waffenstillstand zwischen den beiden Rüden und wir hoffen nun, dass es so bleibt.

Ansonsten geht es meinem Hund hervorragend: letzte Woche war meine Tante für fast eine ganze Woche da und Rex wich ihr nicht von der Seite! Die Tante war nämlich mit vielen, vielen Leckereien angereist und lies sich auch durch unsere Proteste nicht abhalten, den Hund damit zu verwöhnen. Für Rex war die Woche natürlich der Himmel auf Erden und wir nennen ihn seit dem nur noch „Mastschwein“... Leider hat sich der Dicke da auch das Betteln angewöhnt aber zum Glück konnten wir ihm mit Abreise seiner Lieblingstante klar machen, dass nun auch die Bettelei ein Ende haben muss – bis zum nächsten Besuch!

Ja, und nun ist schon der nächste Besuch da: mein Vater ist ebenfalls für eine Woche angereist und verwöhnt Rex mit vielen, vielen Streicheleinheiten, Spielchen und Extraspaziergängen – unser Hund kann sein Glück kaum fassen!

 

 

16. August 2002 – Fauler Urlaubstag

 

Es ist wieder richtig heiß geworden und Rexi streikte schon beim Morgenspaziergang: bis in den Wald war er noch guter Dinge aber als ich dann die Runde ausdehnen wollte, strebte er nach Hause. Da er schon heftig hechelte, sind wir dann auch umgekehrt und haben uns statt dessen in den Garten gelegt. Dort haben wir einen richtig schön faulen und gemütlichen Urlaubstag unter dem Sonnenschirm verbracht: ich lesend auf der Liege und Rex dösend auf seinem Teppich daneben, haben uns die letzten Strauchtomaten geteilt und sind erst abends zu einer größeren Waldrunde aufgebrochen. Rex war so k.o. vom Wetter, dass er sogar auf Kontrollgänge im Garten und am Kaninchengehege verzichtet hat...

 

8. September 2002 – Besuch in Hürth und ein kleiner Rückblick

 

Nun ist es schon zwei Jahre her, dass wir unseren Rex am Tag der offenen Tür im Tierheim Hürth entdeckt haben. Natürlich sind wir auch dieses Jahr zur Feier des Tages wieder hingefahren! Es war recht viel los und ich glaube, die ganze Aktion war noch größer, als beim letzten Mal. Wir haben einige alte Bekannte wieder getroffen – Rexi natürlich auch – und uns einen netten Nachmittag gemacht.

Rex war mit dem Tagesverlauf wohl auch recht zufrieden, denn schließlich gab es dort einen kleinen Spaziergang in alten Gefilden (leider war es für den Dicken schon eher zu warm und so war es nur eine kurze Runde...) und ein paar Streicheleinheiten von alten Freunden. Auf dem Rückweg hat er noch ein paar Pommes abgestaubt, die er eigentlich nicht fressen soll aber halt so gerne mag – da kann man schon mal eine Ausnahme machen – und einen längeren Spaziergang im Übungsgelände gemacht. Das Abendessen aus Trockenfutter, Pansen und einem gekochten Ei fand ebenfalls seine Zustimmung und nun liegt er zufrieden auf seiner Matratze und hält ein kleines Verdauungsschläfchen – Hund müsste man sein!

 

Zwei Jahre Tyrannosaurus Rex in unserem Haushalt sind aber auf jeden Fall einen kleinen Rückblick wert:

