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2004

 

02. Januar 2004 – Steinenbronn 

04. Januar 2004 – Neue Marotte 

30. Januar 2004 – Charly 

07. Februar 2004 – Leinengerüpel 

08. Februar 2004 – Spielkameradin 

12. Februar 2004 – Buddy 

23. Februar 2004 – Nichts als Unfug 

26. Februar 2004 – Neues von Buddy 

28. Februar 2004 – Hundeshow 

28. Februar 2004 – Bo 

04. März 2004 – Unfall mit Buddy 

05. März 2004 – Stadtspaziergang 

16. März 2004 – Rückenschmerzen 

21. März 2004 – Streit zwischen Sagus und Buddy 

24. März 2004 – wieder Rückenprobleme 

1. April 2004 – Prügelei mit Gucco 

5. April 2004 – fit 

6. April 2004 – wilde Spiele mit Benji

7. April 2004 – Bällchen spielen

8. April 2004 – Jack Russel Terrier überrannt 

11. April 2004 – Osterspaziergang 

17. April 2004 – Zu lange in der Sonne?

24. April 2004 – Cleo

28. April 2004 – Lara

27. April 2004 – Kein Spielpartner

08. Mai 2004 – Große Neuigkeiten

16. Mai 2004 – Asta

23. Mai 2004 – Neues von Timmi

23. Mai 2004 – Wieder einmal Tierarzt

02. Juni 2004 – Krach mit Asta

05. Juni 2004 – Gestank

11. Juni 2004 – Zickenalarm

22. Juni 2004 – kranke Hunde

02. Juli 2004 – Hilfe, die Berta ist weg!!!

04. Juli 2004 – wie geht es nun weiter?

08. Juli 2004 – Angst allein im Garten

14. Juli 2004 – Goldakupunktur

15. Juli 2004 – Unfaires Spielchen

22. Juli 2004 – Fortschritte???

26. Juli 2004 – Zwergenaufstand

26. Juli 2004 – Toben

29. Juli 2004 – Restaurantbesuch

31. Juli 2004 – Sommer

12. September 2004 – Hektische Wochen

12. September 2004 – große Neuigkeiten

28. September 2004 – Leinentraining

11. Dezember 2004 – Neuigkeiten

 

 

 

 

02. Januar 2004 – Steinenbronn 

 

Nach Weihnachten sind wir noch für ein paar Tage über Sylvester zu meiner Familie nach Steinenbronn gefahren. Roberta erkannte das Haus und seine Bewohner sichtlich begeistert wieder und war ganz zufrieden.

Was ihren Hungerstreik angeht, so haben natürlich wieder wir nachgegeben - war ja auch zu erwarten... Am achten Tag der freiwilligen Nulldiät haben wir angefangen, ihr Dosenfutter über das Trockenfutter zu geben und siehe da: unser Hund frisst mit Appetit! Nun hoffen wir eben, dass die Futtermittelunverträglichkeit nicht gerade daher kam und sie nun pickelfrei bleibt.

Nach drei Tagen Steinenbronn mit der ganzen Familie zeigte sich, was auch schon beim ersten Besuch eintrat: Roberta kriegte bei dem ganzen Trubel nicht genügend Schlaf und wurde ausgesprochen unleidlich. Wie ein quengeliges Kind fing sie an, vor sich hin zu grummeln und sich an allem zu stören, alles anzubrummen und so wurde sie kurzerhand für einige Stunden zum Ausschlafen ins Gästezimmer verbannt. Hier schlief sie friedlich in Christians Bett ausgiebig, nur unterbrochen von einem Spaziergang und war am nächsten Tag wieder ganz die alte fröhliche Roberta.

Vor Sylvester hatten wir etwas Sorge, da Roberta ja insgesamt recht schreckhaft ist. Deshalb haben wir sie schon am frühen Abend ins Gästezimmer im Keller in Christians Bett gepackt und da hat sie den ganzen Rummel und die Knallerei recht entspannt verbracht. Wir hatten ihr Licht angelassen und konnten sie so vom Vorgarten aus beobachten und gegebenenfalls zu ihr gehen, aber das war gar nicht nötig: sie war zwar wach und schaute sich verwundert um, blieb aber recht entspannt im Bett, obwohl rund ums Haus in der ganzen Straße heftig geknallt wurde.

Im Winter scheint Roberta mehr ein Drinnenhund zu sein: sobald es anfing zu schneien, war es mit ihrer Begeisterung für Spaziergänge schlagartig vorbei! Zwar kam sie begeistert angesaust, wenn jemand ihre Leine nahm, aber schon in der Tür mit Blick auf den Schnee hätte sie am liebsten umgedreht und wäre wieder zurück auf's Sofa gegangen. Sie trottete missmutig hinter uns her und war eigentlich erst auf dem Rückweg fröhlich voraus und musste dann ständig ermahnt werden, nicht so weit vor zu laufen.

 

 

04. Januar 2004 – Neue Marotte 

 

Nun hat es auch bei uns im Sauerland das erste Mal so richtig geschneit und Roberta findet Schnee nach wie vor blöd: sie mag keine nassen, kalten Pfoten haben und geht bei Schnee einfach nicht gerne spazieren. Entsprechend ziehe ich sie auf dem Hinweg hinter mit her und auf dem Rückweg hängt sie dann in der Leine... Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ihre Leinenzerrerei schon deutlich besser geworden ist und sie nicht mehr so oft erinnert werden muss.

Ansonsten hat Roberta eine neue Marotte: sie möchte gerne, dass man ihr Pfötchen hält (???) - stundenlang! Wann immer wir irgendwo sitzen, setzt sie sich vor uns und hält uns das Pfötchen hin - im Wechsel mal das eine oder das andere. Hält man dann ihr Pfötchen fest und massiert ihr am besten noch die Fußballen, ist sie zufrieden und schleckt einem hingebungsvoll die Hand. Sobald man ihr Pfötchen absetzt, gibt sie es wieder... Dieser Hund ist nicht ganz normal! :-))

 

 

30. Januar 2004 – Charly 

 

Roberta hat heute Charly kennen gelernt. Charly ist ein unkastrierter Jack Russel Rüde und fand Roberta toll! Er zerrte seine Besitzerin energisch in Richtung Roberta, die sich natürlich auch sofort in die Leine hängte, um den Zwerg zu begutachten. Und natürlich kam es, wie es immer kommt, wenn Roberta einen fremden Hund trifft: erst schnüffelt sie eine Weile sehr interessiert und dann blafft sie urplötzlich los! Der Kleine machte einen Satz rückwärts und verstand die Welt nicht mehr. Roberta musste absitzen und je länger sie sich den Zwerg aus etwa einem Meter Entfernung anschauen konnte, desto gelassener wurde sie - auch das ist meistens so...

Ich unterhielt mich eine Weile mit der Besitzerin von Charly und schließlich beschlossen wir, gemeinsam ein Stück spazieren zu gehen. Charly durfte ohne Leine vorausrennen und nach ein paar Metern leinte ich die mittlerweile sehr entspannte Roberta ab. Ohne Leine ist sie immer recht friedlich und wenn der andere Hund nicht zu aufsässig funktioniert es super: die beiden Hunde gingen über eine Stunde lang miteinander spazieren, drängelten den anderen an den besten Schnüffelstellen energisch zur Seite und interessierten sich von einem gelegentlichen Schnüffeln am Hintern des anderen ansonsten nicht weiter für einander.

 

 

07. Februar 2004 – Leinengerüpel 

 

Auf dem Mittagsspaziergang stand Roberta dank Christians langsamer Reaktionen heute überraschend vor einem plötzlich aufgetauchten freilaufenden Rüden. Während Christian einen Schrecken bekam, beschnüffelten sich die beiden Hunde friedlich und ausgiebig und waren absolut freundlich. Christian schnappte sich die Berta und Henry, ein recht kurzbeiniger Schäferhundmischling, ging in die eine, Roberta in die andere Richtung weiter.

Später am Auto trafen sich die Beiden wieder, beide Hunde an der Leine und siehe da, da war es vorbei mit der Freundlichkeit: noch ehe sie sich auf Schnauzenlänge gegenüberstanden, brachen alle beide in wütendes Gekläffe aus und pöbelten sich nach allen Regeln der Kunst an!

 

 

08. Februar 2004 – Spielkameradin 

 

Roberta hat nach anfänglichem Gemecker heute auf dem Spaziergang sehr schön mit einer Staffhündin namens Paula gespielt. Als die Hündin entgegen kam, leinte Christian Roberta an und natürlich musste Roberta erst einmal gehörig rüpeln, als die unangeleinte Hündin schnüffeln wollte. Kaum lief die Hündin entnervt weiter, jammerte Roberta todunglücklich hinterher. Da die Besitzer versicherten, dass Paula nicht rauft und im Zweifel sehr schnell ist und da Roberta ohne Leine immer recht entspannt ist und sie mittlerweile sehr freundlich gesinnt war, ließ Christian unsere Superzicke los und siehe da: die beiden Hündinnen spielten wunderschön miteinander und tobten ausgelassen über die Wiesen und hatten eine Menge Spaß. Endlich hatte Roberta einmal eine Spielkameradin gefunden, die ihr Tempo mithalten kann! Nur der arme alte Sagus kam bei dem Tempo nicht mit und jammerte den beiden schnellen Läufern hinterher...

