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2003

 

14. August 2003 – Erster Tag zu Hause

15. August 2003 – Kaninchentest

16. August 2003 – Roberts bekommt Besuch

17. August 2003 – Neue Ausrüstung

19. August 2003 – Ausgesperrt! 

23. August 2003 – Rexis Lieblingstante 

14. September 2003 – Tag in Hürth

15. September 2003 – Tierarztbesuch 

19. September 2003 – wieder gesund 

20. September 2003 – Erste Erziehungserfolge 

21. September 2003 – Ende der Grillsaison 

23. September 2003 – Amtlicher Besuch 

27. September 2003 –  Hundeschule

11. Oktober 2003 – Wesenstest bestanden 

18. Oktober 2003 – Endlich!!! 

26. Oktober 2003 – Erster Urlaub mit Roberta 

31. Oktober 2003 – Besuch in Steinenbronn 

7. November 2003 – Augenentzündung 

10. November 2003 – Tod des Moorhuhns 

17. November 2003 – Schon wieder Tierarzt 

22. November 2003 – Bällchen 

28. November 2003 – Benji 

5. Dezember 2003 – Troja 

21. Dezember 2003 – Gebrumme 

22. Dezember 2003 – Zerstörungswut 

26. Dezember 2003 – Hungerstreik 

 

 

14. August 2003 – Robertas erster Tag zu Hause

 

Heute haben wir Roberta im Helenenhof abgeholt. Zuerst war sie nicht sonderlich begeistert, als es nach einem kurzen Spaziergang am Tor vom Tierheim vorbei in Richtung Auto gehen sollte, aber dann ist sie doch brav ins Auto eingestiegen (eine ganz neue Erfahrung für uns, einen Hund zu haben, der einfach so ins Auto springt und nicht mit viel Ächzen hineingehoben werden muss...).

Zu Hause angekommen, untersuchte Roberta erst einmal das Haus: sehr (!!!) vorsichtig und zaghaft schaute sie sich alles an (vor allem das große Körbchen wurde erst einmal aus gebührender Entfernung mit langgestrecktem Hals vorsichtig auf mögliche Gefahren untersucht), sie legte sich dann aber schon bald auf die Decke neben den Küchentisch und döste ein wenig vor sich hin, während wir am Küchentisch saßen.

Das Toben im Garten fand sie dann wieder ganz toll und wir konnten nur staunen, zu welchen Geschwindigkeiten dieser Hund fähig ist – und wie sie es trotzdem immer schafft, rechtzeitig vor dem Zaun abzubremsen. Sie hat zum Glück noch gar nicht den Versuch gemacht, unseren Garten durch ein paar Löcher zu bereichern, der Kaninchenzaun war allerdings schon interessanter. Sie ließ sich durch ein energisches Nein! vom intensiveren Schnüffeln abbringen, was allerdings noch keine große Kunst ist, da ich die Kaninchen zur Sicherheit erst einmal drin gelassen hatte und das Gehege somit leer war... Aber es muss ja auch nicht alles am ersten Tag sein.

Unserer Nachbarin war Roberta zunächst sehr unheimlich (so von wegen der Rasse...) aber nach ein paar Minuten Gesprächs über den Gartenzaun, in dem wir erklärt haben, was für eine Nette unsere Roberta ist und dank Robertas unbefangenem Wesen war das Eis schnell gebrochen und Roberta erhielt sogar eine Einladung zum Joggen von eben dieser Nachbarin. Ab gesehen davon, dass das ohnehin nicht geht, glaube ich auch nicht, dass Roberta joggen toll fände – ich denke, das wäre ihr zu langweilig.

Später kamen noch zwei Nachbarskinder vorbei, die Roberta kennen lernen wollten. Unsere Robbe ließ die beiden ohne Probleme ins Haus und ließ sich auch geduldig streicheln, fand die Kinder dann aber irgendwann ziemlich langweilig und beschäftigte sich lieber mit ihrem Spielzeug (wobei sie genau 5 Minuten brauchte, um die Quietsche im Quietscheknochen kaputt zu beißen – ein neuer Rekord im Hause Valentin!).