Da wäre zum Beispiel das Verhalten fremden Menschen gegenüber. Während er im Tierheim ja eigentlich an der Leine ein recht friedlicher Hund war, der sich den meisten Fremden gegenüber mit neutralem Desinteresse verhalten hat, blühte er im neuen Zuhause erst richtig auf. Da hatten wir die Phase, in der er jeden Fremden an der Leine wütend verbellte und wir jedes Mal die Straßenseite wechseln mussten, wenn jemand entgegen kam. Dank stetigem Üben und vielen, vielen Leckerchen konnte man ihn dann irgendwann am Straßenrand absetzen, bis das „Ärgernis“ vorüber war. Allerdings kannte inzwischen jeder im Dorf unseren Hund und so hatten wir dann die Phase, in der jeder Passant freiwillig die Straßenseite wechselte, wenn wir mit unserem Untier ankamen. Begegnungen mit Katzen und spielenden Kindern waren stressig und Rex nur am Halti gut zu führen. Heute können wir uns das eigentlich gar nicht mehr vorstellen und Rex geht an allen Leuten gut und sicher an der durchhängenden Leine vorbei, niemand wird angebellt und es ist jeder Zeit möglich, mit fremden Menschen ein Gespräch zu führen: Rexi legt sich dann neben mir ab und wartet geduldig, bis es weiter geht.

Für die Begegnung mit anderen Hunden gilt eigentlich das Gleiche, es sei denn, ein Golden Retriever kommt entgegen... Weiß der Himmel, was er gegen die hat aber immerhin reicht in den meisten Fällen ein scharfes Nein! und wir kommen zwar mit hochaufgestelltem Pelz und einem vernehmlichen Knurren bei Rex und einem entschuldigenden Lächeln bei mir einigermaßen problemlos dran vorbei.

Pöbeleien am Gartentor gehören ebenfalls der Vergangenheit an, es sei denn, der Briefträger wagt es, Post einzuwerfen oder die Zeitung kommt. Aber im Gegensatz zu den Machtkämpfen, die wir früher ausgetragen hatten, lässt sich der Dicke mittlerweile ins Haus auf seine Decke schicken und kläfft nur noch mal über die Schulter im Gehen, um den Postboten von weiteren Frechheiten abzuhaltenJ.

Musste man noch vor einem Jahr damit rechnen, mit einer ausgekugelten Schulter nach Hause zu kommen, wenn unser Hund eine der vielen Dorfkatzen auf dem Spaziergang entdeckte so bleibt es jetzt beim Fixieren und Fiepen und da arbeiten wir dran.

Er lässt ja inzwischen sogar die Familie ins Haus und wer will eigentlich sonst schon ständig Besuch haben... J! Nun ja, wenn jemand kommt, den er nicht kennt und der unseren Hund nicht kennen lernen will – immer noch eine langwierige und mühsame Prozedur – dann muss der Dicke eben mal einige Zeit eingesperrt werden. Solange man ihn mit einem Schweineohr zusammen einsperrt, hat er auch überhaupt keine Probleme damit!

Alles in Allem ist er unheimlich umgänglich und ruhig geworden und man könnte fast fürchten, es würde langweilig mit ihm J... aber da sind ja immer noch seine Leidenschaft für Igel (die es nicht sehr schätzen, wenn er sie nachts aus dem Gebüsch zerrt und herumkugelt – zum Glück überstehen sie das unbeschadet), seine sprichwörtliche Gefräßigkeit, dank der wir auf dem Spaziergang jedes Gebüsch auf essbare Abfälle kontrollieren (und er trotz unserer Umsicht immer mal wieder „Beute“ macht), sein nicht ganz tadelloses Benehmen beim Tierarzt (allein die Tatsache, dass wir dort zu den besten Kunden gehören verhindert, dass die Praxis immer genau dann überstürzt schließt, wenn wir auf den Parkplatz fahren...) und und und...

