02.
Januar 2004 – Steinenbronn
Nach
Weihnachten sind wir noch für ein paar Tage über Sylvester zu meiner
Familie nach Steinenbronn gefahren. Roberta erkannte das Haus und seine
Bewohner sichtlich begeistert wieder und war ganz zufrieden.
Was ihren
Hungerstreik angeht, so haben natürlich wieder wir nachgegeben - war ja
auch zu erwarten... Am achten Tag der freiwilligen Nulldiät haben wir
angefangen, ihr Dosenfutter über das Trockenfutter zu geben und siehe
da: unser Hund frisst mit Appetit! Nun hoffen wir eben, dass die
Futtermittelunverträglichkeit nicht gerade daher kam und sie nun
pickelfrei bleibt.
Nach drei
Tagen Steinenbronn mit der ganzen Familie zeigte sich, was auch schon
beim ersten Besuch eintrat: Roberta kriegte bei dem ganzen Trubel nicht
genügend Schlaf und wurde ausgesprochen unleidlich. Wie ein quengeliges
Kind fing sie an, vor sich hin zu grummeln und sich an allem zu stören,
alles anzubrummen und so wurde sie kurzerhand für einige Stunden zum
Ausschlafen ins Gästezimmer verbannt. Hier schlief sie friedlich in
Christians Bett ausgiebig, nur unterbrochen von einem Spaziergang und
war am nächsten Tag wieder ganz die alte fröhliche Roberta.
Vor
Sylvester hatten wir etwas Sorge, da Roberta ja insgesamt recht
schreckhaft ist. Deshalb haben wir sie schon am frühen Abend ins Gästezimmer
im Keller in Christians Bett gepackt und da hat sie den ganzen Rummel
und die Knallerei recht entspannt verbracht. Wir hatten ihr Licht
angelassen und konnten sie so vom Vorgarten aus beobachten und
gegebenenfalls zu ihr gehen, aber das war gar nicht nötig: sie war zwar
wach und schaute sich verwundert um, blieb aber recht entspannt im Bett,
obwohl rund ums Haus in der ganzen Straße heftig geknallt wurde.
Im Winter
scheint Roberta mehr ein Drinnenhund zu sein: sobald es anfing zu
schneien, war es mit ihrer Begeisterung für Spaziergänge schlagartig
vorbei! Zwar kam sie begeistert angesaust, wenn jemand ihre Leine nahm,
aber schon in der Tür mit Blick auf den Schnee hätte sie am liebsten
umgedreht und wäre wieder zurück auf's Sofa gegangen. Sie trottete
missmutig hinter uns her und war eigentlich erst auf dem Rückweg fröhlich
voraus und musste dann ständig ermahnt werden, nicht so weit vor zu
laufen.
04.
Januar 2004 – Neue
Marotte
Nun hat
es auch bei uns im Sauerland das erste Mal so richtig geschneit und
Roberta findet Schnee nach wie vor blöd: sie mag keine nassen, kalten
Pfoten haben und geht bei Schnee einfach nicht gerne spazieren.
Entsprechend ziehe ich sie auf dem Hinweg hinter mit her und auf dem Rückweg
hängt sie dann in der Leine... Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass
ihre Leinenzerrerei schon deutlich besser geworden ist und sie nicht
mehr so oft erinnert werden muss.
Ansonsten
hat Roberta eine neue Marotte: sie möchte gerne, dass man ihr Pfötchen
hält (???) - stundenlang! Wann immer wir irgendwo sitzen, setzt sie
sich vor uns und hält uns das Pfötchen hin - im Wechsel mal das eine
oder das andere. Hält man dann ihr Pfötchen fest und massiert ihr am
besten noch die Fußballen, ist sie zufrieden und schleckt einem
hingebungsvoll die Hand. Sobald man ihr Pfötchen absetzt, gibt sie es
wieder... Dieser Hund ist nicht ganz normal! :-))
30.
Januar 2004 – Charly
Roberta
hat heute Charly kennen gelernt. Charly ist ein unkastrierter Jack
Russel Rüde und fand Roberta toll! Er zerrte seine Besitzerin energisch
in Richtung Roberta, die sich natürlich auch sofort in die Leine hängte,
um den Zwerg zu begutachten. Und natürlich kam es, wie es immer kommt,
wenn Roberta einen fremden Hund trifft: erst schnüffelt sie eine Weile
sehr interessiert und dann blafft sie urplötzlich los! Der Kleine
machte einen Satz rückwärts und verstand die Welt nicht mehr. Roberta
musste absitzen und je länger sie sich den Zwerg aus etwa einem Meter
Entfernung anschauen konnte, desto gelassener wurde sie - auch das ist
meistens so...
Ich
unterhielt mich eine Weile mit der Besitzerin von Charly und schließlich
beschlossen wir, gemeinsam ein Stück spazieren zu gehen. Charly durfte
ohne Leine vorausrennen und nach ein paar Metern leinte ich die
mittlerweile sehr entspannte Roberta ab. Ohne Leine ist sie immer recht
friedlich und wenn der andere Hund nicht zu aufsässig funktioniert es super: die beiden Hunde gingen über eine Stunde lang
miteinander spazieren, drängelten den anderen an den besten Schnüffelstellen
energisch zur Seite und interessierten sich von einem gelegentlichen
Schnüffeln am Hintern des anderen ansonsten nicht weiter für einander.
07.
Februar 2004 – Leinengerüpel
Auf dem
Mittagsspaziergang stand Roberta dank Christians langsamer Reaktionen
heute überraschend vor einem plötzlich aufgetauchten freilaufenden Rüden.
Während Christian einen Schrecken bekam, beschnüffelten sich
die beiden Hunde friedlich und ausgiebig und waren absolut freundlich.
Christian schnappte sich die Berta und Henry,
ein recht kurzbeiniger Schäferhundmischling, ging in die eine, Roberta
in die andere Richtung weiter.
Später
am Auto trafen sich die Beiden wieder, beide Hunde an der Leine und
siehe da, da war es vorbei mit der Freundlichkeit: noch ehe sie sich auf
Schnauzenlänge gegenüberstanden, brachen alle beide in wütendes Gekläffe
aus und pöbelten sich nach allen Regeln der Kunst an!
08.
Februar 2004 – Spielkameradin
Roberta
hat nach anfänglichem Gemecker heute auf dem Spaziergang sehr schön
mit einer Staffhündin namens Paula gespielt. Als die Hündin entgegen
kam, leinte Christian Roberta an und natürlich musste Roberta erst
einmal gehörig rüpeln, als die unangeleinte Hündin schnüffeln
wollte. Kaum lief die Hündin entnervt weiter, jammerte Roberta todunglücklich
hinterher. Da die Besitzer versicherten, dass Paula nicht rauft und im
Zweifel sehr schnell ist und da Roberta ohne Leine immer recht entspannt
ist und sie mittlerweile sehr freundlich gesinnt war, ließ
Christian unsere Superzicke los und siehe da: die beiden Hündinnen
spielten wunderschön miteinander und tobten ausgelassen über die
Wiesen und hatten eine Menge Spaß. Endlich hatte Roberta einmal eine
Spielkameradin gefunden, die ihr Tempo mithalten kann! Nur der arme alte
Sagus kam bei dem Tempo nicht mit und jammerte den beiden schnellen Läufern
hinterher...
12.
Februar 2004 – Buddy
Heute
haben wir Buddy mal wieder getroffen. Buddy ist ein recht kleiner
Staffmix, der aber ungeheure Geschwindigkeiten erreichen kann, wenn er
einem Ball hinterher fegt. Wir hatten ihn schon ein paar Mal getroffen,
Roberta konnte ihn aber nur aus etwas Entfernung anschauen. Da wir heute
in derselben Richtung unterwegs waren, gingen die beiden Hunde dann zum
ersten Mal zusammen spazieren. Buddy konnte Roberta auf den ersten Blick
schon nicht so recht leiden und knurrte mehrfach in ihre Richtung. Es
scheint allerdings eher Unsicherheit zu sein... Nach einer Weile hatte
er sich an Robertas Anblick etwas besser gewöhnt und da er auch kein
Raufer ist, leinten wir die Hunde ab. Die Dicke wollte natürlich sofort
bei Buddy schnüffeln und bekam zu aller erst einmal Buddys Zähne zu
sehen: Buddy wollte definitiv nicht, dass Roberta an ihm schnüffelt!
Roberta trottete davon und als sie nach einer kleinen Weile noch einen
Versuch startete und Buddy immer noch mit hochaufgestelltem Pelz die Zähne
zeigte, hatte die Dicke genug: sie trollte sich in die Wiese und ging
ihre eigenen Wege. Den Spaziergang über waren die Beiden dann auch gut
beschäftigt, sich aus dem Weg zu gehen... Trotzdem wollen wir es mal
wieder probieren.
23.
Februar 2004 – Nichts
als Unfug
Sagus ist
ein paar Tage zu Besuch und die beiden Hunde verstehen sich prächtig,
liegen mittlerweile sogar zusammen auf der Matratze oder auf den Decken
und sind ein Herz und eine Seele. Heute haben sie so denn auch ganz
friedlich zusammen den Wäschekorb (den mit der frischen Wäsche!!!)
ausgeräumt und mit dem Inhalt Totschütteln gespielt - suuuuper!
Nur bei
der Futterzubereitung hört die Freundschaft auf, da kommt es in der Küche
schon mal zu Gekeife, mit dem Erfolg, dass beide Hunde aus der Küche
fliegen und vor der Tür sitzen und lange Ohren machen. Gefüttert wird
ohnehin getrennt, Roberta frisst in der Küche, Sagus im Flur.