 

 

12. Februar 2004 – Buddy 

 

Heute haben wir Buddy mal wieder getroffen. Buddy ist ein recht kleiner Staffmix, der aber ungeheure Geschwindigkeiten erreichen kann, wenn er einem Ball hinterher fegt. Wir hatten ihn schon ein paar Mal getroffen, Roberta konnte ihn aber nur aus etwas Entfernung anschauen. Da wir heute in derselben Richtung unterwegs waren, gingen die beiden Hunde dann zum ersten Mal zusammen spazieren. Buddy konnte Roberta auf den ersten Blick schon nicht so recht leiden und knurrte mehrfach in ihre Richtung. Es scheint allerdings eher Unsicherheit zu sein... Nach einer Weile hatte er sich an Robertas Anblick etwas besser gewöhnt und da er auch kein Raufer ist, leinten wir die Hunde ab. Die Dicke wollte natürlich sofort bei Buddy schnüffeln und bekam zu aller erst einmal Buddys Zähne zu sehen: Buddy wollte definitiv nicht, dass Roberta an ihm schnüffelt! Roberta trottete davon und als sie nach einer kleinen Weile noch einen Versuch startete und Buddy immer noch mit hochaufgestelltem Pelz die Zähne zeigte, hatte die Dicke genug: sie trollte sich in die Wiese und ging ihre eigenen Wege. Den Spaziergang über waren die Beiden dann auch gut beschäftigt, sich aus dem Weg zu gehen... Trotzdem wollen wir es mal wieder probieren.

 

 

23. Februar 2004 – Nichts als Unfug 

 

Sagus ist ein paar Tage zu Besuch und die beiden Hunde verstehen sich prächtig, liegen mittlerweile sogar zusammen auf der Matratze oder auf den Decken und sind ein Herz und eine Seele. Heute haben sie so denn auch ganz friedlich zusammen den Wäschekorb (den mit der frischen Wäsche!!!) ausgeräumt und mit dem Inhalt Totschütteln gespielt - suuuuper!

Nur bei der Futterzubereitung hört die Freundschaft auf, da kommt es in der Küche schon mal zu Gekeife, mit dem Erfolg, dass beide Hunde aus der Küche fliegen und vor der Tür sitzen und lange Ohren machen. Gefüttert wird ohnehin getrennt, Roberta frisst in der Küche, Sagus im Flur. 

 

 

26. Februar 2004 – Neues von Buddy 

 

Nach einigen Spaziergängen hat Buddy nun doch eingesehen, dass Roberta eigentlich ganz o.k. ist und die Beiden kommen eigentlich ganz gut miteinander aus. Zwar begrüßt Buddy Roberta immer noch mit einem energischen Knurren und stellt den Pelz, aber nach einigen Metern hat er das vergessen und ist ganz locker. Spielen möchten beide allerdings nicht, aber die gemeinsamen Spaziergänge sind absolut stressfrei.

 

 

28. Februar 2004 – Hundeshow 

 

In Schwerte war heute eine Hundeshow für Terrier und da auch Staffs mitmachen sollten, beschlossen wir, hinzufahren und uns das Ganze mal anzuschauen. So fürchterlich interessant war es dann eigentlich nicht aber für Roberta war es sicherlich eine ganz gute Übung. Zuerst war die Dicke sehr aufgeregt und zappelte viel herum. In der Halle war es sehr eng, so dass sie sehr nahe an den auszustellenden Hunden vorbei gehen musste und auch ständig Ausstellungskandidaten sehr nah an ihr vorbei kamen. Obwohl sie so aufgeregt war, hat sie ihre Sache aber sehr gut gemacht und nur ganz am Anfang etwas gegrummelt. Wir bekamen dann einen Sitzplatz direkt am Ring und Roberta wurde kurzerhand mit dem Hintern unter dem Stuhl geparkt. Ich hatte erst etwas Sorge, ob sie wohl das ganze Programm schmeißen würde, wenn die Hunde einen halben Meter vor ihrer Nase vorbeigeführt werden würden aber ganz im Gegenteil: als sie einmal verstanden hatte, dass keiner dieser Hunde ihr zu nahe kommt, legte sie sich brav ab und döste nach einer Weile sogar ein. Für Roberta war sicherlich der große Verkaufsstand das beste Highlight: sie bekam einen Ochsenziemer (den sie aber erst im Auto fressen durfte) und ein kleines Latexquietschie, das sie superklasse findet. Außerdem wurde sie vom Standbesitzer ausgiebig beschmust, kletterte ihm auf den Schoß und war ganz in ihrem Element: mittendrin und im Mittelpunkt des Interesses!

Zuhause merkte man Roberta den psychischen Stress dann an: sie schlief den Rest des Tages tief und fest und musste sogar zum Füttern geweckt werden!

 

 

28. Februar 2004 – Bo 

 

Heute haben wir Bo getroffen, einen jungen Schäferhund-Mix-Rüden. Bo fand sowohl Roberta als auch Sagus ganz toll und die drei durften sich ausgiebig begrüßen. Bo darf und kann aufgrund schwerer HD nicht so viel spielen, so dass sich Roberta nach einiger Zeit enttäuscht ein Mausloch suchte und anfing zu buddeln. Der arme Bo wurde dann ständig von Sagus angeknurrt, wenn er in Robertas Richtung wollte (Sagus ist ziemlich zickig bei anderen Rüden, wenn "sein Mädchen" mit dabei ist). Dann endlich einmal passte Sagus nicht auf und Bo schlenderte vorsichtig zu Roberta, die immer noch buddelte, behielt aber Sagus immer im Blick. Allerdings wurde er dann von Roberta gehörig angemault, die nicht bereit war, ihr Mausloch zu teilen, so dass der arme Kerl enttäuscht davon trottete... 

 

 

04. März 2004 – Unfall mit Buddy 

 

Den armen Buddy hat es heute etwas gebeutelt: Roberta hatte sich recht weit in die Wiese entfernt und ich pfiff nach ihr. Sie kam auch sofort mit hohem Tempo angerannt, immer in der Hoffnung, ich werfe ihr ein Leckerchen. Als sie so etwa auf 15 m ran war, warf Melanie versehentlich Buddys Ball genau in Robertas Einflugschneise... Buddy raste natürlich sofort seinem Ball hinterher und so kam das unvermeidliche: er kreuzte Robertas Flugbahn und sie krachte aus vollem Lauf seitlich in ihn hinein (es käme ihr niemals in den Sinn, um irgendetwas oder irgendjemand einen Bogen zu laufen!). Man hörte nur ein lautes Quietschen, mit dem Buddy beim Aufprall sämtliche Luft aus den Lungen gepresst wurde, da wurde er auch schon unter Roberta begraben und untergepflügt. Roberta rannte weiter, als wäre nichts geschehen und der verdutzte Buddy rappelte sich mühsam wieder auf. Zum Glück ist dem armen Kerl nichts passiert! Allerdings wollte er den ganzen Spaziergang lang seinen Ball nicht mehr holen: sonst startet er immer sofort, den Ball fest im Blick aber nach dem Zusammenstoß schaute er seinem Ball nur unsicher hinterher und musste jedes Mal aufgefordert werden, ihn wieder zu holen. Armer Buddy, der Schreck sitzt sicher tief!

Zuhause habe ich festgestellt, dass Buddy bei dem Zusammenstoß wohl noch Bertas Bauch getackert hat. Das Loch ist aber sehr klein und nicht tief, so dass ich es nur desinfiziert habe.

 

 

05. März 2004 – Stadtspaziergang 

 

Nach einen ausgiebigen Spaziergang mit Roberta und Sagus sind wir noch zu einer kurzen Einkaufstour nach Iserlohn gefahren. Die Hunde kamen auf einen kurzen Bummel durch die gut besuchte Fußgängerzone mit und für Roberta war alles sehr aufregend. Zuerst zog sie sehr an der Leine, bis wir dann die Hunde zwischen und genommen haben und Roberta so neben Sagus gehen konnte. Sagus lässt sich ja durch überhaupt nichts aus der Ruhe bringen und die Nähe zu ihrem Kumpel gab dann auch Roberta die nötige Sicherheit: Schulter an Schulter mit Sagus ging sie ruhig und ohne zu ziehen durch die Stadt und sah sich alles aufmerksam an. Für Roberta war es eine gute Übung, die sie aber doch ziemlich angestrengt hat: wie immer, wenn Roberta neue Situationen zu bewältigen hat, schlief sie den Rest des Tages wie ein Stein, rührte sich überhaupt nicht mehr und war völlig erschöpft!

 

 

16. März 2004 – Rückenschmerzen 

 

Nach dem unsere Robbe seit einigen Tagen nicht gut drauf ist und offensichtlich Schmerzen hatte, waren wir heute beim TA und leider hat die Röntgenuntersuchung ergeben, dass Roberta eine starke Spondyliose hat und vor allem das Beckengrundgelenk stark betroffen ist und ihr momentan arge Schmerzen bereitet. Wir wissen noch nicht genau, wie es weitergehen wird (erst mal bekommt sie Schmerzmittel - operabel ist die Stelle aber leider nicht...), wir hoffen aber, das wir unsere Maus möglichst schnell wieder schmerzfrei haben und werden dann weiter sehen... Momentan sind wir noch etwas geschockt, weil die Berta ja noch so jung ist!