Die einzige Regel im Haus, die Roberta überhaupt nicht gefällt, ist die, dass Hunde nicht nach oben in den ersten Stock dürfen (unsere Kleintiere danken uns diese Konsequenz und auch Roberta wird damit leben können). Solange wir unten sind, interessiert sich die Robbe kaum für die Treppe und es reicht ein einfaches Nein! beim Versuch hinaufzugehen. Wenn wir nach oben gehen, möchte sie natürlich gerne mit aber auch hier reicht ein deutliches Nein! Einmal dauerte es ihr zu lange, bis wir wieder da waren und sie kam hinauf und schielte neugierig ums Eck. Wir haben sie wieder runter geschickt und dann hat sie auch brav unten gewartet. Wir achten darauf, dass wir nicht alle beide so lange nach oben verschwinden und sie immer nur kurz warten muss.

Dafür hat sie gleich am ersten Abend die zweite Regel geknackt, die bisher besagte, dass Hund im Hause Valentin nicht auf das Sofa dürfen. Sie schlief den ganzen Abend selig zwischen uns auf dem Sofa und ließ sich kraulen, bis Christian mit ihr zur Gute-Nacht-Runde aufbrach. Nachts im Dunkeln ist sie sehr wachsam aber auch etwas schreckhaft. Die Nachbarskatze hätte sie auch nachts gerne gejagt und so dauerte der Rückweg etwas länger, weil Christian konsequent jedes Mal stehen blieb, wenn sie sich in die Leine hängte, bis sie bereit war, trotz Katzenalarm ohne zu ziehen zu laufen. Sie wird es lernen!

 

 

15. August 2003 – Kaninchentest

Ich habe mit Roberta heute morgen einen ausgiebigen Spaziergang an der Flexileine gemacht, der ihr offensichtlich viel Spaß gemacht hat. Wir sind erst durch den Wald, dann über die Wiesen und schließlich zwischen den abgeernteten Felder durch einen großen Bogen ums Dorf gegangen. Während es mit der Flexileine im Wald und auf der Wiese unheimlich gut ging, wurde der Teil des Spaziergangs, der an den Feldern vorbei ging, reichlich anstrengend. Irgendwie findet Roberta Felder unheimlich toll! Sie drehte unheimlich auf und wollte toben und rennen – ein schwer zu lösendes Problem an der Leine. Und wenn sie aufdreht, ist es auch recht schwierig, sie wieder auf „Normalmaß“ runter zu kühlen. Ich habe sie immer dann, wenn es gar so wild wurde, herangerufen und einen Moment absitzen lassen, was zumindest für einige Momente wieder etwas mehr Ruhe in den Hund brachte. Dennoch hat sie sich mehrfach verschätzt und ist mit großem Schwung in das Ende der Leine gerannt. Da sie ja leider noch nicht ohne Leine laufen darf, haben wir ihr heute erst einmal ein Geschirr gekauft, damit zumindest die Halswirbelsäule entlastet ist. Eventuell werden wir eine lange Schleppleine anschaffen, damit sie etwas besser über die Felder toben kann...

Im Garten hatte Roberta heute ganz im Gegensatz zu gestern die Ruhe weg, spazierte interessiert hier hin und dort hin und legte sich dann erst einmal im Hof in die Sonne. Als es ihr da zu warm wurde, zog sie in ihr Körbchen im Haus um. Die Idee, einen Nachmittagsspaziergang zu machen, fand sie reichlich blöd, was sie uns auch deutlich zeigte: wir waren extra ins Panzerübungsgelände gefahren (das ihr gestern so gut gefallen hatte) aber sie trottete ein bis zwei Meter hinter uns her und wollte bald wieder umkehren – bitteschön, kein Problem! Zu Hause angekommen, schlief sie erst einmal ausgiebig. Überhaupt schläft sie im Haus viel und ist sehr ruhig – man merkt kaum, dass sie da ist. Ab und an kommt sie angetrottet, um sich ausgiebig kraulen zu lassen und verschwindet dann wieder auf eine ihrer Decken, um weiter zu schlafen.