26.
Februar 2004 – Neues
von Buddy
Nach einigen
Spaziergängen hat Buddy nun doch eingesehen, dass Roberta eigentlich
ganz o.k. ist und die Beiden kommen eigentlich ganz gut miteinander aus.
Zwar begrüßt Buddy Roberta immer noch mit einem energischen Knurren
und stellt den Pelz, aber nach einigen Metern hat er das vergessen und
ist ganz locker. Spielen möchten beide allerdings nicht, aber die
gemeinsamen Spaziergänge sind absolut stressfrei.
28.
Februar 2004 – Hundeshow
In
Schwerte war heute eine Hundeshow für Terrier und da auch Staffs
mitmachen sollten, beschlossen wir, hinzufahren und uns das Ganze mal
anzuschauen. So fürchterlich interessant war es dann eigentlich nicht
aber für Roberta war es sicherlich eine ganz gute Übung. Zuerst war
die Dicke sehr aufgeregt und zappelte viel herum. In der Halle war es
sehr eng, so dass sie sehr nahe an den auszustellenden Hunden vorbei
gehen musste und auch ständig Ausstellungskandidaten sehr nah an ihr
vorbei kamen. Obwohl sie so aufgeregt war, hat sie ihre Sache aber sehr
gut gemacht und nur ganz am Anfang etwas gegrummelt. Wir bekamen dann
einen Sitzplatz direkt am Ring und Roberta wurde kurzerhand mit dem
Hintern unter dem Stuhl geparkt. Ich hatte erst etwas Sorge, ob sie wohl
das ganze Programm schmeißen würde, wenn die Hunde einen halben Meter
vor ihrer Nase vorbeigeführt werden würden aber ganz im Gegenteil: als
sie einmal verstanden hatte, dass keiner dieser Hunde ihr zu nahe kommt,
legte sie sich brav ab und döste nach einer Weile sogar ein. Für
Roberta war sicherlich der große Verkaufsstand das beste Highlight: sie
bekam einen Ochsenziemer (den sie aber erst im Auto fressen durfte) und
ein kleines Latexquietschie, das sie superklasse findet. Außerdem wurde
sie vom Standbesitzer ausgiebig beschmust, kletterte ihm auf den Schoß
und war ganz in ihrem Element: mittendrin und im Mittelpunkt des
Interesses!
Zuhause
merkte man Roberta den psychischen Stress dann an: sie schlief den Rest
des Tages tief und fest und musste sogar zum Füttern geweckt werden!
28.
Februar 2004 – Bo
Heute
haben wir Bo getroffen, einen jungen Schäferhund-Mix-Rüden. Bo fand
sowohl Roberta als auch Sagus ganz toll und die drei durften sich
ausgiebig begrüßen. Bo darf und kann aufgrund schwerer HD nicht so
viel spielen, so dass sich Roberta nach einiger Zeit enttäuscht ein
Mausloch suchte und anfing zu buddeln. Der arme Bo wurde dann ständig
von Sagus angeknurrt, wenn er in Robertas Richtung wollte (Sagus ist
ziemlich zickig bei anderen Rüden, wenn "sein Mädchen" mit
dabei ist). Dann endlich einmal passte Sagus nicht auf und Bo
schlenderte vorsichtig zu Roberta, die immer noch buddelte, behielt aber
Sagus immer im Blick. Allerdings wurde er dann von Roberta gehörig
angemault, die nicht bereit war, ihr Mausloch zu teilen, so dass der
arme Kerl enttäuscht davon trottete...
04.
März 2004 – Unfall
mit Buddy
Den armen
Buddy hat es heute etwas gebeutelt: Roberta hatte sich recht weit in die
Wiese entfernt und ich pfiff nach ihr. Sie kam auch sofort mit hohem
Tempo angerannt, immer in der Hoffnung, ich werfe ihr ein Leckerchen.
Als sie so etwa auf 15 m ran war, warf Melanie versehentlich Buddys Ball
genau in Robertas Einflugschneise... Buddy raste natürlich sofort
seinem Ball hinterher und so kam das unvermeidliche: er kreuzte Robertas
Flugbahn und sie krachte aus vollem Lauf seitlich in ihn hinein (es käme
ihr niemals in den Sinn, um irgendetwas oder irgendjemand einen Bogen zu
laufen!). Man hörte nur ein lautes Quietschen, mit dem Buddy beim
Aufprall sämtliche Luft aus den Lungen gepresst wurde, da wurde er auch
schon unter Roberta begraben und untergepflügt. Roberta rannte weiter,
als wäre nichts geschehen und der verdutzte Buddy rappelte sich mühsam
wieder auf. Zum Glück ist dem armen Kerl nichts passiert! Allerdings
wollte er den ganzen Spaziergang lang seinen Ball nicht mehr holen:
sonst startet er immer sofort, den Ball fest im Blick aber nach dem
Zusammenstoß schaute er seinem Ball nur unsicher hinterher und musste
jedes Mal aufgefordert werden, ihn wieder zu holen. Armer Buddy, der
Schreck sitzt sicher tief!
Zuhause
habe ich festgestellt, dass Buddy bei dem Zusammenstoß wohl noch Bertas
Bauch getackert hat. Das Loch ist aber sehr klein und nicht tief, so
dass ich es nur desinfiziert habe.
05.
März 2004 – Stadtspaziergang
Nach
einen ausgiebigen Spaziergang mit Roberta und Sagus sind wir noch zu
einer kurzen Einkaufstour nach Iserlohn gefahren. Die Hunde kamen auf
einen kurzen Bummel durch die gut besuchte Fußgängerzone mit und für
Roberta war alles sehr aufregend. Zuerst zog sie sehr an der Leine, bis
wir dann die Hunde zwischen und genommen haben und Roberta so neben
Sagus gehen konnte. Sagus lässt sich ja durch überhaupt nichts aus der
Ruhe bringen und die Nähe zu ihrem Kumpel gab dann auch Roberta die nötige
Sicherheit: Schulter an Schulter mit Sagus ging sie ruhig und ohne zu
ziehen durch die Stadt und sah sich alles aufmerksam an. Für Roberta
war es eine gute Übung, die sie aber doch ziemlich angestrengt hat: wie
immer, wenn Roberta neue Situationen zu bewältigen hat, schlief sie den
Rest des Tages wie ein Stein, rührte sich überhaupt nicht mehr und war
völlig erschöpft!
16.
März 2004 – Rückenschmerzen
Nach dem
unsere Robbe seit einigen Tagen nicht gut drauf ist und offensichtlich
Schmerzen hatte, waren wir heute beim TA und leider hat die Röntgenuntersuchung
ergeben, dass Roberta eine starke Spondyliose hat und vor allem das
Beckengrundgelenk stark betroffen ist und ihr momentan arge Schmerzen
bereitet. Wir wissen noch nicht genau, wie es weitergehen wird (erst mal
bekommt sie Schmerzmittel - operabel ist die Stelle aber leider
nicht...), wir hoffen aber, das wir unsere Maus möglichst schnell
wieder schmerzfrei haben und werden dann weiter sehen... Momentan sind
wir noch etwas geschockt, weil die Berta ja noch so jung ist!
21.
März 2004 – Streit
zwischen Sagus und Buddy
Heute kam
es auf dem Spaziergang zu einem kurzen Intermezzo zwischen Sagus und
Buddy. Auslöser war eigentlich Christian, der mit Buddy Bällchen
spielte und Buddy sich beim Zerren und Nachjagen mit Christian
hochpuschte und im Spiel zu knurren und grummeln anfing. Das rief dann
Sagus auf den Plan, der wieder einmal überhaupt nicht kapierte, was los
war und erst einmal Buddy anmaulte. Buddy war aber gerade in der
richtigen Stimmung und so knallte es zwischen den beiden Rüden. Als
sich die Beiden da so gegenüberstanden und sich angifteten, kam natürlich
auch noch die Berta angesaust und musste sich einmischen. Sie versuchte,
sich dazwischen zu drängen und mitzugiften, wurde aber von mir
abgerufen. Die beiden Jungs rückten sich auf den Pelz, trennten sich
auf unser Rufen hin aber auch recht zügig wieder und zum Glück ist
nicht viel passiert: Buddy hat ein paar Kratzer im Gesicht und Sagus
eine blutende Schramme auf der Nase, Roberta hat nichts abbekommen. Den
Rest des Spaziergangs war dann auch wieder Ruhe, auch wenn Buddy von
Zeit zu Zeit etwas genervt auf Sagus reagierte, wenn der ihm zu nahe kam
und noch ein paar mal rumknurrte.
24.
März 2004 – wieder
Rückenprobleme
Ein paar
Tage ging es nun ohne Schmerzmittel aber seit heute geht es Robertas Rücken
wieder deutlich schlechter: sie hat keine Lust sich zu bewegen und
trottet mit hängenden Kopf hinter uns her. Zum Anfang des Spaziergangs
geht es immer noch aber nach spätestens einer halben Stunde kann sie
nicht mehr und so werden wir ihr wohl wieder Schmerzmittel geben - zum
Glück verträgt sie das Metacam gut...
1.