 

21. März 2004 – Streit zwischen Sagus und Buddy 

 

Heute kam es auf dem Spaziergang zu einem kurzen Intermezzo zwischen Sagus und Buddy. Auslöser war eigentlich Christian, der mit Buddy Bällchen spielte und Buddy sich beim Zerren und Nachjagen mit Christian hochpuschte und im Spiel zu knurren und grummeln anfing. Das rief dann Sagus auf den Plan, der wieder einmal überhaupt nicht kapierte, was los war und erst einmal Buddy anmaulte. Buddy war aber gerade in der richtigen Stimmung und so knallte es zwischen den beiden Rüden. Als sich die Beiden da so gegenüberstanden und sich angifteten, kam natürlich auch noch die Berta angesaust und musste sich einmischen. Sie versuchte, sich dazwischen zu drängen und mitzugiften, wurde aber von mir abgerufen. Die beiden Jungs rückten sich auf den Pelz, trennten sich auf unser Rufen hin aber auch recht zügig wieder und zum Glück ist nicht viel passiert: Buddy hat ein paar Kratzer im Gesicht und Sagus eine blutende Schramme auf der Nase, Roberta hat nichts abbekommen. Den Rest des Spaziergangs war dann auch wieder Ruhe, auch wenn Buddy von Zeit zu Zeit etwas genervt auf Sagus reagierte, wenn der ihm zu nahe kam und noch ein paar mal rumknurrte.

 

 

24. März 2004 – wieder Rückenprobleme 

 

Ein paar Tage ging es nun ohne Schmerzmittel aber seit heute geht es Robertas Rücken wieder deutlich schlechter: sie hat keine Lust sich zu bewegen und trottet mit hängenden Kopf hinter uns her. Zum Anfang des Spaziergangs geht es immer noch aber nach spätestens einer halben Stunde kann sie nicht mehr und so werden wir ihr wohl wieder Schmerzmittel geben - zum Glück verträgt sie das Metacam gut...

 

 

1. April 2004 – Prügelei mit Gucco 

 

Christian hatte heute schon frei und so haben wir uns am späten Nachmittag mit Gucco und seinem Frauchen getroffen. Christian hatte die Beiden letzte Woche nach einem Spaziergang mit Roberta kennen gelernt und wir wollten mal gemeinsam spazieren gehen. Gucco ist auch ein Staff aus dem Tierheim, hat aber sicherlich 10 Kilo mehr als Roberta. Er hatte die letzten zwei Jahre keine Kontakte mit anderen Hunden, weil er sich aus dem Spiel heraus mit einem befreundeten Rüden fürchterlich gezofft hatte und auch danach in einer ähnlichen Situation einen Rottirüden verprügelt hat (beide Male mit behandlungswürdigen Folgen) - Rüden mag er also nicht so. 

Zunächst gingen wir mit den Hunden an der Leine und ließen sie an der Leine kurz schnüffeln, was erstaunlich gut ging (normalerweise rüpelt Roberta an der Leine ja gerne mal andere Hunde an). Die beiden gingen superfriedlich nebeneinander her und waren beide interessiert aber aggressionsfrei. Also beschlossen wir, es einfach einmal zu versuchen: Leinen los! Berta fand Gucco toll und auch Gucco hatte zunächst keine Probleme mit Roberta, allerdings nur für wenige Sekunden: die beiden Hunde rannten nebeneinander her und Roberta schnappte im Spiel nach seinen Ohren und zog daran. Das fand Gucco dann nicht mehr ganz so lustig und wollte Roberta unterordnen. Er hatte sie zwar recht zügig auf den Rücken gedreht aber so schnell gibt die Dicke ja nicht auf und schon war eine zünftige Rauferei im Gange, in deren Verlauf sich die Beiden jeweils in die Wangen und Lefzen des anderen verbissen hatten - Roberta immer noch unter dem viel schwereren Gucco liegend...  Da nicht zu erwarten war, dass die Beiden von alleine zur Vernunft kommen würden und es auch ernst aussah, trennten wir die Hunde mit einiger Mühe. Zwar wollten beide nicht aufgeben und hielten fest aber Gucco ließ sich schließlich von seinem Frauchen das Maul öffnen und als Roberta frei war, ließ sie auch los. 

Nach einer kurzen Untersuchung stand fest, dass nichts Ernstes passiert war: Gucco hatte eine kleine Macke am Ohr und Roberta ein kleines Loch in der Brust und drei weitere Löcher an den Wangen - allesamt nicht tief und sicher nicht behandlungswürdig. Interessant war, dass beide Hunde die Sache nicht wirklich ernst genommen haben: beide waren, als sie getrennt waren, friedlich, gingen problemlos nebeneinander her und Roberta hätte sicherlich gerne noch etwas weitergerauft, für sie war alles noch ein tolles Spiel...

Da die Dicke aber am Auge noch einen Kratzer hatte, bei dem man nicht genau erkennen konnte, woher es leicht blutete, wollte ich doch beim TA kurz abchecken lassen, dass das Auge nichts abbekommen hat. Allerdings war es schon im Wartezimmer eigentlich wieder o.k. und auch der TA bestätigte uns, dass am Auge selbst nichts ist. Roberta bekam dann noch eine Spritze gegen ihre Rückenschmerzen und fand den TA-Besuch ansonsten - wie immer - absolut toll!!!

 

 

5. April 2004 – fit 

 

Roberta ist wieder fit - wir hoffen, dass es möglichst lange anhält! Momentan ist sie auf jeden Fall bester Laune und rennt mit viel Vergnügen über die Wiesen! Schön!!! 

 

 

6. April 2004 – wilde Spiele mit Benji 

 

Roberta durfte heute zum ersten Mal freilaufend mit Benji auf der großen Wiese spielen. Benji ist als Welpe in der Nachbarschaft eingezogen und sollte eigentlich ein Pinschermix werden. Mittlerweile ist er fast ein Jahr alt und man sieht deutlich, dass es ein Schäfer-Mix ist (er ist schon größer als Roberta). Unsere Dicke mochte den frechen Zwerg von der ersten Sekunde an und auch jetzt noch liebt sie ihn sehr, obwohl sie ihn so selten sieht. Bisher durften die zwei nur ganz vorsichtig an der Leine ein bisschen spielen, weil Benji nie von der Leine darf. Er ist ein junger Hund, der nur so vor Energie strotzt und da er nur an der 2-Meter-Leine zwei kurze Runden rauskommt, sieht es er natürlich nicht ein, zurückzukommen, wenn er abgeleint wird - er hat es auch nie gelernt. Allerdings war ich mir sicher, dass er da bleiben wird, wo Roberta ist und so durften sie heute einmal schön ohne Leine spielen! Die beiden jagten sich voller Freude über die Wiese und tobten ausgelassen herum. Allerdings steigerte sich Roberta sehr ins Spiel und als sie anfing, nach seinen Ohren zu schnappen, habe ich sie lieber abgerufen, bevor er anfängt zu raufen, Benji kennt auch kein Ende und ist auch ein echter Racker... Aber die paar Minuten schnellen Spiels haben beiden Hunden sichtlich gut getan. In der Tat war es dann gar nicht so einfach, Benji an die Leine zu bekommen - er hielt immer einen halben Meter Abstand und foppte uns. Schließlich gab er dann aber doch auf...

 

 

7. April 2004 – Bällchen spielen 

 

Auf unserem großen Spaziergang im Panzerübungsgelände habe ich heute zwei jüngere Schüler getroffen, die ein Stück mit Roberta und mir mitgegangen sind. Die Jungs fanden Roberta toll und die Dicke war von den Kindern auch ganz begeistert. Einer der Jungs warf ihr sehr ausdauernd ihr Bällchen und - oh Wunder - Roberta, die sonst höchstens 2-3 Mal das Bällchen holt und dann die Lust verliert, spielte brav mit und rannte bestimmt 15 Mal hinter dem Bällchen her. 

 

 

8. April 2004 – Jack Russel Terrier überrannt 

 

Wir haben auf dem Spaziergang heute einen netten Rauhaar-Jack-Russel-Terrier (ich wusste gar nicht, das es so was gibt...) kennen gelernt. Roberta fand ihn absolut klasse, als sie schnüffeln durfte und hielt ihm sogar freiwillig den Hintern zum Schnüffeln hin - ein kleines Wunder, denn sonst wird sie ausgesprochen giftig, wenn ein anderer Hund an ihrem heiligen Popöchen schnüffeln will (selbst Sagus traut sich das in der Regel nur, wenn das Ende mit den Zähnen tief im Mausloch steckt und kein Gemaule zu erwarten ist...). Also, Leinen los! 

Und da war es wieder so weit: Roberta spielte auf ihre ganz eigene Art... Erst rannten die beiden Hunde ein wenig neben einander her, dann beschleunigte Roberta, rannte ein Bogen und kam als lebendiger Marschflugkörper auf den Zwerg zugerast. Der begriff erst, was das werden soll, als er schon unter Robertas Pfoten zu Boden ging, weil sie einfach über ihn drüber gerannt war. Die Zeit, die der kleine Kerl brauchte, um sich aufzurappeln und zu kapieren, was passiert war, nutzte Roberta, um zu wenden und den neuen Kumpel - kaum das er wieder stand - erneut umzurennen. Dieser ging wieder zu Boden, rollte noch ein-zwei Umdrehungen und sprang diesmal deutlich schneller wieder auf die Pfoten. Roberta hatte schon neu Anlauf genommen, aber nun wollte der Kleine nicht mehr: er lies die völlig verblüffte Roberta einfach stehen und fing an, ausgiebig am Wegrand zu schnüffeln. Roberta trabte ihm nach und versuchte noch ein paar Mal, ihn zum Spielen aufzufordern aber er hatte endgültig genug: er würdigte meinen verrückten Hund keines Blickes mehr und ging seiner Wege - zurück blieb meine Dicke, die überhaupt nicht begriffen hatte, warum dieser seltsame Hund nicht mir ihr spielen wollte...!