Gegen Abend haben wir dann doch noch mit ihr den Kaninchentest gemacht: die Kaninchen fanden es so langsam ziemlich unverschämt, dass sie nicht rausgelassen wurden und randalierten im Stall...! Roberta hat erst gar nicht gemerkt, dass hinter dem Zaun jetzt leckere Nager sind und ging ein paar Mal dran vorbei. Erst als die Kaninchen ein Gatter mit lautem Getöse umwarfen, wurde sie aufmerksam: sie stand vor dem Zaun und betrachtete die Nager mit mäßigem Interesse. Nach einigen Momenten habe ich sie dort weggeschickt und sie ging brav auf ihren Lieblingsliegeplatz im Hof.

Später sauste sie allerdings noch zwei Mal mit hohem Tempo an den Zaun, als sie dort Geräusche hörte, aber obwohl die Kaninchen davon rannten, lies sie sich wegschicken bzw. heranrufen. Ich musste nicht einmal aufstehen und hingehen, obwohl wir bestimmt 10 Meter weit weg saßen. Sie macht das eigentlich jetzt schon so gut, wie Rex seinerzeit nach einigen Wochen Training! Unbeaufsichtigt darf sie natürlich noch nicht in den Garten (wer weiß, sonst geht sie vielleicht doch mal über den Zaun...), aber ich bin sehr optimistisch, dass das ganz gut klappen wird.

 

 

16. August 2003 – Roberta bekommt Besuch aus Hürth

Unsere alte Zicke hat auf dem Morganspaziergang erst Tobi und dann Nero kennen gelernt und beide gleich erst einmal angeblafft. Sie wollte zwar zunächst schnüffeln, aber nach einem kurzen Moment hatte sie keine Lust mehr und rüpelte die beiden völlig überraschten Rüden urplötzlich an. Ich denke, da sollten wir dringend noch etwas an ihren guten Manieren feilen...!

Roberta ist noch keine drei Tage da und bekommt schon ihren ersten Besuch aus Hürth: ihren früheren Betreuerinnen ließ ihre schnelle Vermittlung keine Ruhe und sie wollten gerne sehen, wo die Robbe Berta so gelandet ist. Roberta hat sich über den Besuch sehr gefreut und auch brav die ein oder andere Fotoaktion über sich ergehen lassen. Im Gegensatz zu Rex findet Roberta fotografiert werden ziemlich blöd und man muss etwas Geduld mitbringen, da sie immer den Kopf wegdreht oder ganz einfach aus dem Bild marschiert. Bei Kaffee und Pflaumenkuchen haben wir noch etwas über die Robbe geplaudert, während es Roberta schon wieder langweilig wurde: sie zog sich auf ein Sonnenplätzchen zurück und kam nur ab und an am Tisch vorbei, um sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen. Roberta hat ein Spielseil mit Hartgummiball geschenkt bekommen und liebt dieses Spielzeug sehr – heute Abend hat sie es sich extra mit viel Mühe aus der Spielkiste gesucht, um darauf herumzukauen.

Zum Nachmittagsspaziergang hatte sie, wie gestern auch, keine rechte Lust, ging aber mit mäßiger Begeisterung dann doch eine kleine Runde mit. Wir müssen mal sehen, wie viel Auslastung sie so braucht. Wir wollen auf jeden Fall mit der Robbe auch in die Hundeschule gehen, damit sie andere Hunde trifft und auch geistig etwas ausgelastet ist.

 

 

17. August 2003 – Spaziergang mit neuer Ausrüstung

Wir haben festgestellt, dass die 8-Meter-Flexileine für Spaziergänge über die Felder einfach viel zu kurz ist: Roberta kann nicht richtig toben und rennt ewig in das Ende der Leine. Das kann der Robbe nicht gut tun und meine Arme schmerzen auch schon. Also hat die Robbe erst einmal ein Geschirr bekommen, das sie etwas schonender bremst und außerdem haben wir eine 15-Meter-Suchleine gekauft. Ich mache nun die Suchleine an Robertas Geschirr fest und klinke die Flexileine in das Ende der Suchleine ein und so hat die Robbe eine 23-Meter-Leine. Das klappt ganz wunderbar. Man muss zwar immer etwas aufpassen, dass sich Roberta z.B. beim Wälzen nicht eintüddelt und sie ggf. wieder enttüddeln, aber sie hat deutlich mehr Bewegungsfreiheit. 20 Meter scheint auch so der Radius zu sein, den sie von sich aus einhält: ich musste nie auf sie warten und sie ist nur 3 Mal und da auch nur mit mäßigem Tempo nach vorne in die Leine gelaufen. Bis sie ohne Leine laufen darf, ist das so wohl ein recht fairer Kompromiss.