April 2004 – Prügelei
mit Gucco
Christian
hatte heute schon frei und so haben wir uns am späten Nachmittag mit
Gucco und seinem Frauchen getroffen. Christian hatte die Beiden letzte
Woche nach einem Spaziergang mit Roberta kennen gelernt und wir wollten
mal gemeinsam spazieren gehen. Gucco ist auch ein Staff aus dem
Tierheim, hat aber sicherlich 10 Kilo mehr als Roberta. Er hatte die
letzten zwei Jahre keine Kontakte mit anderen Hunden, weil er sich aus
dem Spiel heraus mit einem befreundeten Rüden fürchterlich gezofft
hatte und auch danach in einer ähnlichen Situation einen Rottirüden
verprügelt hat (beide Male mit behandlungswürdigen Folgen) - Rüden
mag er also nicht so.
Zunächst
gingen wir mit den Hunden an der Leine und ließen sie an der Leine kurz
schnüffeln, was erstaunlich gut ging (normalerweise rüpelt Roberta an
der Leine ja gerne mal andere Hunde an). Die beiden gingen
superfriedlich nebeneinander her und waren beide interessiert aber
aggressionsfrei. Also beschlossen wir, es einfach einmal zu versuchen:
Leinen los! Berta fand Gucco toll und auch Gucco hatte zunächst keine
Probleme mit Roberta, allerdings nur für wenige Sekunden: die beiden
Hunde rannten nebeneinander her und Roberta schnappte im Spiel nach seinen Ohren und zog daran. Das fand Gucco dann nicht
mehr ganz so lustig und wollte Roberta unterordnen. Er hatte sie zwar
recht zügig auf den Rücken gedreht aber so schnell gibt die Dicke ja
nicht auf und schon war eine zünftige Rauferei im Gange, in deren
Verlauf sich die Beiden jeweils in die Wangen und Lefzen des anderen
verbissen hatten - Roberta immer noch unter dem viel schwereren Gucco
liegend... Da nicht zu erwarten war, dass die Beiden von alleine
zur Vernunft kommen würden und es auch ernst aussah, trennten wir die
Hunde mit einiger Mühe. Zwar wollten beide nicht aufgeben und hielten
fest aber Gucco ließ sich schließlich von seinem Frauchen das Maul öffnen
und als Roberta frei war, ließ sie auch los.
Nach
einer kurzen Untersuchung stand fest, dass nichts Ernstes passiert war:
Gucco hatte eine kleine Macke am Ohr und Roberta ein kleines Loch in der
Brust und drei weitere Löcher an den Wangen - allesamt nicht tief und
sicher nicht behandlungswürdig. Interessant war, dass beide Hunde die
Sache nicht wirklich ernst genommen haben: beide waren, als sie getrennt
waren, friedlich, gingen problemlos nebeneinander her und Roberta hätte
sicherlich gerne noch etwas weitergerauft, für sie war alles noch ein
tolles Spiel...
Da die
Dicke aber am Auge noch einen Kratzer hatte, bei dem man nicht genau
erkennen konnte, woher es leicht blutete, wollte ich doch beim TA kurz
abchecken lassen, dass das Auge nichts abbekommen hat. Allerdings war es
schon im Wartezimmer eigentlich wieder o.k. und auch der TA bestätigte
uns, dass am Auge selbst nichts ist. Roberta bekam dann noch eine
Spritze gegen ihre Rückenschmerzen und fand den TA-Besuch ansonsten -
wie immer - absolut toll!!!
5.
April 2004 – fit
Roberta
ist wieder fit - wir hoffen, dass es möglichst lange anhält! Momentan
ist sie auf jeden Fall bester Laune und rennt mit viel Vergnügen über
die Wiesen! Schön!!!
6.
April 2004 – wilde
Spiele mit Benji
Roberta
durfte heute zum ersten Mal freilaufend mit Benji auf der großen Wiese
spielen. Benji ist als Welpe in der Nachbarschaft eingezogen und sollte
eigentlich ein Pinschermix werden. Mittlerweile ist er fast ein Jahr alt
und man sieht deutlich, dass es ein Schäfer-Mix ist (er ist schon größer
als Roberta). Unsere Dicke mochte den frechen Zwerg von der ersten
Sekunde an und auch jetzt noch liebt sie ihn sehr, obwohl sie ihn so
selten sieht. Bisher durften die zwei nur ganz vorsichtig an der Leine
ein bisschen spielen, weil Benji nie von der Leine darf. Er ist ein
junger Hund, der nur so vor Energie strotzt und da er nur an der
2-Meter-Leine zwei kurze Runden rauskommt, sieht es er natürlich nicht
ein, zurückzukommen, wenn er abgeleint wird - er hat es auch nie
gelernt. Allerdings war ich mir sicher, dass er da bleiben wird, wo
Roberta ist und so durften sie heute einmal schön ohne Leine spielen!
Die beiden jagten sich voller Freude über die Wiese und tobten
ausgelassen herum. Allerdings steigerte sich Roberta sehr ins Spiel und
als sie anfing, nach seinen Ohren zu schnappen, habe ich sie lieber
abgerufen, bevor er anfängt zu raufen, Benji kennt auch kein Ende und
ist auch ein echter Racker... Aber die paar Minuten schnellen Spiels
haben beiden Hunden sichtlich gut getan. In der Tat war es dann gar
nicht so einfach, Benji an die Leine zu bekommen - er hielt immer einen
halben Meter Abstand und foppte uns. Schließlich gab er dann aber doch
auf...
7.
April 2004 – Bällchen
spielen
Auf
unserem großen Spaziergang im Panzerübungsgelände habe ich heute zwei
jüngere Schüler getroffen, die ein Stück mit Roberta und mir
mitgegangen sind. Die Jungs fanden Roberta toll und die Dicke war von
den Kindern auch ganz begeistert. Einer der Jungs warf ihr sehr
ausdauernd ihr Bällchen und - oh Wunder - Roberta, die sonst höchstens
2-3 Mal das Bällchen holt und dann die Lust verliert, spielte brav mit
und rannte bestimmt 15 Mal hinter dem Bällchen her.
8.
April 2004 – Jack
Russel Terrier überrannt
Wir haben
auf dem Spaziergang heute einen netten Rauhaar-Jack-Russel-Terrier (ich
wusste gar nicht, das es so was gibt...) kennen gelernt. Roberta fand
ihn absolut klasse, als sie schnüffeln durfte und hielt ihm sogar
freiwillig den Hintern zum Schnüffeln hin - ein kleines Wunder, denn
sonst wird sie ausgesprochen giftig, wenn ein anderer Hund an ihrem
heiligen Popöchen schnüffeln will (selbst Sagus traut sich das in der
Regel nur, wenn das Ende mit den Zähnen tief im Mausloch steckt und
kein Gemaule zu erwarten ist...). Also, Leinen los!
Und da
war es wieder so weit: Roberta spielte auf ihre ganz eigene Art... Erst
rannten die beiden Hunde ein wenig neben einander her, dann
beschleunigte Roberta, rannte ein Bogen und kam als lebendiger
Marschflugkörper auf den Zwerg zugerast. Der begriff erst, was das
werden soll, als er schon unter Robertas Pfoten zu Boden ging, weil sie
einfach über ihn drüber gerannt war. Die Zeit, die der kleine Kerl
brauchte, um sich aufzurappeln und zu kapieren, was passiert war, nutzte
Roberta, um zu wenden und den neuen Kumpel - kaum das er wieder stand -
erneut umzurennen. Dieser ging wieder zu Boden, rollte noch ein-zwei
Umdrehungen und sprang diesmal deutlich schneller wieder auf die Pfoten.
Roberta hatte schon neu Anlauf genommen, aber nun wollte der Kleine
nicht mehr: er lies die völlig verblüffte Roberta einfach stehen und
fing an, ausgiebig am Wegrand zu schnüffeln. Roberta trabte ihm nach
und versuchte noch ein paar Mal, ihn zum Spielen aufzufordern aber er
hatte endgültig genug: er würdigte meinen verrückten Hund keines
Blickes mehr und ging seiner Wege - zurück blieb meine Dicke, die überhaupt
nicht begriffen hatte, warum dieser seltsame Hund nicht mir ihr spielen
wollte...!
11.
April 2004 – Osterspaziergang
Heute
sind wir mit der Dicken nach Olpe gefahren: das Tierheim Olpe lud alle
interessierten Hunde- und/oder Kinderbesitzer zum gemeinsamen
Osterspaziergang mit Eiersuchen an. Roberta hat sich ziemlich gut
benommen, obwohl sie manches Mal inmitten der vielen fremden Hunde etwas
unsicher war. Es gab aber nur zwei Hunde, die ihr spontan unsympathisch
waren und die sie dementsprechend zunächst einmal angemault hat aber
nachdem sie begriffen hatte, dass keiner der Hunde an ihr schnüffeln
oder ihr zu dicht auf die Pelle rücken würde, war sie sehr entspannt.
Der Spaziergang war sehr schön, das Wetter war sonnig und warm und -
man höre und staune: Roberta hat sich spontan in einen Schäferhundrüden
verliebt, von dem sie sich am liebsten überhaupt nicht mehr getrennt hätte.
Im
Anschluss an den Spaziergang gab es im Tierheim noch Kaffee und Waffeln
und Roberta lag stundenlang inmitten des Getümmels ausgestreckt auf der
Seite in der Sonne und döste ein wenig vor sich hin, nur ab und zu
unterbrochen von vielen Streicheleinheiten durch Besucher und
Tierheimmitarbeiter, die unseren sonnengenießenden Hund klasse fanden.
Ein sehr schöner Ausflug! Fotos (auch von Roberta) gibt's unter www.tierheim-olpe.de
im Tierheim-Tagebuch...
17.
April 2004 – Zu
lange in der Sonne?