 

 

11. April 2004 – Osterspaziergang 

 

Heute sind wir mit der Dicken nach Olpe gefahren: das Tierheim Olpe lud alle interessierten Hunde- und/oder Kinderbesitzer zum gemeinsamen Osterspaziergang mit Eiersuchen an. Roberta hat sich ziemlich gut benommen, obwohl sie manches Mal inmitten der vielen fremden Hunde etwas unsicher war. Es gab aber nur zwei Hunde, die ihr spontan unsympathisch waren und die sie dementsprechend zunächst einmal angemault hat aber nachdem sie begriffen hatte, dass keiner der Hunde an ihr schnüffeln oder ihr zu dicht auf die Pelle rücken würde, war sie sehr entspannt. Der Spaziergang war sehr schön, das Wetter war sonnig und warm und - man höre und staune: Roberta hat sich spontan in einen Schäferhundrüden verliebt, von dem sie sich am liebsten überhaupt nicht mehr getrennt hätte.

Im Anschluss an den Spaziergang gab es im Tierheim noch Kaffee und Waffeln und Roberta lag stundenlang inmitten des Getümmels ausgestreckt auf der Seite in der Sonne und döste ein wenig vor sich hin, nur ab und zu unterbrochen von vielen Streicheleinheiten durch Besucher und Tierheimmitarbeiter, die unseren sonnengenießenden Hund klasse fanden. Ein sehr schöner Ausflug! Fotos (auch von Roberta) gibt's unter www.tierheim-olpe.de im Tierheim-Tagebuch...

 

 

17. April 2004 – Zu lange in der Sonne?

 

Roberta bekommt seit drei Tagen wieder Schmerzmittel, weil es ihrem Rücken nicht gut geht. Allerdings sind wir auf Rimadyl umgestiegen, da sie darauf besser anspricht. Trotz des Schmerzmittels wollte die Dicke gestern auf dem Nachmittagsspaziergang überhaupt nicht laufen. Sie trottete hinter uns her und wir mussten ständig auf sie warten. Natürlich lag die Vermutung Rückenschmerzen nahe, da sie kaum eine Pfote vor die andere setzen konnte und sehr lustlos und phlegmatisch war. Also sollte es abends zum Tierarzt gehen.

Kaum waren wir allerdings zu Hause, als Roberta auch schon wild mit Sagus durch den Garten tobte, auf und ab raste und spielerische Raufereien mit Sagus begann. Rückenschmerzen??? Wohl kaum!

Nun unterstelle ich der Dicken aber nicht, dass sie nur keine Lust zum Spaziergang hatte (wenn mein Hund sich nicht für Mauslöcher interessiert, dann ist er nicht fit...), was also dann? Sie hatte den ganzen Tag - auch in der Mittagshitze - in der prallen Sonne im Garten gelegen, stundenlang. Ich vermute, dass sie einfach ihren Kreislauf überbeansprucht hat mit ihrer Sonnensucht und deshalb nicht fit war. Nach dem Spaziergang konnte sie sich im Auto ausruhen und der Garten war dann schon komplett im Schatten, wahrscheinlich ging's ihrem Kreislauf dann wieder besser. Auf jeden Fall werden wir ab jetzt drauf achten, dass sie nicht über Stunden in der Sonne rumliegt und sehen, wie es dann so ist... Hat dieser Hund denn gar keinen Verstand?!?

 

 

24. April 2004 – Cleo

 

Heute kamen wir seit langem einmal wieder beim Morgenspaziergang über Beckmanns Bauernhof und haben Cleo kennen gelernt. Cleo ist ein 10 Monate altes Dackel-Mix Mädchen und absolut süß. Roberta war von dem kleinen Wirbelwind auch sofort begeistert und spielte sehr schön mit dem Zwerg. Entgegen ihrer sonstigen Art tobte sie zwar mit der Kleinen herum, war aber sehr vorsichtig mit ihr und rannte sie auch kein einziges Mal um. Irgendwie scheint sie schon zu erkennen, dass so ein kleines Dackelchen nicht so robust ist, wie ein kleiner Terrier...

Den Rest des Tages musste die Dicke ohne uns auskommen, weil wir zu Christians Eltern gefahren sind. Da seine Ma Angst vor Hunden hat, durfte die Dicke nicht mit. Daniel hat sie aber mittags abgeholt und mit zum Spaziergang genommen. Anschließend durfte sie mit ins Büro und hat mit Sagus das Büro bewacht, während Daniel gearbeitet hat. So war es wohl für alle Beteiligten die stressfreieste Lösung.

Robertas Rücken geht es zur Zeit sehr gut und wir werden die Schmerzmittel ab morgen einmal absetzen und sehen, wie es geht. Ansonsten ist es tatsächlich so, dass sie Kreislaufprobleme bekommt, wenn es warm ist. Sie darf jetzt eben vor dem Spaziergang nicht mehr in der Sonne liegen und ihre Sonnenzeiten werden rationiert. Unser TA wollte bei ihr gerne eine Blutuntersuchung machen, um zu sehen, ob ihre Schilddrüse normal arbeitet. Sie bekommt lichte Stellen im Fell und es besteht der Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse. Bei der Gelegenheit werden wir ihn auch mal auf ihre Kreislaufschwierigkeiten ansprechen.

 

 

28. April 2004 – Lara

 

Heute haben wir die nette Beagle-Dame Lara wieder getroffen und die olle Berta durfte zum ersten Mal ohne Leine mit ihr spielen. Lara ist zwar etwas schüchtern, aber trotzdem sehr begeistert von Roberta. Die Dicke spielte für ihre Verhältnisse relativ (!) vorsichtig mit Lara, obwohl ich sehr überrascht war, wie entspannt Laras Besitzer waren, als schließlich Laras ganzer Hals nebst beider Ohren in Robertas Maul verschwand... Lara fand das alles trotzdem ganz lustig und spielte schließlich nicht nur Raufen sondern auch etwas Nachlaufen mit Berta und Sagus, obwohl sie dabei dann schon mehr gerempelt wurde.

Leider war Roberta nach dem Spielen schon wieder fix und fertig, obwohl sie nur recht kurz und nicht sehr wild gespielt hatten. Das hat mich dann bewogen, direkt noch beim TA vorbei zu fahren und die Blutuntersuchung jetzt endlich anzuleiern (an der Hitze kann es heute ja unmöglich gelegen haben). Ich bin - nach den Erfahrungen mit Rex - immer noch jedes Mal ganz begeistert, wie toll die Dicke sich beim TA macht. Selbst beim Blutabnehmen saß sie völlig entspannt da und zuckte nicht einmal. Im Gegenteil, man hat den Eindruck, als findet sie beim TA einfach alles toll...

 

 

27. April 2004 – Kein Spielpartner

 

Arme Roberta: irgendwie wollte aber auch gar keiner mit ihr spielen! Auf dem gestrigen Spaziergang war schon weit und breit kein Spielpartner zu sehen: Benji nicht da, Sagus nicht da... So ein Frust! Aber so schnell gibt unsere Dicke ja nicht auf: der da, da vorne am Zaun, der spielt doch sicher mit??? Roberta geht langsam auf den Zaun zu und der neue Kumpel schaut sie neugierig an. Prima. Roberta schnüffelt - Nase an Nase mit dem Neuen, leider durch den blöden Zaun getrennt. Macht doch nichts! Wer wird sich schon durch einen Zaun stören lassen??? Unsere Roberta fordert den Neuen einfach mal mit einer tiefen Verbeugung zum Spiel auf, wedelt und freut sich! Und was macht der blöde Kerl??? Schaut nur irritiert und dreht sich zur Seite - dass Schafe aber auch solche Langweiler sind!!!

Heute dann wieder einmal ein Versuch, mit Buddy zu spielen... Auch da hatte sie keinen Erfolg - Buddy will einfach nicht. Da war ja selbst das Schweineohr heute noch unterhaltsamer: wie immer, wenn Roberta ein Schweineohr bekommt, forderte sie es erst einmal zum Spielen auf: drei-vier tiefe Verbeugungen als Spielaufforderung, ein paar begeisterte Hüpfer um das Ohr herum, ein Stupsen mit der Pfote und ein tiefes Spielknurren, sich heftig wedelnd auf den Boden werfen, aus der Küche sausen (vielleicht spielt das Schweineohr ja eine Runde Nachlaufen mit???) und wieder zurück... Aber auch hier keine Chance: als das Ohr absolut nicht mitspielen wollte, wurde es eben kurzerhand gefressen! 

Jetzt liegt die Dicke auf dem Sofa und träumt mit zuckenden Pfoten von wilden Spielen...

 

 

08. Mai 2004 – Große Neuigkeiten

 

Erst einmal das Wichtigste: Robertas Gesundheit. Die Blutuntersuchung hat tatsächlich ergeben, dass Robertas Schilddrüsenwerte erheblich zu niedrig sind und ihre Schilddrüse nicht richtig arbeitet. Sie bekommt jetzt also auch (wie damals schon Rexi) Euthyrox und damit sollte es eigentlich behoben sein. Allerdings zeigte die Blutuntersuchung einen beängstigenden Mangel an Blutzellen im Bereich der Entzündungszellen und der roten Blutzellen, der schlimmstenfalls auf eine Art Leukämie schließen lassen kann. Natürlich war bei uns erst einmal Panik angesagt... Unsere Tierärztin hat mittlerweile selbst noch einmal ein rotes Blutbild gemacht und da sah alles nicht mehr ganz so dramatisch aus, aber eben immer noch lange nicht im Normalbereich. Die Ultraschalluntersuchung ergab keine Auffälligkeiten, also ist zumindest kein Tumor sichtbar. Roberta bekommt jetzt ein Medikament, das die Blutbildung anregen soll und nach zwei Wochen sollen alle Werte dann noch einmal kontrolliert werden. Wir hoffen sehr, dass dann alles in Ordnung sein wird. Roberta merkt von alle dem auf jeden Fall nichts: sie ist munter und fröhlich wie immer und es geht ihr ausgesprochen gut.