14. Oktober 2002 – Diana

 

Heute haben wir – nicht ganz freiwillig – Diana kennen gelernt. Diana ist eine sehr niedliche 3 Monate alte Deutsch Kurzhaarhündin und wohnt seit einiger Zeit in der weiteren Nachbarschaft in einem Haus im Wald, an dem wir immer vorbei kommen. Diana hört auf alles, nur nicht auf das, was sie soll und Rexi hatte sie vor ein paar Wochen schon einmal wütend angebellt, als sie unbedingt an seinem Hinterteil schnüffeln wollte (etwas, was er überhaupt nicht leiden kann und sich nicht einmal von Charlotta gefallen lässt). Und heute war Diana nun allein unterwegs und das auch recht weit von ihrem Zuhause entfernt. Sie entdeckte Rexi beim Spaziergang über die Felder und meinte, dies sei nun der geeignete Spielkamerad für sie. Rexi, zunächst an der Leine, tobte los und veranstaltete einen Zirkus, wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten und was macht Klein-Diana? Mit der Unbekümmertheit eines Welpen tobt sie freudig kläffend um den Dicken herum, in keiner Weise sonderlich beunruhigt und sichtlich begeistert von dem tollen Bellspiel, das sie noch um ein paar Zwicker in Rexis Hinterbeine und Ohren erweiterte...! Ich hatte meine helle Mühe, die kleine Maus davon abzuhalten, direkt in Rex geöffnetes Maul zu springen und vor Schaden zu bewahren aber das Hundchen hatte keine Sorgen. Und sie ging nicht. Auch nach 10 Minuten noch nicht. Aber mein Dicker wurde so langsam müde. Sein Protestgebell wurde schon reichlich lustlos und da wir ja nun nicht ewig so weitermachen konnten und Rex ohnehin ohne Leine viel entspannter ist, entschied ich mich schließlich fürs Ableinen... Und es klappte ganz prima! Rex startete einen seiner Standardscheinangriffe, mit denen er alle Hunde beglückt, die ihn freilaufend erleben dürfen und Diana – ich bin absolut sicher – lachte sich darüber nur kaputt...J! Was soll mein armer alter Hund bei so viel unbekümmertem Übermut noch machen als aufgeben?!? Fortan hatte das Gekläffe ein Ende, Diana durfte sogar – nur von einem unwilligen Brummen seitens Rexi begleitet – am heiligen Hinterteil meines Hundes schnüffeln und ansonsten herrschte Ruhe.

Zwei mal noch versuchte er, die Kleine zu vertreiben, was er aber nach einem energischen Nein! sein lies und der Rest des Spaziergangs verlief eigentlich recht harmonisch. Zurück im Dorf gab`s dann allerdings noch einmal kurze Unstimmigkeiten: ich hatte gehofft, Diana würde dann den Heimweg antreten, sie dachte aber gar nicht daran. Und da sie auf jedes Auto zu lief und ich Sorge hatte, sie landet drunter und Rexi nun einmal auch nicht ohne Leine im Dorf laufen kann, mussten sich die beiden Hunde dann Rexis Leine teilen und das fand mein Hund dann doch etwas viel des Guten und startete erneut sein Protestgebell. Einen Hund rechts neben mir bei Fuß und den anderen ebenfalls kurz gehalten auf der anderen Seite ging`s dann allerdings ganz gut und den nächsten Wutanfall bekam Rex erst, als Diana auch noch mit auf`s Grundstück ging. Um meinem Hund einen Herzinfarkt zu ersparen, wurde die Kleine dann aber vor dem Tor angebunden, während Rexi dankbar ins Haus verschwand und sich das Ärgernis nicht weiter anschaute.

Ein kurzer Anruf bei Dianas Zuhause klärte, dass der neue, ausbruchssichere Zaun ganz offensichtlich versagt hatte, die Kleine noch gar nicht vermisst worden war und sofort abgeholt wurde. Rex braucht jetzt erst einmal ein ausgiebiges Schläfchen auf den Stress und träumt wahrscheinlich davon, der Kleinen einmal richtig Bescheid zu geben – diesmal mit mehr Erfolg!