Roberta
bekommt seit drei Tagen wieder Schmerzmittel, weil es ihrem Rücken
nicht gut geht. Allerdings sind wir auf Rimadyl umgestiegen, da sie
darauf besser anspricht. Trotz des Schmerzmittels wollte die Dicke
gestern auf dem Nachmittagsspaziergang überhaupt nicht laufen. Sie
trottete hinter uns her und wir mussten ständig auf sie warten. Natürlich
lag die Vermutung Rückenschmerzen nahe, da sie kaum eine Pfote vor die
andere setzen konnte und sehr lustlos und phlegmatisch war. Also sollte
es abends zum Tierarzt gehen.
Kaum
waren wir allerdings zu Hause, als Roberta auch schon wild mit Sagus
durch den Garten tobte, auf und ab raste und spielerische Raufereien mit
Sagus begann. Rückenschmerzen??? Wohl kaum!
Nun
unterstelle ich der Dicken aber nicht, dass sie nur keine Lust zum
Spaziergang hatte (wenn mein Hund sich nicht für Mauslöcher
interessiert, dann ist er nicht fit...), was also dann? Sie hatte den
ganzen Tag - auch in der Mittagshitze - in der prallen Sonne im Garten
gelegen, stundenlang. Ich vermute, dass sie einfach ihren Kreislauf überbeansprucht
hat mit ihrer Sonnensucht und deshalb nicht fit war. Nach dem
Spaziergang konnte sie sich im Auto ausruhen und der Garten war dann
schon komplett im Schatten, wahrscheinlich ging's ihrem Kreislauf dann
wieder besser. Auf jeden Fall werden wir ab jetzt drauf achten, dass sie
nicht über Stunden in der Sonne rumliegt und sehen, wie es dann so
ist... Hat dieser Hund denn gar keinen Verstand?!?
24.
April 2004 – Cleo
Heute
kamen wir seit langem einmal wieder beim Morgenspaziergang über
Beckmanns Bauernhof und haben Cleo kennen gelernt. Cleo ist ein 10
Monate altes Dackel-Mix Mädchen und absolut süß. Roberta war von dem
kleinen Wirbelwind auch sofort begeistert und spielte sehr schön mit
dem Zwerg. Entgegen ihrer sonstigen Art tobte sie zwar mit der Kleinen
herum, war aber sehr vorsichtig mit ihr und rannte sie auch kein
einziges Mal um. Irgendwie scheint sie schon zu erkennen, dass so ein
kleines Dackelchen nicht so robust ist, wie ein kleiner Terrier...
Den Rest
des Tages musste die Dicke ohne uns auskommen, weil wir zu Christians
Eltern gefahren sind. Da seine Ma Angst vor Hunden hat, durfte die Dicke
nicht mit. Daniel hat sie aber mittags abgeholt und mit zum Spaziergang
genommen. Anschließend durfte sie mit ins Büro und hat mit Sagus das Büro
bewacht, während Daniel gearbeitet hat. So war es wohl für alle
Beteiligten die stressfreieste Lösung.
Robertas
Rücken geht es zur Zeit sehr gut und wir werden die Schmerzmittel ab
morgen einmal absetzen und sehen, wie es geht. Ansonsten ist es tatsächlich
so, dass sie Kreislaufprobleme bekommt, wenn es warm ist. Sie darf jetzt
eben vor dem Spaziergang nicht mehr in der Sonne liegen und ihre
Sonnenzeiten werden rationiert. Unser TA wollte bei ihr gerne eine
Blutuntersuchung machen, um zu sehen, ob ihre Schilddrüse normal
arbeitet. Sie bekommt lichte Stellen im Fell und es besteht der Verdacht
auf eine Unterfunktion der Schilddrüse. Bei der Gelegenheit werden wir
ihn auch mal auf ihre Kreislaufschwierigkeiten ansprechen.
28.
April 2004 – Lara
Heute
haben wir die nette Beagle-Dame Lara wieder getroffen und die olle Berta
durfte zum ersten Mal ohne Leine mit ihr spielen. Lara ist zwar etwas
schüchtern, aber trotzdem sehr begeistert von Roberta. Die Dicke
spielte für ihre Verhältnisse relativ (!) vorsichtig mit Lara, obwohl
ich sehr überrascht war, wie entspannt Laras Besitzer waren, als schließlich
Laras ganzer Hals nebst beider Ohren in Robertas Maul verschwand... Lara
fand das alles trotzdem ganz lustig und spielte schließlich nicht nur
Raufen sondern auch etwas Nachlaufen mit Berta und Sagus, obwohl sie
dabei dann schon mehr gerempelt wurde.
Leider
war Roberta nach dem Spielen schon wieder fix und fertig, obwohl sie nur
recht kurz und nicht sehr wild gespielt hatten. Das hat mich dann
bewogen, direkt noch beim TA vorbei zu fahren und die Blutuntersuchung
jetzt endlich anzuleiern (an der Hitze kann es heute ja unmöglich
gelegen haben). Ich bin - nach den Erfahrungen mit Rex - immer noch
jedes Mal ganz begeistert, wie toll die Dicke sich beim TA macht. Selbst
beim Blutabnehmen saß sie völlig entspannt da und zuckte nicht einmal.
Im Gegenteil, man hat den Eindruck, als findet sie beim TA einfach alles
toll...
27.
April 2004 – Kein
Spielpartner
Arme
Roberta: irgendwie wollte aber auch gar keiner mit ihr spielen! Auf dem
gestrigen Spaziergang war schon weit und breit kein Spielpartner zu
sehen: Benji nicht da, Sagus nicht da... So ein Frust! Aber so schnell
gibt unsere Dicke ja nicht auf: der da, da vorne am Zaun, der spielt
doch sicher mit??? Roberta geht langsam auf den Zaun zu und der neue
Kumpel schaut sie neugierig an. Prima. Roberta schnüffelt - Nase an
Nase mit dem Neuen, leider durch den blöden Zaun getrennt. Macht doch
nichts! Wer wird sich schon durch einen Zaun stören lassen??? Unsere
Roberta fordert den Neuen einfach mal mit einer tiefen Verbeugung zum
Spiel auf, wedelt und freut sich! Und was macht der blöde Kerl???
Schaut nur irritiert und dreht sich zur Seite - dass Schafe aber auch
solche Langweiler sind!!!
Heute
dann wieder einmal ein Versuch, mit Buddy zu spielen... Auch da hatte
sie keinen Erfolg - Buddy will einfach nicht. Da war ja selbst das
Schweineohr heute noch unterhaltsamer: wie immer, wenn Roberta ein
Schweineohr bekommt, forderte sie es erst einmal zum Spielen auf:
drei-vier tiefe Verbeugungen als Spielaufforderung, ein paar begeisterte
Hüpfer um das Ohr herum, ein Stupsen mit der Pfote und ein tiefes
Spielknurren, sich heftig wedelnd auf den Boden werfen, aus der Küche
sausen (vielleicht spielt das Schweineohr ja eine Runde Nachlaufen
mit???) und wieder zurück... Aber auch hier keine Chance: als das Ohr
absolut nicht mitspielen wollte, wurde es eben kurzerhand gefressen!
Jetzt
liegt die Dicke auf dem Sofa und träumt mit zuckenden Pfoten von wilden
Spielen...
08.
Mai 2004 – Große Neuigkeiten
Erst
einmal das Wichtigste: Robertas Gesundheit. Die Blutuntersuchung hat
tatsächlich ergeben, dass Robertas Schilddrüsenwerte erheblich zu
niedrig sind und ihre Schilddrüse nicht richtig arbeitet. Sie bekommt
jetzt also auch (wie damals schon Rexi) Euthyrox und damit sollte es
eigentlich behoben sein. Allerdings zeigte die Blutuntersuchung einen beängstigenden
Mangel an Blutzellen im Bereich der Entzündungszellen und der roten
Blutzellen, der schlimmstenfalls auf eine Art Leukämie schließen
lassen kann. Natürlich war bei uns erst einmal Panik angesagt... Unsere
Tierärztin hat mittlerweile selbst noch einmal ein rotes Blutbild
gemacht und da sah alles nicht mehr ganz so dramatisch aus, aber eben
immer noch lange nicht im Normalbereich. Die Ultraschalluntersuchung
ergab keine Auffälligkeiten, also ist zumindest kein Tumor sichtbar.
Roberta bekommt jetzt ein Medikament, das die Blutbildung anregen soll
und nach zwei Wochen sollen alle Werte dann noch einmal kontrolliert
werden. Wir hoffen sehr, dass dann alles in Ordnung sein wird. Roberta
merkt von alle dem auf jeden Fall nichts: sie ist munter und fröhlich
wie immer und es geht ihr ausgesprochen gut.
Die
zweite große Neuigkeit ist klein, langhaarig und sehr, sehr lieb und
heißt Timmi! Natürlich blieb Robertas Begeisterung für kleine Hunde
nicht lange ohne Folgen: vor etwa zwei Wochen haben wir angefangen, im
Internet mal nach kleinen Hunden Ausschau zu halten... Es sollte auf
jeden Fall ein alter Hund sein, der sonst wenig Chancen auf eine
Vermittlung hätte. Hätten wir Roberta gefragt, so hätte sie uns
sicher einen Beagle ans Herz gelegt - Beagle findet sie absolut klasse!