 

Die zweite große Neuigkeit ist klein, langhaarig und sehr, sehr lieb und heißt Timmi! Natürlich blieb Robertas Begeisterung für kleine Hunde nicht lange ohne Folgen: vor etwa zwei Wochen haben wir angefangen, im Internet mal nach kleinen Hunden Ausschau zu halten... Es sollte auf jeden Fall ein alter Hund sein, der sonst wenig Chancen auf eine Vermittlung hätte. Hätten wir Roberta gefragt, so hätte sie uns sicher einen Beagle ans Herz gelegt - Beagle findet sie absolut klasse! Also haben wir auch nach alten Beaglen geschaut, aber keinen passenden gefunden. Dann sind wir plötzlich auf der website des Tierheims Lippstadt auf Timmi gestoßen: ein schwarzes Langhaardackelchen, 9 Jahre alt und superlieb. Ich finde Dackel absolut toll und so sind wir am letzten Sonntag mal hingefahren und haben uns den kleinen Kerl angeschaut. Zwar hatte das Tierheim selbst geschlossen, machten aber wegen des Feiertags einen Waffelverkauf und so konnten wir ein kleines Stück mit Timmi und seiner Patin - einer alten Dame, die täglich mit ihm ging - spazieren gehen. Roberta fand Timmi nett und wedelte ihn freundlich an und damit war unsere Entscheidung eigentlich schon gefallen.

Gestern sind wir dann ins Tierheim gefahren und haben Timmi abgeholt! Roberta hat ihn freundlich begrüßt und Timmi geht auch sehr unbefangen mit unserer Dicken um. Auf dem Heimweg haben wir dem kleinen Kerl noch einen Korb und eine Leine gekauft und ihn beim TA chippen lassen. Timmi hat wohl große Angst vor Katzen und läuft dann in Panik davon: unter diesen Umständen erschien mir ein Chip sehr wichtig. Der Zwerg hat alles mit Fassung über sich ergehen lassen, war dann aber doch sehr müde und schlief zu Hause in seinem neuen Körbchen auch gleich ein. 

Roberta findet die Situation mit dem Neuen in der Wohnung etwas befremdlich und ignoriert ihn im Wesentlichen erst einmal. Gestern Abend hat sie ihn einmal kurz angebrummt, als er im Dunkeln herumgeisterte und zu nah an ihr Körbchen kam aber ansonsten ist sie recht stressfrei. Der Morgenspaziergang mit den Beiden ging recht gut (Timmi darf noch nicht von der Leine, da er überhaupt nicht hört, sich ja noch nicht einmal auskennt und sich auch nicht an uns orientiert), aber das Staff-Dackel-Team sieht absolut lustig aus...! Auf dem Rückweg ist der Kleine einmal etwas erschrocken, als die Berta von hinten an ihn heran kam und hat nach ihr geschnappt, was Roberta allerdings nicht sonderlich interessiert hat. Insgesamt machen sich die Beiden aber ganz gut und sie werden sicherlich bald ein gutes Team.

 

 

16. Mai 2004 – Asta

 

Gestern hat Roberta die Schäfermix-Hündin Asta kennen gelernt und heute waren wir ein zweites Mal zusammen spazieren - es klappt sehr gut! Ich hatte zuerst die allergrößten Bedenken, ob die Beiden wohl miteinander auskommen:

1. Asta ist eine Hündin

2. Asta ist ein Schäfermix

3. Asta ist zuperzickig gegenüber anderen Hunden

4. Roberta kann Schäferhunde nicht so recht leiden (Sagus ausgenommen)

5. Roberta findet Hündinnen oft blöd

6. Roberta lässt keine Einladung zum Pöbeln aus

Das waren tolle Voraussetzungen für den ersten Versuch aber siehe da: nach anfänglichem Leinengerüpel klappte es ganz wunderbar! Zwar sind die Beiden nicht sonderlich aneinander interessiert, aber es gibt auch keinen Stress!

 

Timmi hat sich als sehr verträglich gezeigt: er geht sowohl mit Sagus (unkastrierter großer Rüde), als auch mit Buddy (unkastrierter mittelgroßer Rüde), findet Lara nett und auch Asta macht ihm keine Angst. Freilaufend ist er eigentlich mit allen anderen Hunden sehr verträglich.

Inzwischen haben wir auch gehört, dass Timmi tatsächlich bellen kann: als Nachbarshund Benji ans Tor kam und Timmi dann auch noch erleben musste, dass seine Roberta sich riesig freut, musste er doch mal zeigen, wer der Herr im Haus ist und kläffte am Tor!

Ansonsten lernt Timmi recht schnell und kommt bereits etwas freiwilliger, wenn man ihn ruft. Er ist sehr anhänglich und lieb, nur auf dem Spaziergang hat er eben oft Besseres zu tun, als auf das Rufen zu hören - er wird es schon lernen... Außerdem arbeiten wir am Sitz! und auch das klappt schon von Tag zu Tag besser!

Einen kleinen Streit mit Sagus gab es bei uns im Haus: Sagus meinte, seine Matratze (auf der er nun schon seit Jahren liegt, wenn er bei uns zu Besuch ist) gegen Timmi verteidigen zu müssen. Da Timmi sich auch nichts bieten lässt und kräftig zurückgiftete (natürlich musste sich Roberta dann auch noch einmischen und ihren langjährigen Freund Sagus beschützen) hat Timmi einen kleinen Kratzer am Rücken abbekommen. Ihn selber störte das überhaupt nicht aber wir achten jetzt genau darauf, wer wo liegt solange Sagus im Haus ist... Mittlerweise geht es wieder sehr gut und sehr friedlich mit den beiden Rüden.

 

 

23. Mai 2004 – Neues von Timmi

 

Unser Timmi hat sich wirklich gut eingelebt und es ist schon fast so, als wäre er schon immer da gewesen. Mit Roberta klappt es nach wie vor sehr gut. Momentan testen die Beiden gerade aus, wer sich wohl was erlauben kann: das heißt, es werden "Fremddecken" besetzt... Timmi legt sich sehr gerne auch auf die Matratze und dann natürlich so, dass außer ihm niemand mehr drauf passt. Es ist schon erstaunlich, wie ein so kleiner Zwerg eine so große Matratze besetzen kann :-))) Roberta hingegen muss natürlich immer mal wieder demonstrativ in Timmis Korb sitzen, auch wenn sie ihren dicken Hintern kaum in den kleinen Korb quetschen kann... das funktioniert auch, wenn man eine Decke besetzen will, auf der schon der andere liegt: Roberta stellt es da recht geschickt an, in dem sie sich daneben quetscht und dann im laufe der nächsten Minuten sich so ausbreitet, dass Timmi irgendwann auswandert, weil es ihm zu dicht wird. Timmi ist da schon deutlich dreister: gestern lag Roberta auf ihrem Teppich draußen im Hof, als Timmi angewackelt kam, sich einmal kurz umschaute und sich dann direkt auf Robertas Nase setzte! Die Dicke grunzte zwar etwas unwillig, machte ihm dann aber ein bisschen Platz.

Beim Spielen muss Roberta noch lernen, dass man mit Timmi vorsichtiger spielen muss als mit Lara. Eigentlich ist sie zwar recht vorsichtig, aber offensichtlich nicht immer ausreichend: vor drei Tagen spielten die Beiden im Garten Nachlaufen und Raufen und beim Nachlaufen ist Roberta wohl auf Timmi getreten, der empört quietschte und der Dicken mit lautem Getöse energisch die Zähne zeigte. Roberta war völlig baff und trollte sich sofort. Eine sehr freundliche und vorsichtige Spielaufforderung am späteren Abend von Roberta endete damit, dass Timmi, der sich die Sache wohl gemerkt hatte, sie heftig zusammenstauchte (Roberta zieht dann den Kopf ein und trottet davon). Heute haben die Beiden aber schon wieder ausgiebig im Garten gespielt und die Spielaufforderung ging sogar von Timmi aus - allzu nachtragend ist er also wohl nicht. 

Timmi schätzt den Garten sehr, allerdings sucht er sicht im Gegensatz zu Roberta, die immer Sonnenstellen ausnutzt, gerne ein schattiges Plätzchen unter den Büschen oder im Schatten der Bäume. Da er so klein ist, verschwindet er dann völlig von der Bildfläche, wenn er im hohen Gras liegt und man kann ihn ganz schön suchen - sehr zuverlässig kommen tut er nämlich immer noch nicht. Es ist aber schon etwas besser geworden: auf Spaziergängen kommt er mittlerweile meistens, wenn man ihn ruft. Nur wenn er eine ganz tolle Schnüffelstelle hat, ignoriert er uns noch völlig - wir arbeiten weiter dran.