17. Oktober 2002 – Autobox

 

Nachdem ich ja nun seit einer Woche ein neues Auto habe, ist heute auch die bestellte passenden Hundebox für Rexi eingetroffen. Nach den Erfahrungen mit dem letzten Auto hatte ich beschlossen, dass Rex nur noch in einer Box im Auto mitfahren darf: zwar nagt er nichts an, zerkratzt nichts und macht auch nichts kaputt aber die Sauerei, die er im Auto anrichtet, ist schon beachtlich. Überall fliegen seine Haare rum und bohren sich so in die Polster, dass man sie auch mit dem stärksten Staubsauger nicht mehr entfernt bekommt. Dort, wo er im Kofferraum des Kombis gelegen hat, hat er kiloweise Haare bis tief in die Veloursbezüge hinein gerieben und die einzige Möglichkeit, sie noch zu entfernen, ist die Zuhilfenahme einer Pinzette. Dazu kommt, dass der nasse und schlammige Hund sich nach Dreckwetterspaziergängen besonders gerne an die Polster lehnt – klar, die sind ja dann auch schön weich und trocken – und die Polster dann eben auch entsprechend aussehen (Zum Glück konnten wir ihm abgewöhnen, sich im Auto zu schütteln und so selbst auf den Vordersitzen unter einer Schlammlawine begraben zu werden).

Nee, die Box ist schon eine gute Idee! Zudem lässt sie sich auch prima als kurzzeitige Unterbringungsmöglichkeit in Hotels oder im Vorzelt des Wohnwagens verwenden und enthebt uns der manchmal schwierigen Verpflichtung, unseren nicht ganz sicheren Hund immer und überall und in jeder Zehntelssekunde im Blick zu haben oder ihn eben entsprechend im Auto zu „parken“ – was bei Sommerwetter ja gar nicht immer geht.

Selbstverständlich soll er es ja bequem haben und so haben wir die größte Standartbox gekauft, die es gab (eigentlich für zwei Hunde, da wird unserer ja wohl reinpassen) und sofort eine maßgeschneiderte Schaumstoffmatratze erworben, die jetzt noch einen muckelig weichen Bezug bekommt. Hoffentlich geht er freiwillig rein...!

20. Oktober 2002 – Besuch in Steinenbronn

 

Das Wochenende haben wir, da wir in der Nähe zu einem Geburtstag eingeladen waren, bei meinem Vater und Ester in Steinenbronn verbracht. Die lange Fahrt (dank Stau auch trotz des neuen Autos 4,5 Stunden) hat Rex in seiner Box ganz gut verbracht: die Matratze schein bequem zu sein und ich habe den Eindruck, dass die Box für seinen Rücken eine bessere Stütze bietet, als er das vorher im gesamten Kofferraum hatte. Zumindest sprang er sehr locker aus dem Auto und war lange nicht so verspannt wie sonst nach langen Autofahrten. Die Sorgen darüber, dass er nicht in die Box wollen könnte, waren auch völlig überflüssig: der Dicke stieg ohne das leiseste Zögern in seine Box ein, als wäre er nie anders gefahren!

Wir haben uns riesig gefreut, dass der Dicke sowohl meinen Vater als auch Ester sofort erkannt und freudigst begrüßt hat – damit fallen die Zwangsspaziergänge direkt zur Ankunft weg und alles läuft viel entspannter. Das Wochenende war für unseren Hund natürlich ganz toll: alles drehte sich um ihn, Ester verkämpfte sich ständig für eine zusätzliche Leckerei für den Dicken, es wurde viel gespielt, viel spazieren gegangen und viel gekrault – so lässt es sich leben! Am Freitag war Rexi noch sehr hektisch, aber das ist er ja immer, wenn wir unterwegs sind, aber den Rest des Wochenendes verbrachte er sehr entspannt und fröhlich. Nur k.o. war er dann eben nach 3 Tagen voller Aufmerksamkeit und Aktion. Dementsprechend hat der die Rückfahrt dann auch komplett verschlafen und tauchte erst zu Hause das erste Mal wieder auf.

 

 

22. Oktober 2002 – Schlafen, schlafen, schlafen