Also haben wir auch nach alten Beaglen geschaut, aber keinen passenden
gefunden. Dann sind wir plötzlich auf der website des Tierheims
Lippstadt auf Timmi gestoßen: ein schwarzes Langhaardackelchen, 9 Jahre
alt und superlieb. Ich finde Dackel absolut toll und so sind wir am
letzten Sonntag mal hingefahren und haben uns den kleinen Kerl
angeschaut. Zwar hatte das Tierheim selbst geschlossen, machten aber
wegen des Feiertags einen Waffelverkauf und so konnten wir ein kleines
Stück mit Timmi und seiner Patin - einer alten Dame, die täglich mit
ihm ging - spazieren gehen. Roberta fand Timmi nett und wedelte ihn
freundlich an und damit war unsere Entscheidung eigentlich schon
gefallen.
Gestern
sind wir dann ins Tierheim gefahren und haben Timmi abgeholt! Roberta
hat ihn freundlich begrüßt und Timmi geht auch sehr unbefangen mit
unserer Dicken um. Auf dem Heimweg haben wir dem kleinen Kerl noch einen
Korb und eine Leine gekauft und ihn beim TA chippen lassen. Timmi hat
wohl große Angst vor Katzen und läuft dann in Panik davon: unter
diesen Umständen erschien mir ein Chip sehr wichtig. Der Zwerg hat
alles mit Fassung über sich ergehen lassen, war dann aber doch sehr müde
und schlief zu Hause in seinem neuen Körbchen auch gleich ein.
Roberta
findet die Situation mit dem Neuen in der Wohnung etwas befremdlich und
ignoriert ihn im Wesentlichen erst einmal. Gestern Abend hat sie ihn
einmal kurz angebrummt, als er im Dunkeln herumgeisterte und zu nah an
ihr Körbchen kam aber ansonsten ist sie recht stressfrei. Der
Morgenspaziergang mit den Beiden ging recht gut (Timmi darf noch nicht
von der Leine, da er überhaupt nicht hört, sich ja noch nicht einmal
auskennt und sich auch nicht an uns orientiert), aber das
Staff-Dackel-Team sieht absolut lustig aus...! Auf dem Rückweg ist der
Kleine einmal etwas erschrocken, als die Berta von hinten an ihn heran
kam und hat nach ihr geschnappt, was Roberta allerdings nicht sonderlich
interessiert hat. Insgesamt machen sich die Beiden aber ganz gut und sie
werden sicherlich bald ein gutes Team.
16.
Mai 2004 – Asta
Gestern
hat Roberta die Schäfermix-Hündin Asta kennen gelernt und heute waren
wir ein zweites Mal zusammen spazieren - es klappt sehr gut! Ich hatte
zuerst die allergrößten Bedenken, ob die Beiden wohl miteinander
auskommen:
1. Asta
ist eine Hündin
2. Asta
ist ein Schäfermix
3. Asta
ist zuperzickig gegenüber anderen Hunden
4.
Roberta kann Schäferhunde nicht so recht leiden (Sagus ausgenommen)
5.
Roberta findet Hündinnen oft blöd
6.
Roberta lässt keine Einladung zum Pöbeln aus
Das waren
tolle Voraussetzungen für den ersten Versuch aber siehe da: nach anfänglichem
Leinengerüpel klappte es ganz wunderbar! Zwar sind die Beiden nicht
sonderlich aneinander interessiert, aber es gibt auch keinen Stress!
Timmi hat
sich als sehr verträglich gezeigt: er geht sowohl mit Sagus
(unkastrierter großer Rüde), als auch mit Buddy (unkastrierter
mittelgroßer Rüde), findet Lara nett und auch Asta macht ihm keine
Angst. Freilaufend ist er eigentlich mit allen anderen Hunden sehr verträglich.
Inzwischen
haben wir auch gehört, dass Timmi tatsächlich bellen kann: als
Nachbarshund Benji ans Tor kam und Timmi dann auch noch erleben musste,
dass seine Roberta sich riesig freut, musste er doch mal zeigen, wer der
Herr im Haus ist und kläffte am Tor!
Ansonsten
lernt Timmi recht schnell und kommt bereits etwas freiwilliger, wenn man
ihn ruft. Er ist sehr anhänglich und lieb, nur auf dem Spaziergang hat
er eben oft Besseres zu tun, als auf das Rufen zu hören - er wird es
schon lernen... Außerdem arbeiten wir am Sitz! und auch das
klappt schon von Tag zu Tag besser!
Einen
kleinen Streit mit Sagus gab es bei uns im Haus: Sagus meinte, seine
Matratze (auf der er nun schon seit Jahren liegt, wenn er bei uns zu
Besuch ist) gegen Timmi verteidigen zu müssen. Da Timmi sich auch
nichts bieten lässt und kräftig zurückgiftete (natürlich musste sich
Roberta dann auch noch einmischen und ihren langjährigen Freund Sagus
beschützen) hat Timmi einen kleinen Kratzer am Rücken abbekommen. Ihn
selber störte das überhaupt nicht aber wir achten jetzt genau darauf,
wer wo liegt solange Sagus im Haus ist... Mittlerweise geht es wieder
sehr gut und sehr friedlich mit den beiden Rüden.
23.
Mai 2004 – Neues
von Timmi
Unser
Timmi hat sich wirklich gut eingelebt und es ist schon fast so, als wäre
er schon immer da gewesen. Mit Roberta klappt es nach wie vor sehr gut.
Momentan testen die Beiden gerade aus, wer sich wohl was erlauben kann:
das heißt, es werden "Fremddecken" besetzt... Timmi legt sich
sehr gerne auch auf die Matratze und dann natürlich so, dass außer ihm
niemand mehr drauf passt. Es ist schon erstaunlich, wie ein so kleiner
Zwerg eine so große Matratze besetzen kann :-))) Roberta hingegen muss
natürlich immer mal wieder demonstrativ in Timmis Korb sitzen, auch
wenn sie ihren dicken Hintern kaum in den kleinen Korb quetschen kann...
das funktioniert auch, wenn man eine Decke besetzen will, auf der schon
der andere liegt: Roberta stellt es da recht geschickt an, in dem sie
sich daneben quetscht und dann im laufe der nächsten Minuten sich so
ausbreitet, dass Timmi irgendwann auswandert, weil es ihm zu dicht wird.
Timmi ist da schon deutlich dreister: gestern lag Roberta auf ihrem
Teppich draußen im Hof, als Timmi angewackelt kam, sich einmal kurz
umschaute und sich dann direkt auf Robertas Nase setzte! Die Dicke
grunzte zwar etwas unwillig, machte ihm dann aber ein bisschen Platz.
Beim
Spielen muss Roberta noch lernen, dass man mit Timmi vorsichtiger
spielen muss als mit Lara. Eigentlich ist sie zwar recht vorsichtig,
aber offensichtlich nicht immer ausreichend: vor drei Tagen spielten die
Beiden im Garten Nachlaufen und Raufen und beim Nachlaufen
ist Roberta wohl auf Timmi getreten, der empört quietschte und der
Dicken mit lautem Getöse energisch die Zähne zeigte. Roberta war völlig
baff und trollte sich sofort. Eine sehr freundliche und vorsichtige
Spielaufforderung am späteren Abend von Roberta endete damit, dass
Timmi, der sich die Sache wohl gemerkt hatte, sie heftig
zusammenstauchte (Roberta zieht dann den Kopf ein und trottet davon).
Heute haben die Beiden aber schon wieder ausgiebig im Garten gespielt
und die Spielaufforderung ging sogar von Timmi aus - allzu nachtragend
ist er also wohl nicht.
Timmi schätzt
den Garten sehr, allerdings sucht er sicht im Gegensatz zu Roberta, die
immer Sonnenstellen ausnutzt, gerne ein schattiges Plätzchen unter den
Büschen oder im Schatten der Bäume. Da er so klein ist, verschwindet
er dann völlig von der Bildfläche, wenn er im hohen Gras liegt und man
kann ihn ganz schön suchen - sehr zuverlässig kommen tut er nämlich
immer noch nicht. Es ist aber schon etwas besser geworden: auf Spaziergängen
kommt er mittlerweile meistens, wenn man ihn ruft. Nur wenn er eine ganz
tolle Schnüffelstelle hat, ignoriert er uns noch völlig - wir arbeiten
weiter dran.
Ansonsten
hat der Kleine bereits Sitz! gelernt, was uns allerdings einiges
an Nerven gekostet hat: Wozu Roberta Minuten braucht, um zu begreifen,
was wir von ihr wollen, dazu braucht Timmi Wochen!!! Nicht dass er zu
dusslig wäre, er sieht es einfach nicht ein! Wenn er etwas tun soll,
ist er einfach stur wie ein Panzer und selbst das beste Leckerchen wird
uninteressant, wenn man es nur für Leistung bekommt. Seltsamerweise
lernt er auf Spaziergängen deutlich besser - da ist er einfach besser
drauf und etwas gnädiger gestimmt :-)))
Auf jeden
Fall teilt Timmi aber Robertas Begeisterung für abgemähte Wiesen und
ist beim Toben zu erstaunlicher Geschwindigkeit fähig! Trotzdem ist es
zum Schreien komisch, wenn er versucht, hinter Roberta herzujagen und
mit wehenden Ohren über die Wiese saust. Roberta bekommt oft nicht
einmal mit, dass er versucht, hinter ihr herzukommen. Wenn sie es
mitbekommt, läuft sie ab und zu einen Bogen weit um ihn herum und holt
dann Timmi von hinten wieder ein. Timmi stoppt kurz, wenn er sie von
hinten angerast kommen hört und duckt sich und selbst unser Trampelchen
ist so nett, über ihn drüber zu springen, statt ihn umzurennen. Kaum
ist sie über ihn weggefegt, nimmt er dann die Verfolgung wieder auf!