Ansonsten hat der Kleine bereits Sitz! gelernt, was uns allerdings einiges an Nerven gekostet hat: Wozu Roberta Minuten braucht, um zu begreifen, was wir von ihr wollen, dazu braucht Timmi Wochen!!! Nicht dass er zu dusslig wäre, er sieht es einfach nicht ein! Wenn er etwas tun soll, ist er einfach stur wie ein Panzer und selbst das beste Leckerchen wird uninteressant, wenn man es nur für Leistung bekommt. Seltsamerweise lernt er auf Spaziergängen deutlich besser - da ist er einfach besser drauf und etwas gnädiger gestimmt :-)))

Auf jeden Fall teilt Timmi aber Robertas Begeisterung für abgemähte Wiesen und ist beim Toben zu erstaunlicher Geschwindigkeit fähig! Trotzdem ist es zum Schreien komisch, wenn er versucht, hinter Roberta herzujagen und mit wehenden Ohren über die Wiese saust. Roberta bekommt oft nicht einmal mit, dass er versucht, hinter ihr herzukommen. Wenn sie es mitbekommt, läuft sie ab und zu einen Bogen weit um ihn herum und holt dann Timmi von hinten wieder ein. Timmi stoppt kurz, wenn er sie von hinten angerast kommen hört und duckt sich und selbst unser Trampelchen ist so nett, über ihn drüber zu springen, statt ihn umzurennen. Kaum ist sie über ihn weggefegt, nimmt er dann die Verfolgung wieder auf!

Alles in allem sind wir erstaunt und erfreut, zu was für einem selbstbewussten, fröhlichen und bewegungsfreudigen Hund sich Timmi entwickelt hat. Wenn wir nach Hause kommen, übertrifft er Robertas Freudentanz fast noch und springt und wedelt um uns herum, wobei er genau aufpasst, nicht hinter Roberta zu geraten, die ihn sonst schon mal beim Wedeln heftig mit dem Schwanz im Gesicht erwischt - man hat es nicht so ganz einfach als so kleiner Hund mit einer so großen Kameradin! 

Insgesamt ist Timmi sehr anhänglich und immer da zu finden, wo wir auch sind. So kann man ihn beim Spaziergang gut ableinen: er hört zwar (noch!) nicht gut, aber er läuft immer gut mit und passt auf, dass er nicht verloren geht. Da er abgeleint auch mit allem und jedem verträglich ist, ist es auch nicht ganz so tragisch, wenn er nicht auf Rufen sofort angesaust kommt.

 

 

23. Mai 2004 – Wieder einmal Tierarzt

 

Robertas Blutwerte sind da und zum Glück ist wieder alles im Normbereich!!! Ihre häufige Mattigkeit wird wohl wahrscheinlich trotz der Schmerztabletten von den Rückenschmerzen herkommen. Unsere TA meinte auch, ihre Wirbelsäule sähe auf dem Röntgenbild so katastrophal aus, dass sie sich gut vorstellen kann, dass die Schmerzmittel nicht ganz helfen. Sie rät uns auch zu einer Goldakupunktur und ich werde Roberta dann einmal zu der empfohlenen TA in Kamen bringen. Zusätzlich wollten wir uns in der Tierklinik erkundigen, ob man da nicht auch operativ an der Knochenwucherung etwas machen kann.

Timmi hat immer noch so trockene und schuppige Haut, die ihn auch sehr juckt. Er hat jetzt ein Lotionspray bekommen, das ganz gut helfen soll. Momentan sieht er aus wie ein Streuselkuchen, weil er immer nach dem Einsprühen in den Garten rennt und sich angewidert wälzt - in dem eingekremten Fell bleibt dann alles schön hängen...

 

 

02. Juni 2004 – Krach mit Asta

 

Roberta war heute mit Christian spazieren, der sich mit Corinna und Asta verabredet hatte. Roberta lief schon ohne Leine, als Asta angelaufen kam und wurde von Christian auch nicht angeleint - schließlich kennen sich die beiden Hündinnen ja... Roberta sah das wohl etwas anders und ging rüpelnd auf Asta zu und drehte sie erst einmal auf den Rücken. Asta war völlig überrascht und blieb auf dem Rücken liegen und Roberta wurde von Christian weggeholt - zum Glück hat Asta nicht einmal einen Kratzer abbekommen. Roberta musste ein Stück an der Leine laufen und als alles wieder ruhiger war, ging es auch ohne Leine wieder ganz problemlos.

Am Ende des Spaziergangs sprang dann allerdings Roberta - kaum dass die Klappe aufging - in Corinnas Auto auf Astas Platz, was Asta dann dazu veranlasste, hinterher zu springen und nun ihrerseits erst einmal Roberta zu verprügeln... Da hatten sich die Beiden dann das zweite Mal, diesmal im engen Kofferraum von Corinnas Kombi! Aber auch hier waren sie problemlos zu trennen und beide Hündinnen hatten keine Schrammen abbekommen!

 

 

05. Juni 2004 – Gestank

 

Wir waren heute mit Buddy und Asta spazieren und die beiden Mädels haben sich wieder ganz gut vertragen, d.h. sie gehen sich im wesentlichen aus dem Weg. Roberta, die heute sehr verspielt war und nur Flausen im Kopf hatte, hätte wohl auch ganz gerne mit Asta gespielt, die ließ sich aber auf nichts ein. Auch Buddy hat - wie immer - auf Robertas Spielaufforderungen nur unwillig reagiert und gebrummt, so dass für Roberta der Höhepunkt des Spaziergangs der Fund eines tollen Stöckchens war, das sie eine Weile mitgeschleppt hat.

Timmi hat sich ausgiebig in etwas gewälzt, was verdächtig nach Durchfallhäufchen eines anderen Hundes roch!!! Der ganze Dackel stank schon im Freien ganz fürchterlich und zog auf dem gesamten Spaziergang eine Wolke Mief hinter sich her. Ganz schlimm war es dann im Auto! Zum Glück war das Wetter wieder etwas besser, so dass wir mit offenen Fenstern fahren konnten - trotzdem war der Gestank kaum auszuhalten!!! Zu Hause angekommen, haben wir Timmi direkt in die Badewanne verfrachtet und gründlichst shampooniert - jetzt liegt er nass und beleidigt in seinem Korb und würdigt uns keines Blickes!

 

 

11. Juni 2004 – Zickenalarm

 

Roberta probt den Aufstand! Es nervt!!! Wir nehmen an, dass es eine verspätete Was-sucht-der-kleine-Dackel-hier-Reaktion ist, denn so hat sich Roberta hier noch nie benommen. Als ich gestern nach Hause kam, kam mir Timmi freudestrahlend entgegen gewedelt und Roberta war weg. Aha, wieder mal das Gästebett, dachte ich. Aber nein, weit gefehlt: Madam kam von oben die Treppe herunter! So was hat es ja seit dem ersten Tag im Haus noch nie wieder gegeben! Sie wusste auch genau, dass es nicht erlaubt ist, denn ich brauchte gar nichts zu sagen (konnte ich auch im ersten Moment gar nicht, so baff war ich): die Dicke kam auf dem Bauch die Treppe runter gekrabbelt und schlich sich immer noch auf dem Bauch kriechend an mir vorbei zur Türe raus... Hoppla!

Nach dem ich meinen ersten Schock überwunden hatte, rannte ich zuerst die Treppe hoch und machte eine schnelle Aufrufkontrolle bei den Nagern: alle wohlbehalten, sogar das Gastkaninchen, dessen Käfig offen auf dem Boden stand - zum Glück!

Seit dieser Aktion probiert sie es ständig! Sie weiß zwar genau, dass sie es nicht darf und zieht sofort den Kopf ein, wenn sie erwischt wird, aber trotzdem erwische ich sie ewig oben oder auf der Treppe... Nun haben wir die Tür wieder vom Dachboden geholt und eingehängt, so dass wir oben zumachen können - so ein Sch...!

Dann hört sie auf einmal nicht mehr, wenn sie im Garten ist und wir sie reinrufen. Wenn sie merkt, dass sie rein soll, dreht sie sogar um und verkrümelt sich trotz energischer Aufforderung. Mit entsprechender Lautstärke ist sie dann zwar zu beeindrucken aber wir sind solche Aktionen einfach nicht von Roberta gewohnt.

Und zu guter Letzt besetzt sie seit heute Nachmittag ständig Timmis Körbchen. Sie kriegt zwar ihren dicken Hintern kaum in das kleine Körbchen gequetscht, liegt aber lieber unbequem, als dem Stöpsel seinen Platz zu lassen... Ich habe sie heute schon 4 Mal rausgescheucht. Timmi trägt es zum Glück mit Gleichmut...

Nun, ich denke, wir werden Robertas Trotzphase einfach durchstehen müssen und hoffen, dass sich das alles wieder legt. Hoffentlich fallen ihr nicht noch dollere Sachen ein...

Ansonsten hat Roberta für den 13.06.04 einen Termin bei Dr. Schulze in Kamen zur Goldimplantation und wir hoffen sehr, dass wir die Dicke so endlich schmerzfrei bekommen. Momentan läuft sie wieder sehr schlecht - das trägt sicher auch zu ihrer aufmüpfigen Laune bei.

 

 

22. Juni 2004 – kranke Hunde

 

Hilfe, beide Hunde sind krank! Timmi humpelte plötzlich nach dem Spielen mit Roberta ganz fürchterlich und wir waren die letzten Tage  3 Mal mit ihm beim Tierarzt: er hat eine Bänderdehnung in der Schulter, die ihm arge Schmerzen bereitet. Nachdem er die ersten Tage trotz mehrerer Spritzen fast gar nicht laufen konnte, geht es mittlerweile etwas besser, aber er muss noch Schmerzmittel bekommen und er darf nur ganz kurze Strecken an der Leine gehen. Unsere Tierärztin warnte uns schon vor, dass so etwas durchaus länger dauern kann! Immerhin hat eine Röntgenaufnahme ergeben, dass die Knochen völlig in Ordnung sind und er auch nicht - wie vermutet - unter Arthrose leidet. Mittlerweile wird er schon echt sauer, dass er nicht laufen darf und muss ständig gebremst werden, damit er nicht wie verrückt durch das Haus oder den Garten tobt. Wenn man nicht aufpasst, springt er wie ein kleiner Gummiball um die Berta herum und bettelt um ein kleines Spielchen...