Wir haben auch schon fleißig das zurückrufen mit Hier! geübt und es klappt ohne Ablenkung recht gut, bei mittlerer Ablenkung (= spannendes Mausloch) immer hin recht passabel, wenn man etwas lauter und strenger im Ton wird. Überhaupt braucht Roberta einen deutlicheren Ton als Rex: wenn man allzu freundlich ruft, wertet sie den Befehl mehr als Möglichkeit und nicht als Verpflichtung und stellt die Ohren auf Durchzug... Zum Glück haben wir rausgefunden, welche Leckerchen sie mag und so konnte die Motivation etwas erhöht werden (zumal wir vor dem Frühstück unterwegs waren...).

Und wir haben einen Schäferhund getroffen – ein ganz süßes, schüchternes Mädel. Man hatte uns ja im Tierheim schon gesagt, dass Roberta keine Schäferhunde mag und so habe ich sie bei Fuß gehen lassen. Als wir etwa noch 3 Meter weg waren, bellte Roberta los, sprang in die Leine und machte ein Theater, dass Rex in seinen besten Tagen vor Neid hätte erblassen lassen. Allerdings lässt sie sich ins Sitz! donnern und reagiert auch auf den Schnauzengriff relativ gut. Ich musste sie zwar drei Mal korrigieren, aber dann blieb sie immerhin sitzen, ich konnte mich in Ruhe mit der Besitzerin der Schäferhündin unterhalten und Roberta beschränkte sich auf ein Brummen, als die Schäferhündin langsam davon zog. Zicke!

So nett Roberta hier im Dorf aufgenommen worden ist, so sehr müssen wir in unserer Familie gegen die Vorurteile kämpfen. Meine Familie findet Roberta hässlich (ich schiebe das auf die schlechten Bilder aus Tierheimtagen...L) und per Rasse latent gefährlich. Ich hoffe, Roberta wird mit diesen Vorurteilen gründlich aufräumen und alle um die kleine Zehe wickeln, wenn sie die Robbe erst persönlich kennen lernen.

Für uns ist es immer noch neu, dass wir nun einen Hund haben, der Fremde ins Haus lässt. Heute kamen zwei meiner Kollegen, um ihren Kampfhasen nebst Meerschwein abzuholen, die bei uns in Pflege waren. Roberta hat erst ein Mal kurz gewufft, als die Beiden auf’s Tor zu gingen aber als wir die Fremden freundlich begrüßten, wedelte sie sofort los und ließ sich streicheln und kraulen.

 

19. August 2003 – Ausgesperrt!

Roberta ist es heute gelungen, uns aus unserem Haus auszusperren. Seit Roberta bei uns eingezogen ist, ist die Fußmatte direkt hinter der Haustür ihr absoluter Lieblingsplatz – vor allem, wenn die Sonne durch die Scheiben hereinscheint. Als wir die Robbe heute alleine zu Hause gelassen haben, hat sie sich auch gleich dort auf der Matte zu einem Schläfchen zusammen gerollt. Leider hat sie die Angewohnheit, ihre Decken zu einem großen Berg zusammen zu scharren und sich darauf zu legen und natürlich machte Madam das auch mit der Fußmatte... Als wir nach Hause kamen, fanden wir eine friedlich schlafende Roberta auf einem großen Turm, den sie aus der 1,20x0,70 großen Fußmatte liebevoll gebaut hatte. Sie sprang sofort wedelnd auf, als sie uns entdeckte und wunderte sich gehörig, warum wir die Tür nicht aufmachten: genau das konnten wir dank ihrer Bautätigkeit nämlich nicht mehr! Der Fußmattenberg haftete mit der Gummiunterseite ganz prima auf den Fliesen und ließ sich nicht zurück schieben und die Tür ging nur wenige Zentimeter auf, bevor sie sich mit der Matte verkeilte. Super! Wir probierten eine ganze Weile herum und überlegten schon, ob wir vielleicht irgendwo ein Fenster auf Kipp gelassen hätten oder ob sich einer von uns durch das Kellerfenster quetschen könnte (ein wirklich illusorischer Gedanke...J). Schließlich gelang es uns aber doch, den Berg wenigstens so weit zusammen zu drücken, dass die Tür etwas weiter aufging und ich mich (mit viel Mühe und einigen blauen Flecken) durch den Spalt zwängen konnte. Roberta hatte mittlerweile den Spaß an diesem Spiel verloren und begrüßte uns nur flüchtig, bevor sie in den Garten entschwand...