Alles in
allem sind wir erstaunt und erfreut, zu was für einem selbstbewussten,
fröhlichen und bewegungsfreudigen Hund sich Timmi entwickelt hat. Wenn
wir nach Hause kommen, übertrifft er Robertas Freudentanz fast noch und
springt und wedelt um uns herum, wobei er genau aufpasst, nicht hinter
Roberta zu geraten, die ihn sonst schon mal beim Wedeln heftig mit dem
Schwanz im Gesicht erwischt - man hat es nicht so ganz einfach als so
kleiner Hund mit einer so großen Kameradin!
Insgesamt
ist Timmi sehr anhänglich und immer da zu finden, wo wir auch sind. So
kann man ihn beim Spaziergang gut ableinen: er hört zwar (noch!) nicht
gut, aber er läuft immer gut mit und passt auf, dass er nicht verloren
geht. Da er abgeleint auch mit allem und jedem verträglich ist, ist es
auch nicht ganz so tragisch, wenn er nicht auf Rufen sofort angesaust
kommt.
23.
Mai 2004 – Wieder
einmal Tierarzt
Robertas
Blutwerte sind da und zum Glück ist wieder alles im Normbereich!!! Ihre
häufige Mattigkeit wird wohl wahrscheinlich trotz der Schmerztabletten
von den Rückenschmerzen herkommen. Unsere TA meinte auch, ihre Wirbelsäule
sähe auf dem Röntgenbild so katastrophal aus, dass sie sich gut
vorstellen kann, dass die Schmerzmittel nicht ganz helfen. Sie rät uns
auch zu einer Goldakupunktur und ich werde Roberta dann einmal zu der
empfohlenen TA in Kamen bringen. Zusätzlich wollten wir uns in der
Tierklinik erkundigen, ob man da nicht auch operativ an der
Knochenwucherung etwas machen kann.
Timmi hat
immer noch so trockene und schuppige Haut, die ihn auch sehr juckt. Er
hat jetzt ein Lotionspray bekommen, das ganz gut helfen soll. Momentan
sieht er aus wie ein Streuselkuchen, weil er immer nach dem Einsprühen
in den Garten rennt und sich angewidert wälzt - in dem eingekremten
Fell bleibt dann alles schön hängen...
02.
Juni 2004 – Krach
mit Asta
Roberta
war heute mit Christian spazieren, der sich mit Corinna und Asta
verabredet hatte. Roberta lief schon ohne Leine, als Asta angelaufen kam
und wurde von Christian auch nicht angeleint - schließlich kennen sich
die beiden Hündinnen ja... Roberta sah das wohl etwas anders und ging
rüpelnd auf Asta zu und drehte sie erst einmal auf den Rücken. Asta
war völlig überrascht und blieb auf dem Rücken liegen und Roberta
wurde von Christian weggeholt - zum Glück hat Asta nicht einmal einen
Kratzer abbekommen. Roberta musste ein Stück an der Leine laufen und
als alles wieder ruhiger war, ging es auch ohne Leine wieder ganz
problemlos.
Am Ende
des Spaziergangs sprang dann allerdings Roberta - kaum dass die Klappe
aufging - in Corinnas Auto auf Astas Platz, was Asta dann dazu
veranlasste, hinterher zu springen und nun ihrerseits erst einmal
Roberta zu verprügeln... Da hatten sich die Beiden dann das zweite Mal,
diesmal im engen Kofferraum von Corinnas Kombi! Aber auch hier waren sie
problemlos zu trennen und beide Hündinnen hatten keine Schrammen
abbekommen!
05.
Juni 2004 – Gestank
Wir waren
heute mit Buddy und Asta spazieren und die beiden Mädels haben sich
wieder ganz gut vertragen, d.h. sie gehen sich im wesentlichen aus dem
Weg. Roberta, die heute sehr verspielt war und nur Flausen im Kopf
hatte, hätte wohl auch ganz gerne mit Asta gespielt, die ließ sich
aber auf nichts ein. Auch Buddy hat - wie immer - auf Robertas
Spielaufforderungen nur unwillig reagiert und gebrummt, so dass für
Roberta der Höhepunkt des Spaziergangs der Fund eines tollen Stöckchens
war, das sie eine Weile mitgeschleppt hat.
Timmi hat
sich ausgiebig in etwas gewälzt, was verdächtig nach Durchfallhäufchen
eines anderen Hundes roch!!! Der ganze Dackel stank schon im Freien ganz
fürchterlich und zog auf dem gesamten Spaziergang eine Wolke Mief
hinter sich her. Ganz schlimm war es dann im Auto! Zum Glück war das
Wetter wieder etwas besser, so dass wir mit offenen Fenstern fahren
konnten - trotzdem war der Gestank kaum auszuhalten!!! Zu Hause
angekommen, haben wir Timmi direkt in die Badewanne verfrachtet und gründlichst
shampooniert - jetzt liegt er nass und beleidigt in seinem Korb und würdigt
uns keines Blickes!
11.
Juni 2004 – Zickenalarm
Roberta
probt den Aufstand! Es nervt!!! Wir nehmen an, dass es eine verspätete Was-sucht-der-kleine-Dackel-hier-Reaktion
ist, denn so hat sich Roberta hier noch nie benommen. Als ich gestern
nach Hause kam, kam mir Timmi freudestrahlend entgegen gewedelt und
Roberta war weg. Aha, wieder mal das Gästebett, dachte ich. Aber nein,
weit gefehlt: Madam kam von oben die Treppe herunter! So was hat es ja
seit dem ersten Tag im Haus noch nie wieder gegeben! Sie wusste auch
genau, dass es nicht erlaubt ist, denn ich brauchte gar nichts zu sagen
(konnte ich auch im ersten Moment gar nicht, so baff war ich): die Dicke
kam auf dem Bauch die Treppe runter gekrabbelt und schlich sich immer
noch auf dem Bauch kriechend an mir vorbei zur Türe raus... Hoppla!
Nach dem
ich meinen ersten Schock überwunden hatte, rannte ich zuerst die Treppe
hoch und machte eine schnelle Aufrufkontrolle bei den Nagern: alle
wohlbehalten, sogar das Gastkaninchen, dessen Käfig offen auf dem Boden
stand - zum Glück!
Seit
dieser Aktion probiert sie es ständig! Sie weiß zwar genau, dass sie
es nicht darf und zieht sofort den Kopf ein, wenn sie erwischt wird,
aber trotzdem erwische ich sie ewig oben oder auf der Treppe... Nun
haben wir die Tür wieder vom Dachboden geholt und eingehängt, so dass
wir oben zumachen können - so ein Sch...!
Dann hört
sie auf einmal nicht mehr, wenn sie im Garten ist und wir sie reinrufen.
Wenn sie merkt, dass sie rein soll, dreht sie sogar um und verkrümelt
sich trotz energischer Aufforderung. Mit entsprechender Lautstärke ist
sie dann zwar zu beeindrucken aber wir sind solche Aktionen einfach
nicht von Roberta gewohnt.
Und zu
guter Letzt besetzt sie seit heute Nachmittag ständig Timmis Körbchen.
Sie kriegt zwar ihren dicken Hintern kaum in das kleine Körbchen
gequetscht, liegt aber lieber unbequem, als dem Stöpsel seinen Platz zu
lassen... Ich habe sie heute schon 4 Mal rausgescheucht. Timmi trägt es
zum Glück mit Gleichmut...
Nun, ich
denke, wir werden Robertas Trotzphase einfach durchstehen müssen und
hoffen, dass sich das alles wieder legt. Hoffentlich fallen ihr nicht
noch dollere Sachen ein...
Ansonsten
hat Roberta für den 13.06.04 einen Termin bei Dr. Schulze in Kamen zur
Goldimplantation und wir hoffen sehr, dass wir die Dicke so endlich
schmerzfrei bekommen. Momentan läuft sie wieder sehr schlecht - das trägt
sicher auch zu ihrer aufmüpfigen Laune bei.
22.
Juni 2004 – kranke
Hunde
Hilfe,
beide Hunde sind krank! Timmi humpelte plötzlich nach dem Spielen mit
Roberta ganz fürchterlich und wir waren die letzten Tage 3 Mal
mit ihm beim Tierarzt: er hat eine Bänderdehnung in der Schulter, die
ihm arge Schmerzen bereitet. Nachdem er die ersten Tage trotz mehrerer
Spritzen fast gar nicht laufen konnte, geht es mittlerweile etwas
besser, aber er muss noch Schmerzmittel bekommen und er darf nur ganz
kurze Strecken an der Leine gehen. Unsere Tierärztin warnte uns schon
vor, dass so etwas durchaus länger dauern kann! Immerhin hat eine Röntgenaufnahme
ergeben, dass die Knochen völlig in Ordnung sind und er auch nicht -
wie vermutet - unter Arthrose leidet. Mittlerweile wird er schon echt
sauer, dass er nicht laufen darf und muss ständig gebremst werden,
damit er nicht wie verrückt durch das Haus oder den Garten tobt. Wenn
man nicht aufpasst, springt er wie ein kleiner Gummiball um die Berta
herum und bettelt um ein kleines Spielchen...
Tja, und
unsere Roberta... Seit einigen Tagen schon hat sie wieder starke Rückenschmerzen
und geht sehr schlecht. Nun hoffen wir ja auf den Termin im Juli, wo sie
die Goldimplantate bekommen soll. Seit vorgestern nun humpelt sie stark
und geht auch öfter nur auf drei Beinen, das hintere rechte Bein zieht
sie dabei hoch. Auslöser war ein kleiner Unfall im Garten, wo sie beim
Toben aus der Kurve geflogen ist und da auch laut gequietscht hat. Zunächst
gingen wir davon aus, dass sie sich den Rücken schmerzhaft verdreht
hat, ein Besuch beim Tierarzt hat allerdings ergeben, dass die Schmerzen
aus dem Knie kommen. Unsere arme Berta hat sich das Kreuzband verletzt!