Tja, und unsere Roberta... Seit einigen Tagen schon hat sie wieder starke Rückenschmerzen und geht sehr schlecht. Nun hoffen wir ja auf den Termin im Juli, wo sie die Goldimplantate bekommen soll. Seit vorgestern nun humpelt sie stark und geht auch öfter nur auf drei Beinen, das hintere rechte Bein zieht sie dabei hoch. Auslöser war ein kleiner Unfall im Garten, wo sie beim Toben aus der Kurve geflogen ist und da auch laut gequietscht hat. Zunächst gingen wir davon aus, dass sie sich den Rücken schmerzhaft verdreht hat, ein Besuch beim Tierarzt hat allerdings ergeben, dass die Schmerzen aus dem Knie kommen. Unsere arme Berta hat sich das Kreuzband verletzt! Es konnte bei der Untersuchung nicht genau festgestellt werden, ob es nur angerissen oder ganz durch ist, da Roberta hinten sehr muskelbepackt ist und bei der Untersuchung - die sehr schmerzhaft war - dagegen gehalten hat. Jetzt darf sie erst einmal nicht von der Leine (Hilfe, ausgerechnet unser Powerpaket!), kann nicht ins Auto springen, keine Stufen gehen und nicht rennen. Für eine genauere Untersuchung morgen muss sie wohl sediert werden und wenn sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss erhärtet, wird sie gleich operiert. 

Sehr stolz bin ich auf unsere Dicke, was ihr Verhalten beim Tierarzt angeht: die Untersuchung war super schmerzhaft und sie hat heftigst gejault und gequietscht. Dazu dauerte die schmerzhafte Untersuchung noch recht lange. Trotzdem war unsere Maus nur lieb und freundlich, leckte der Tierärztin beschwichtigend die Hand und wedelte sofort wieder, als alles vorbei war - zu grummeln oder zu zappeln kam ihr gar nicht in den Sinn! Tapferes Mädchen!

Was unseren Urlaub angeht, so wird er wohl wieder einmal gestrichen werden! Wenn ich zwei OPs bezahlen muss, wird die Urlaubskasse mit Sicherheit wieder leer sein! Nachdem wir die letzten zwei Sommerurlaube schon im heimischen Garten verbracht haben, weil es Rexi nicht gut genug ging, hatten wir uns eigentlich auf drei schöne Wochen mit den Hunden am Meer gefreut... Aber Hauptsache ist schließlich, dass die beiden Wuffel wieder auf die Beine kommen.

 

 

02. Juli 2004 – Hilfe, die Berta ist weg!!!

 

Heute bin ich sicherlich in 10 Minuten um 10 Jahre gealtert: die olle Berta war verschwunden!!! Ich kam von der Arbeit nach Hause und schließe fröhlich die Türe auf - voller Vorfreude auf die beiden Hundchen! Timmi wedelte hinter der Tür, von Roberta war nichts zu sehen... Sofort hatte ich den bösen Verdacht: sie ist wieder oben und vielleicht hat sie die Mäuse gefressen und traut sich nicht runter??? Die Tür oben an der Treppe ist offen... Scheiße! Vergessen!!! Ich rief die Berta und sauste unten durch alle Räume - nichts! Da sie eigentlich sofort kommt, wenn ich rufe, geriet ich so langsam in Panik! Die Berta ist nicht fit, vielleicht hat sie sich weh getan und liegt irgendwo und kann nicht aufstehen??? Ich raste die Treppe hoch und suchte in allen Zimmern - keine Berta! Spätestens da war ich mit den Nerven völlig zu Fuß! Wieder runter - alles absuchen (sogar unter dem Gästebett und im Schrank - was für ein Blödsinn!) - keine Berta! Noch Mal hoch - gleiches Programm oben - keine Berta!

Mittlerweile war ich mir sicher, dass etwas Fürchterliches passiert war! Bestimmt war der Hund verunglückt und Christian hatte ihn zum Tierarzt gebracht... Allerdings hing Bertas Halsband am Haken...

Schließlich - ich stand gerade im Gästezimmer und überprüfte noch einmal Robertas Lieblingsplätze - machte ich das Fenster auf und pfiff in den Garten. Und wer kam da im strömenden Regen hinter der Miste hervorgekrochen: mein armer, wasserscheuer Hund!!! Irgendwie muss sie es in der Hektik heute Morgen geschafft haben, in den Garten zu schlüpfen und niemand hatte sie vermisst! Mittlerweile regnete es schon seit einer Stunde und die olle Berta war völlig durchnässt!!! Nach einer stürmischen Begrüßung verkroch sich mein armer nasser Hund sofort in seinen Korb und schlief erst einmal ausgiebig. Ihre Lektion hat sie auf jeden Fall gelernt: den ganzen restlichen Tag war sie nicht einmal in der Nähe der Tür zu sehen...!

 

 

04. Juli 2004 – wie geht es nun weiter?

 

Die beste Nachricht ist, dass Timmi wieder gut läuft und auch ohne Tabletten schmerzfrei ist! Wir sind sehr erleichtert - der arme kleine Kerl hatte wirklich keine schöne Zeit.

Roberta läuft auch etwas besser, was bedeutet, die meiste Zeit bewegt sie sich auf 4 Pfoten vorwärts... Wir haben lange überlegt, was nun zu tun ist: hätten wir die Untersuchung für ihr Knie bei unserem TA in Vollnarkose machen lassen, dann hätten wir den Termin für ihre OP in Sachen Goldimplantate verschieben müssen - zwei Narkosen in so kurzer Zeit wären ein unnötiges Risiko gewesen. Die Entscheidung war nicht ganz einfach - zwar läuft sie besser, aber bei weitem nicht schmerzfrei und ohne Rimadyl geht gar nichts. Andererseits ist schwer zu entscheiden, wo der Schmerz herkommt: vom Rücken (der mit jedem Tag mehr Probleme macht) oder vom Knie... Wir haben uns nun so entschieden, dass wir die olle Berta weiter schonen und erst einmal die Rücken-OP machen lassen. In der Narkose bzw. bei der sog. "Schlafspritze" wird dann von der TÄ auch gleich Robertas Knie genauer untersucht und die Ergebnisse werden an unseren TA weitergegeben. Sollte es tatsächlich ein Bänderriss sein, so kann er auch noch nach der Rücken-OP gerichtet werden. Wir hoffen das Beste!

 

 

08. Juli 2004 – Angst allein im Garten

 

Roberta hat ihren ungeplanten Ausflug in den Garten offensichtlich in nicht allzu guter Erinnerung behalten: heute war schönes Wetter und so habe ich meine kleine Sonnenanbeterin mit in den Garten genommen. Auffällig war, dass Roberta brav bei mir oben im Hof geblieben ist, obwohl da gar keine Sonne mehr war - runter in den Garten wollte sie nicht! Als ich dann runter gegangen bin, um weiter unten Gras für die Kaninchen zu schneiden, ging sie begeistert mit und legte sich genüsslich in die Sonne. Sobald ich aber den Korb voll Grünfutter hatte und nach oben ging, sprang sie besorgt auf und sauste ins Haus: ganz offensichtlich möchte sie sicher gehen, dass ihr so eine Panne nicht noch einmal passiert! 

Am nächsten Dienstag ist Robertas Termin für die Goldimplantate und ich werde schon fürchterlich nervös. Hoffentlich geht alles gut und hoffentlich kann die olle Berta dann bald wieder schmerzfrei laufen!

 

 

14. Juli 2004 – Goldakupunktur

 

Gestern war nun also Robertas großer Tag! Um 16.00 Uhr hatten wir den Termin und wollten so um 14.30 Uhr losfahren - verfahren und Stau mit eingerechnet... Leider kam ich etwas später aus der Schule und so konnte ich mit den Hunden mittags nur eine kleine Runde im Wald drehen. Auf dem Rückweg vom Spaziergang brachte ich Roberta gleich ins Auto und wollte direkt los, sobald ich Timmi ins Haus gebracht hatte. Da hatte ich allerdings die Rechnung ohne den Dackel gemacht: Timmi schaute begeistert zu, wie Roberta ins Auto gehoben wurde (sie kommt gar nicht mehr alleine hinein) und wedelte schon erwartungsvoll. Tja, und dann ging die Klappe zu und Timmi war nicht eingeladen worden... Er schaute reichlich empört zur Heckklappe auf und wollte auch ins Auto. Ich rief ihn und ging Richtung Haus, aber Timmi dachte gar nicht daran, mitzukommen - er wollte schließlich auch ins Auto! Also zurück, um den Dackel zu holen. Denkste! Er wusste genau, was ich wollte und kam auf mein Rufen einfach nicht. Ich versuchte dann, ihn abzuholen und am Halsband zu nehmen, aber natürlich passte das nicht in seinen Plan und so lief er immer in einem kleinen Bogen um mich herum zurück zum Auto.  Schließlich hatte ich genug von derlei Frechheiten und wurde entsprechend laut. Timmi kam dann auch brav angeschlichen und um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, schnappte ich ihn mir kurzerhand und trug ihn zum Haus. Normalerweise wird er nicht getragen, sondern "überzeugt" und muss hören aber die Zeit wurde so langsam knapp.  Kaum hatte ich ihn im Haus abgesetzt, sauste der freche Kerl an mir vorbei zu Tür und Hoftor hinaus und war schon wieder auf halbem Weg zum Auto!!! Mein mittlerweile ernsthaft böser Tonfall brachte ihn jedoch dazu, kehrt zu machen und ins Haus zu gehen. Als ich endlich losfahren konnte, stand er hinter der Tür und jaule zum Steinerweichen, der arme Kerl - er war schließlich noch nie ohne die Berta zurückgelassen worden.