 

 

23. August 2003 – Besuch bei Rexis Lieblingstante

Rex und meine Tante, das war eine ganz dicke Freundschaft! Meine Tante – die eigentlich Angst vor großen Hunden hat – mochte unseren Dicken sofort und Rex kam ebenfalls in Rekordzeit zu dem Schluss, dass er hier eine echte Verbündete im Kampf gegen unsere Futtervorschriften gefunden hatte und so entwickelte sich zwischen den Beiden über die Jahre eine gegenseitige Liebe und Kameradschaft.

Nun sollte also auch Roberta der Lieblingstante vorgestellt werden. So große Sorgen uns das Bekanntmachen mit neuen Leuten bei Rex immer gemacht hat, so einfach sollte es eigentlich mit Roberta sein. Leider stand die Begegnung von Anfang an unter einem ungünstigen Stern: meine Tante hatte bereits zu Rexis Lebzeiten deutlich gemacht, dass sie einen „Kampfhund“ nie akzeptieren würde und als Roberta bei uns einzog, war sie fest davon überzeugt, dass sie so einen Hund niemals mögen würde. Mit entsprechend mulmigem Gefühl machten wir uns auf die weite Reise und hofften auf Robertas Charme. Kurz vor Ankunft gingen wir mit Roberta noch ein Stück spazieren, damit sie ruhiger und ausgeglichener ankommt, aber bloß nicht zu weit: Roberta sollte auf gar keinen Fall bei der Ankunft hecheln – dann sieht ihr Maul so groß aus und man sieht ihre Zähne... Kurz, sie sollte so wenig wie möglich nach „Kampfhund“ aussehen. Alle waren reichlich nervös: meine Tante, weil sie befürchtete, der gefährliche Hund würde sie tagelang in Angst und Schrecken versetzen (schließlich wurde Roberta nur uns zu liebe mit eingeladen) und wir, weil wir uns Sorgen machten, meine Tante könnte Roberta vielleicht wirklich nicht mögen auch wenn sich die Robbe von der besten Seite zeigt.

Nur Roberta war unbekümmert und fröhlich wie immer...! Als die Tür aufging, marschierte sie ganz selbstverständlich an der verdutzten Tante vorbei, untersuchte die gesamte Wohnung, wedelte die ganze Zeit und ließ sich schließlich dazu herab, auch bei der Tante mal um eine kurze Streicheleinheit anzustupsen. Dann legte sie sich im Flur ab, als hätte sie schon immer hier gewohnt und sah so friedlich und zufrieden aus, dass das erste Eis sofort gebrochen war. Roberta brauchte noch genau einen Tag, bis sie beim Fernsehen neben meiner Tante auf dem Sofa lag und sich von ihr kraulen und verwöhnen ließ. Warum haben wir uns eigentlich solche Sorgen gemacht? Klappt doch alles ganz prima!

Roberta begrüßte auch die Freundinnen meiner Tante, die am nächsten Tag zum Englischlernen kamen, ausgesprochen freundlich. Allerdings meinte die Robbe, sie müsste ausgerechnet dann mit ihrem Quietschspielzeug spielen und musste etwas abgelenkt werden (und leider fand sie auch gerade die weiße Hose einer der Damen geeignet um daran hochzuspringen – peinlich...).

Wir haben drei wirklich schöne Tage zusammen in Aalen verbracht und allesamt die Zeit sehr genossen.  Und mir ist ein wirklich großer Stein vom Herzen gefallen...!

 

Leider sind die restlichen Einträge in Robertas Tagebuch 2003 einem Systemabsturz zum Opfer gefallen, wir werden jedoch versuchen, einiges zu rekonstruieren!

 

 

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