Es konnte bei der Untersuchung nicht genau festgestellt werden, ob es
nur angerissen oder ganz durch ist, da Roberta hinten sehr muskelbepackt
ist und bei der Untersuchung - die sehr schmerzhaft war - dagegen
gehalten hat. Jetzt darf sie erst einmal nicht von der Leine (Hilfe,
ausgerechnet unser Powerpaket!), kann nicht ins Auto springen, keine
Stufen gehen und nicht rennen. Für eine genauere Untersuchung morgen
muss sie wohl sediert werden und wenn sich der Verdacht auf einen
Kreuzbandriss erhärtet, wird sie gleich operiert.
Sehr
stolz bin ich auf unsere Dicke, was ihr Verhalten beim Tierarzt angeht:
die Untersuchung war super schmerzhaft und sie hat heftigst gejault und
gequietscht. Dazu dauerte die schmerzhafte Untersuchung noch recht
lange. Trotzdem war unsere Maus nur lieb und freundlich, leckte der Tierärztin
beschwichtigend die Hand und wedelte sofort wieder, als alles vorbei war
- zu grummeln oder zu zappeln kam ihr gar nicht in den Sinn! Tapferes Mädchen!
Was
unseren Urlaub angeht, so wird er wohl wieder einmal gestrichen werden!
Wenn ich zwei OPs bezahlen muss, wird die Urlaubskasse mit Sicherheit
wieder leer sein! Nachdem wir die letzten zwei Sommerurlaube schon im
heimischen Garten verbracht haben, weil es Rexi nicht gut genug ging,
hatten wir uns eigentlich auf drei schöne Wochen mit den Hunden am Meer
gefreut... Aber Hauptsache ist schließlich, dass die beiden Wuffel
wieder auf die Beine kommen.
02.
Juli 2004 – Hilfe,
die Berta ist weg!!!
Heute bin
ich sicherlich in 10 Minuten um 10 Jahre gealtert: die olle Berta war
verschwunden!!! Ich kam von der Arbeit nach Hause und schließe fröhlich
die Türe auf - voller Vorfreude auf die beiden Hundchen! Timmi wedelte
hinter der Tür, von Roberta war nichts zu sehen... Sofort hatte ich den
bösen Verdacht: sie ist wieder oben und vielleicht hat sie die Mäuse
gefressen und traut sich nicht runter??? Die Tür oben an der Treppe ist
offen... Scheiße! Vergessen!!! Ich rief die Berta und sauste unten
durch alle Räume - nichts! Da sie eigentlich sofort kommt, wenn ich
rufe, geriet ich so langsam in Panik! Die Berta ist nicht fit,
vielleicht hat sie sich weh getan und liegt irgendwo und kann nicht
aufstehen??? Ich raste die Treppe hoch und suchte in allen Zimmern -
keine Berta! Spätestens da war ich mit den Nerven völlig zu Fuß!
Wieder runter - alles absuchen (sogar unter dem Gästebett und im
Schrank - was für ein Blödsinn!) - keine Berta! Noch Mal hoch -
gleiches Programm oben - keine Berta!
Mittlerweile
war ich mir sicher, dass etwas Fürchterliches passiert war! Bestimmt
war der Hund verunglückt und Christian hatte ihn zum Tierarzt
gebracht... Allerdings hing Bertas Halsband am Haken...
Schließlich
- ich stand gerade im Gästezimmer und überprüfte noch einmal Robertas
Lieblingsplätze - machte ich das Fenster auf und pfiff in den Garten.
Und wer kam da im strömenden Regen hinter der Miste hervorgekrochen:
mein armer, wasserscheuer Hund!!! Irgendwie muss sie es in der Hektik
heute Morgen geschafft haben, in den Garten zu schlüpfen und niemand
hatte sie vermisst! Mittlerweile regnete es schon seit einer Stunde und
die olle Berta war völlig durchnässt!!! Nach einer stürmischen Begrüßung
verkroch sich mein armer nasser Hund sofort in seinen Korb und schlief
erst einmal ausgiebig. Ihre Lektion hat sie auf jeden Fall gelernt: den
ganzen restlichen Tag war sie nicht einmal in der Nähe der Tür zu
sehen...!
04.
Juli 2004 – wie
geht es nun weiter?
Die beste
Nachricht ist, dass Timmi wieder gut läuft und auch ohne Tabletten
schmerzfrei ist! Wir sind sehr erleichtert - der arme kleine Kerl hatte
wirklich keine schöne Zeit.
Roberta läuft
auch etwas besser, was bedeutet, die meiste Zeit bewegt sie sich auf 4
Pfoten vorwärts... Wir haben lange überlegt, was nun zu tun ist: hätten
wir die Untersuchung für ihr Knie bei unserem TA in Vollnarkose machen
lassen, dann hätten wir den Termin für ihre OP in Sachen
Goldimplantate verschieben müssen - zwei Narkosen in so kurzer Zeit wären
ein unnötiges Risiko gewesen. Die Entscheidung war nicht ganz einfach -
zwar läuft sie besser, aber bei weitem nicht schmerzfrei und ohne
Rimadyl geht gar nichts. Andererseits ist schwer zu entscheiden, wo der
Schmerz herkommt: vom Rücken (der mit jedem Tag mehr Probleme macht)
oder vom Knie... Wir haben uns nun so entschieden, dass wir die olle
Berta weiter schonen und erst einmal die Rücken-OP machen lassen. In
der Narkose bzw. bei der sog. "Schlafspritze" wird dann von
der TÄ auch gleich Robertas Knie genauer untersucht und die Ergebnisse
werden an unseren TA weitergegeben. Sollte es tatsächlich ein Bänderriss
sein, so kann er auch noch nach der Rücken-OP gerichtet werden. Wir
hoffen das Beste!
08.
Juli 2004 – Angst
allein im Garten
Roberta
hat ihren ungeplanten Ausflug in den Garten offensichtlich in nicht
allzu guter Erinnerung behalten: heute war schönes Wetter und so habe
ich meine kleine Sonnenanbeterin mit in den Garten genommen. Auffällig
war, dass Roberta brav bei mir oben im Hof geblieben ist, obwohl da gar
keine Sonne mehr war - runter in den Garten wollte sie nicht! Als ich
dann runter gegangen bin, um weiter unten Gras für die Kaninchen zu
schneiden, ging sie begeistert mit und legte sich genüsslich in die
Sonne. Sobald ich aber den Korb voll Grünfutter hatte und nach oben
ging, sprang sie besorgt auf und sauste ins Haus: ganz offensichtlich möchte
sie sicher gehen, dass ihr so eine Panne nicht noch einmal passiert!
Am nächsten
Dienstag ist Robertas Termin für die Goldimplantate und ich werde schon
fürchterlich nervös. Hoffentlich geht alles gut und hoffentlich kann
die olle Berta dann bald wieder schmerzfrei laufen!
14.
Juli 2004 – Goldakupunktur
Gestern
war nun also Robertas großer Tag! Um 16.00 Uhr hatten wir den Termin
und wollten so um 14.30 Uhr losfahren - verfahren und Stau mit
eingerechnet... Leider kam ich etwas später aus der Schule und so
konnte ich mit den Hunden mittags nur eine kleine Runde im Wald drehen.
Auf dem Rückweg vom Spaziergang brachte ich Roberta gleich ins Auto und
wollte direkt los, sobald ich Timmi ins Haus gebracht hatte. Da hatte
ich allerdings die Rechnung ohne den Dackel gemacht: Timmi schaute
begeistert zu, wie Roberta ins Auto gehoben wurde (sie kommt gar nicht
mehr alleine hinein) und wedelte schon erwartungsvoll. Tja, und dann
ging die Klappe zu und Timmi war nicht eingeladen worden... Er schaute
reichlich empört zur Heckklappe auf und wollte auch ins Auto. Ich rief
ihn und ging Richtung Haus, aber Timmi dachte gar nicht daran,
mitzukommen - er wollte schließlich auch ins Auto! Also zurück, um den
Dackel zu holen. Denkste! Er wusste genau, was ich wollte und kam auf
mein Rufen einfach nicht. Ich versuchte dann, ihn abzuholen und am
Halsband zu nehmen, aber natürlich passte das nicht in seinen Plan und
so lief er immer in einem kleinen Bogen um mich herum zurück zum Auto.
Schließlich hatte ich genug von derlei Frechheiten und wurde
entsprechend laut. Timmi kam dann auch brav angeschlichen und um
weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, schnappte ich ihn mir
kurzerhand und trug ihn zum Haus. Normalerweise wird er nicht getragen,
sondern "überzeugt" und muss hören aber die Zeit wurde so
langsam knapp. Kaum hatte ich ihn im Haus abgesetzt, sauste der
freche Kerl an mir vorbei zu Tür und Hoftor hinaus und war schon wieder
auf halbem Weg zum Auto!!! Mein mittlerweile ernsthaft böser Tonfall
brachte ihn jedoch dazu, kehrt zu machen und ins Haus zu gehen. Als ich
endlich losfahren konnte, stand er hinter der Tür und jaule zum
Steinerweichen, der arme Kerl - er war schließlich noch nie ohne die
Berta zurückgelassen worden.
Bei Dr.