Bei Dr. Schulze in Kamen angekommen, bekam die olle Berta eine Schlafspritze und sackte nach kürzester Zeit mitten beim begeisterten Schwanzwedeln in sich zusammen und schlief tief und fest. Roberta wurde auf eine Handtuchrolle auf den Behandlungstisch gelegt, so dass der Rücken ganz gerade war und die Hinterbeine über die Tischkante nach unten hingen. Am Röntgenbild zeigte uns Dr. Schulze genau, welche Wirbel er warum akupunktieren will und schon ging es los: während Roberta tief und laut prustend schlief, wurde sie rasiert und Dr. Schulze tastete jeweils kurz und stach dann mit einer langen Kanüle rechts und links neben der Wirbelsäule tief ein. Durch die Kanüle kamen jeweils zwei Stücke Golddraht tief ins Gewebe. Das Ganze dauerte keine 20 Minuten und war fast völlig unblutig. Schließlich wurde noch Robertas Knie untersucht und zu unserer großen Erleichterung ist es doch kein Kreuzbandriss und muss also auch nicht operiert werden - super! Sie hatte sich das Knie doch wohl nur ordentlich verdreht!

Roberta bekam eine Aufwachspritze und durfte auf einer Decke ausschlafen. Nach einer halben Stunde war sie wieder ganz wach, aber noch ein wenig wacklig auf den Beinen. So ganz geheuer war ihr die Sache nicht: zwar war das erste Zeichen, dass sie aufwachte (noch bevor sie ein Auge öffnete) ein Schwanzwedeln (dieser Hund ist eigentlich immer sonnig gelaunt...) aber zum ersten Mal strebte sie dann doch energisch aus der Praxis hinaus (sonst kann sie ja immer gar nicht genug bekommen beim TA).

Zu Hause angekommen, hielten wir erst einmal zum Spaziergang an ihrem gewohnten Spazierweg und sie tobte sehr fröhlich und ausgelassen über die Wiesen und buddelte nach Mäusen. Nach einer halben Stunde war sie etwas müde aber gut gelaunt und sprang sogar selbst ins Auto! Sie darf von nun an alles tun (bewegungstechnisch!!!), was sie möchte. Die ersten zwei Wochen sollen wir sie etwas bremsen, falls sie mehr machen will, als sie bisher gemacht hat aber dann ist alles erlaubt, sogar Agility! Das alles natürlich vorausgesetzt, die Behandlung hat den gewünschten Erfolg und Roberta ist schmerzfrei (wir glauben fest daran!).

Zu Hause angekommen, wurden wir von Timmi überschwänglich begrüßt, der den ganzen Abend um Roberta herumwuselte und sie gar nicht aus den Augen lassen wollte. Roberta war den Abend über recht unruhig und der Rücken schien sie ab und an zu "zwicken": dann sprang sie auf und schaute nach hinten. Nachts hat sie aber geschlafen und heute ist sie schon wieder ganz die Alte, saust umher und ist ausgesprochen verspielt und albern!

 

 

15. Juli 2004 – Unfaires Spielchen

 

Timmi war heute in ausgesprochener Spiellaune und sehr albern. Roberta lag nichts ahnend auf ihrer Matratze und schlief, als Timmi angesaust kam. Er schaute sich kurz um und rannte dann mit frechem Gekläffe auf die völlig verdutzte Berta zu und zwickte sie kräftig in die Halswolle. Während Roberta (die nicht gerade für ihre schnelle Denkweise bekannt ist) noch überlegte, was das wohl soll, war Timmi schon einen Meter zurück gehopst und griff erneut an: wieder mit lautem "Kampfgekläffe" und wieder mit einem kräftigen Zwicker in Robertas Hals. Nun hatte Roberta auch begriffen, was das soll und spielte begeistert mit. Nach ein paar Runden um den Couchtisch - mal Roberta hinter Timmi her, mal umgekehrt - wurde unserem Kleinen das Spielchen zu wild und er sauste unter die Couch. Von dort aus kläffte er dann auffordernd und immer, wenn die Große vor der Couch auftauchte, schoss er kurz vor, um sie zu zwicken und verschwand dann wieder rückwärts unter die schützende Couch... Nicht ganz fair, das Spielchen, aber Roberta spielte trotzdem brav eine ganze Weile mit, bevor sie genug hatte und den Zwerg einfach stehen ließ.

 

Roberta geht nach wie vor sehr schlecht. Zwar hat Dr. Schulze ausdrücklich gesagt, wir müssten der Sache mindestens 2 Wochen Zeit geben, aber wir machen uns natürlich trotzdem jede Menge Sorgen... Hoffentlich wird für die Dicke alles gut! 

 

 

22. Juli 2004 – Fortschritte???

 

Heute machte sich bei uns das erste Mal echte Hoffnung breit, dass mit Robertas Rücken doch noch alles gut wird - genau genommen haben wir uns heute das erste Mal überlegt, dass wir die Berta wieder hin bringen und das Gold entfernen lassen: der Hund ist ein kaum zu bändigender Springfloh! Sie war schon seit zwei Tagen sehr verspielt und heute lief sie auf dem abendlichen Spaziergang sehr gut (Mittags ist es ihr zu heiß gewesen) und spielt und tobt wie schon lange nicht mehr! Eben habe ich den Hunden noch ein Rinderohr aus dem Keller geholt und Roberta sprang mir vor Begeisterung fast bis zur Nasenspitze: wenn das so weiter geht, müssen wir uns wohl eingestehen, dass ein Teil von Robertas gutem Benehmen nicht auf Erziehung zurück zu führen war, sondern auf ihre Rückenprobleme...:-)))

Aber es war sehr schön anzusehen, wie frei und beweglich sie heute lief und wie albern und spielverrückt sie auch zu Hause war - hoffentlich, hoffentlich wird alles gut!

 

 

26. Juli 2004 – Zwergenaufstand

 

Timmi probte heute den Zwergenaufstand: er meinte, sein Spielzeug verteidigen zu wollen! Beide Hunde hatten vom Einkauf ein Quietschespielzeug mitgebracht bekommen und selbst Timmi, der sonst nicht so sehr viel von Spielzeug hält, schleppte sein Quietschi zufrieden in seinen Korb und nagte ein wenig drauf rum. Allerdings biss er nicht fest genug drauf, so dass es nicht quietschte. Als ich ihm "vorquietschen" wollte und nach dem Quietschi griff, legte er den Kopf auf sein Spielzeug und knurrte mich an und versuchte sogar, nach meiner Hand zu schnappen. Also haben wir ein paar Mal "Spielzeug wegnehmen" geübt, wobei er immer, wenn ich ihm das Quietschi abgenommen habe, ein Lecker bekam und dann sein Spielzeug zurück. Mit dem Spielzeug hat er es schnell akzeptiert, beim Rinderohr gab's dann allerdings wieder Diskussionsbedarf. Immerhin haben wir es schon im zweiten Versuch dann geschafft, dass er das Rinderohr ohne Knurren abgegeben hat - natürlich bekam er es dann auch gleich mit einem dicken Lob wieder. Wir werden das weiter üben...

 

 

26. Juli 2004 – Toben

 

Nachdem Roberta gestern sehr schlecht ging, war sie heute sehr munter und lauffreudig. Wir haben mittags und abends je eine - für ihre momentanen Verhältnisse - lange Runde gedreht und sie lief gut und locker mit. Wir haben ein bisschen Platz! Bleib! geübt und auch Timmi begreift so langsam, wie das Spiel geht. Mittlerweile kann Roberta liegen bleiben, wenn ich ca. 150 Meter weitergehe (Timmi geht dann mit mir mit) und sie abrufe, Timmi schafft immerhin schon 3 Meter, wenn Roberta neben ihm liegen bleibt. Ich rufe Timmi dann ab und Roberta muss liegen bleiben, bis sie auch gerufen wird. Das klappt eigentlich schon ganz gut.

Als ich abends noch im Garten Johannisbeeren geholt habe, tobten beide Hunde noch ausgiebig im Garten. Roberta hat sich seit langem Mal wieder so richtig ausgetobt und raste voller Begeisterung im Garten auf und ab - das hat sie wirklich schon lange nicht mehr gemacht! Timmi spielte eine Weile begeistert mit Nachlaufen, aber dann wurde ihm die Berta zu wild und er flüchtete sich unter die Johannisbeersträucher. Seit er begriffen hat, dass er dank seiner Größe an Orte flüchten kann, wo die olle Berta nicht hinkommt, geht er mit Robertas rauem Spiel viel gelassener um und verkrümelt sich einfach, wenn es ihm zu stürmisch wird. Ansonsten hat er auch keine Scheu, der Dicken die Zähne zu zeigen, wenn sie ihm zu frech wird :-))

 

 

29. Juli 2004 – Restaurantbesuch

 

Roberta ist ja absolut problemlos was Restaurantbesuche angeht: sie legt sich auf den angewiesenen Platz unter dem Tisch und rührt sich nicht mehr groß bis wir gehen. Wir sind schon öfter beim Rausgehen von Leuten angesprochen worden, die bis dahin gar nicht gemerkt hatten, dass wir einen Hund dabei hatten.

Nun sollte Timmi also auch das erste Mal mitkommen. In der Hoffnung, dass an einem Donnerstag das Lokal recht leer sein würde, hatten wir beim Maredo einen Tisch in einer Ecke vorbestellt und zogen mit beiden Hunden los. Roberta ließ sich wie immer prob