Schulze in Kamen angekommen, bekam die olle Berta eine Schlafspritze und
sackte nach kürzester Zeit mitten beim begeisterten Schwanzwedeln in
sich zusammen und schlief tief und fest. Roberta wurde auf eine
Handtuchrolle auf den Behandlungstisch gelegt, so dass der Rücken ganz
gerade war und die Hinterbeine über die Tischkante nach unten hingen. Am
Röntgenbild zeigte uns Dr. Schulze genau, welche Wirbel er warum
akupunktieren will und schon ging es los: während Roberta tief und laut
prustend schlief, wurde sie rasiert und Dr. Schulze tastete jeweils kurz
und stach dann mit einer langen Kanüle rechts und links neben der
Wirbelsäule tief ein. Durch die Kanüle kamen jeweils zwei Stücke
Golddraht tief ins Gewebe. Das Ganze dauerte keine 20 Minuten und war
fast völlig unblutig. Schließlich wurde noch Robertas Knie untersucht
und zu unserer großen Erleichterung ist es doch kein Kreuzbandriss und
muss also auch nicht operiert werden - super! Sie hatte sich das Knie
doch wohl nur ordentlich verdreht!
Roberta
bekam eine Aufwachspritze und durfte auf einer Decke ausschlafen. Nach
einer halben Stunde war sie wieder ganz wach, aber noch ein wenig
wacklig auf den Beinen. So ganz geheuer war ihr die Sache nicht: zwar
war das erste Zeichen, dass sie aufwachte (noch bevor sie ein Auge öffnete)
ein Schwanzwedeln (dieser Hund ist eigentlich immer sonnig gelaunt...)
aber zum ersten Mal strebte sie dann doch energisch aus der Praxis
hinaus (sonst kann sie ja immer gar nicht genug bekommen beim TA).
Zu Hause
angekommen, hielten wir erst einmal zum Spaziergang an ihrem gewohnten
Spazierweg und sie tobte sehr fröhlich und ausgelassen über die Wiesen
und buddelte nach Mäusen. Nach einer halben Stunde war sie etwas müde
aber gut gelaunt und sprang sogar selbst ins Auto! Sie darf von nun an
alles tun (bewegungstechnisch!!!), was sie möchte. Die ersten zwei
Wochen sollen wir sie etwas bremsen, falls sie mehr machen will, als sie
bisher gemacht hat aber dann ist alles erlaubt, sogar Agility! Das alles
natürlich vorausgesetzt, die Behandlung hat den gewünschten Erfolg und
Roberta ist schmerzfrei (wir glauben fest daran!).
Zu Hause
angekommen, wurden wir von Timmi überschwänglich begrüßt, der den
ganzen Abend um Roberta herumwuselte und sie gar nicht aus den Augen
lassen wollte. Roberta war den Abend über recht unruhig und der Rücken
schien sie ab und an zu "zwicken": dann sprang sie auf und
schaute nach hinten. Nachts hat sie aber geschlafen und heute ist sie
schon wieder ganz die Alte, saust umher und ist ausgesprochen verspielt
und albern!
15.
Juli 2004 – Unfaires
Spielchen
Timmi war
heute in ausgesprochener Spiellaune und sehr albern. Roberta lag nichts
ahnend auf ihrer Matratze und schlief, als Timmi angesaust kam. Er
schaute sich kurz um und rannte dann mit frechem Gekläffe auf die völlig
verdutzte Berta zu und zwickte sie kräftig in die Halswolle. Während
Roberta (die nicht gerade für ihre schnelle Denkweise bekannt ist) noch
überlegte, was das wohl soll, war Timmi schon einen Meter zurück
gehopst und griff erneut an: wieder mit lautem "Kampfgekläffe"
und wieder mit einem kräftigen Zwicker in Robertas Hals. Nun hatte
Roberta auch begriffen, was das soll und spielte begeistert mit. Nach
ein paar Runden um den Couchtisch - mal Roberta hinter Timmi her, mal
umgekehrt - wurde unserem Kleinen das Spielchen zu wild und er sauste
unter die Couch. Von dort aus kläffte er dann auffordernd und immer,
wenn die Große vor der Couch auftauchte, schoss er kurz vor, um sie zu
zwicken und verschwand dann wieder rückwärts unter die schützende
Couch... Nicht ganz fair, das Spielchen, aber Roberta spielte trotzdem
brav eine ganze Weile mit, bevor sie genug hatte und den Zwerg einfach
stehen ließ.
Roberta
geht nach wie vor sehr schlecht. Zwar hat Dr. Schulze ausdrücklich
gesagt, wir müssten der Sache mindestens 2 Wochen Zeit geben, aber wir
machen uns natürlich trotzdem jede Menge Sorgen... Hoffentlich wird für
die Dicke alles gut!
22.
Juli 2004 – Fortschritte???
Heute
machte sich bei uns das erste Mal echte Hoffnung breit, dass mit
Robertas Rücken doch noch alles gut wird - genau genommen haben wir uns
heute das erste Mal überlegt, dass wir die Berta wieder hin bringen und
das Gold entfernen lassen: der Hund ist ein kaum zu bändigender
Springfloh! Sie war schon seit zwei Tagen sehr verspielt und heute lief
sie auf dem abendlichen Spaziergang sehr gut (Mittags ist es ihr zu heiß
gewesen) und spielt und tobt wie schon lange nicht mehr! Eben habe ich
den Hunden noch ein Rinderohr aus dem Keller geholt und Roberta sprang
mir vor Begeisterung fast bis zur Nasenspitze: wenn das so weiter geht,
müssen wir uns wohl eingestehen, dass ein Teil von Robertas gutem
Benehmen nicht auf Erziehung zurück zu führen war, sondern auf ihre Rückenprobleme...:-)))
Aber es
war sehr schön anzusehen, wie frei und beweglich sie heute lief und wie
albern und spielverrückt sie auch zu Hause war - hoffentlich,
hoffentlich wird alles gut!
26.
Juli 2004 – Zwergenaufstand
Timmi
probte heute den Zwergenaufstand: er meinte, sein Spielzeug verteidigen
zu wollen! Beide Hunde hatten vom Einkauf ein Quietschespielzeug
mitgebracht bekommen und selbst Timmi, der sonst nicht so sehr viel von
Spielzeug hält, schleppte sein Quietschi zufrieden in seinen Korb und
nagte ein wenig drauf rum. Allerdings biss er nicht fest genug drauf, so
dass es nicht quietschte. Als ich ihm "vorquietschen" wollte
und nach dem Quietschi griff, legte er den Kopf auf sein Spielzeug und
knurrte mich an und versuchte sogar, nach meiner Hand zu schnappen. Also
haben wir ein paar Mal "Spielzeug wegnehmen" geübt, wobei er
immer, wenn ich ihm das Quietschi abgenommen habe, ein Lecker bekam und
dann sein Spielzeug zurück. Mit dem Spielzeug hat er es schnell
akzeptiert, beim Rinderohr gab's dann allerdings wieder
Diskussionsbedarf. Immerhin haben wir es schon im zweiten Versuch dann
geschafft, dass er das Rinderohr ohne Knurren abgegeben hat - natürlich
bekam er es dann auch gleich mit einem dicken Lob wieder. Wir werden das
weiter üben...
26.
Juli 2004 – Toben
Nachdem
Roberta gestern sehr schlecht ging, war sie heute sehr munter und
lauffreudig. Wir haben mittags und abends je eine - für ihre momentanen
Verhältnisse - lange Runde gedreht und sie lief gut und locker mit. Wir
haben ein bisschen Platz! Bleib! geübt und auch Timmi begreift
so langsam, wie das Spiel geht. Mittlerweile kann Roberta liegen
bleiben, wenn ich ca. 150 Meter weitergehe (Timmi geht dann mit mir mit)
und sie abrufe, Timmi schafft immerhin schon 3 Meter, wenn Roberta neben
ihm liegen bleibt. Ich rufe Timmi dann ab und Roberta muss liegen
bleiben, bis sie auch gerufen wird. Das klappt eigentlich schon ganz
gut.
Als ich
abends noch im Garten Johannisbeeren geholt habe, tobten beide Hunde
noch ausgiebig im Garten. Roberta hat sich seit langem Mal wieder so
richtig ausgetobt und raste voller Begeisterung im Garten auf und ab -
das hat sie wirklich schon lange nicht mehr gemacht! Timmi spielte eine
Weile begeistert mit Nachlaufen, aber dann wurde ihm die Berta zu wild
und er flüchtete sich unter die Johannisbeersträucher. Seit er
begriffen hat, dass er dank seiner Größe an Orte flüchten kann, wo
die olle Berta nicht hinkommt, geht er mit Robertas rauem Spiel viel
gelassener um und verkrümelt sich einfach, wenn es ihm zu stürmisch
wird. Ansonsten hat er auch keine Scheu, der Dicken die Zähne zu
zeigen, wenn sie ihm zu frech wird :-))
29.
Juli 2004 – Restaurantbesuch
Roberta
ist ja absolut problemlos was Restaurantbesuche angeht: sie legt sich
auf den angewiesenen Platz unter dem Tisch und rührt sich nicht mehr
groß bis wir gehen. Wir sind schon öfter beim Rausgehen von Leuten
angesprochen worden, die bis dahin gar nicht gemerkt hatten, dass wir
einen Hund dabei hatten.
Nun
sollte Timmi also auch das erste Mal mitkommen. In der Hoffnung, dass an
einem Donnerstag das Lokal recht leer sein würde, hatten wir beim
Maredo einen Tisch in einer Ecke vorbestellt und zogen mit beiden Hunden
los. Roberta ließ sich wie immer prob