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2004

 

 

08. Mai 2004 – Große Neuigkeiten

16. Mai 2004 – Asta

23. Mai 2004 – Neues von Timmi

23. Mai 2004 – Wieder einmal Tierarzt

02. Juni 2004 – Krach mit Asta

05. Juni 2004 – Gestank

11. Juni 2004 – Zickenalarm

22. Juni 2004 – kranke Hunde

02. Juli 2004 – Hilfe, die Berta ist weg!!!

04. Juli 2004 – wie geht es nun weiter?

08. Juli 2004 – Angst allein im Garten

14. Juli 2004 – Goldakupunktur

15. Juli 2004 – Unfaires Spielchen

22. Juli 2004 – Fortschritte???

26. Juli 2004 – Zwergenaufstand

26. Juli 2004 – Toben

29. Juli 2004 – Restaurantbesuch

31. Juli 2004 – Sommer

12. September 2004 – Hektische Wochen

12. September 2004 – große Neuigkeiten

28. September 2004 – Leinentraining

11. Dezember 2004 – Neuigkeiten

 

 

 

 

08. Mai 2004 – Große Neuigkeiten

 

Erst einmal das Wichtigste: Robertas Gesundheit. Die Blutuntersuchung hat tatsächlich ergeben, dass Robertas Schilddrüsenwerte erheblich zu niedrig sind und ihre Schilddrüse nicht richtig arbeitet. Sie bekommt jetzt also auch (wie damals schon Rexi) Euthyrox und damit sollte es eigentlich behoben sein. Allerdings zeigte die Blutuntersuchung einen beängstigenden Mangel an Blutzellen im Bereich der Entzündungszellen und der roten Blutzellen, der schlimmstenfalls auf eine Art Leukämie schließen lassen kann. Natürlich war bei uns erst einmal Panik angesagt... Unsere Tierärztin hat mittlerweile selbst noch einmal ein rotes Blutbild gemacht und da sah alles nicht mehr ganz so dramatisch aus, aber eben immer noch lange nicht im Normalbereich. Die Ultraschalluntersuchung ergab keine Auffälligkeiten, also ist zumindest kein Tumor sichtbar. Roberta bekommt jetzt ein Medikament, das die Blutbildung anregen soll und nach zwei Wochen sollen alle Werte dann noch einmal kontrolliert werden. Wir hoffen sehr, dass dann alles in Ordnung sein wird. Roberta merkt von alle dem auf jeden Fall nichts: sie ist munter und fröhlich wie immer und es geht ihr ausgesprochen gut.

 

Die zweite große Neuigkeit ist klein, langhaarig und sehr, sehr lieb und heißt Timmi! Natürlich blieb Robertas Begeisterung für kleine Hunde nicht lange ohne Folgen: vor etwa zwei Wochen haben wir angefangen, im Internet mal nach kleinen Hunden Ausschau zu halten... Es sollte auf jeden Fall ein alter Hund sein, der sonst wenig Chancen auf eine Vermittlung hätte. Hätten wir Roberta gefragt, so hätte sie uns sicher einen Beagle ans Herz gelegt - Beagle findet sie absolut klasse! Also haben wir auch nach alten Beaglen geschaut, aber keinen passenden gefunden. Dann sind wir plötzlich auf der website des Tierheims Lippstadt auf Timmi gestoßen: ein schwarzes Langhaardackelchen, 9 Jahre alt und superlieb. Ich finde Dackel absolut toll und so sind wir am letzten Sonntag mal hingefahren und haben uns den kleinen Kerl angeschaut. Zwar hatte das Tierheim selbst geschlossen, machten aber wegen des Feiertags einen Waffelverkauf und so konnten wir ein kleines Stück mit Timmi und seiner Patin - einer alten Dame, die täglich mit ihm ging - spazieren gehen. Roberta fand Timmi nett und wedelte ihn freundlich an und damit war unsere Entscheidung eigentlich schon gefallen.

Gestern sind wir dann ins Tierheim gefahren und haben Timmi abgeholt! Roberta hat ihn freundlich begrüßt und Timmi geht auch sehr unbefangen mit unserer Dicken um. Auf dem Heimweg haben wir dem kleinen Kerl noch einen Korb und eine Leine gekauft und ihn beim TA chippen lassen. Timmi hat wohl große Angst vor Katzen und läuft dann in Panik davon: unter diesen Umständen erschien mir ein Chip sehr wichtig. Der Zwerg hat alles mit Fassung über sich ergehen lassen, war dann aber doch sehr müde und schlief zu Hause in seinem neuen Körbchen auch gleich ein. 

Roberta findet die Situation mit dem Neuen in der Wohnung etwas befremdlich und ignoriert ihn im Wesentlichen erst einmal. Gestern Abend hat sie ihn einmal kurz angebrummt, als er im Dunkeln herumgeisterte und zu nah an ihr Körbchen kam aber ansonsten ist sie recht stressfrei. Der Morgenspaziergang mit den Beiden ging recht gut (Timmi darf noch nicht von der Leine, da er überhaupt nicht hört, sich ja noch nicht einmal auskennt und sich auch nicht an uns orientiert), aber das Staff-Dackel-Team sieht absolut lustig aus...! Auf dem Rückweg ist der Kleine einmal etwas erschrocken, als die Berta von hinten an ihn heran kam und hat nach ihr geschnappt, was Roberta allerdings nicht sonderlich interessiert hat. Insgesamt machen sich die Beiden aber ganz gut und sie werden sicherlich bald ein gutes Team.

 

 

16. Mai 2004 – Asta

 

Gestern hat Roberta die Schäfermix-Hündin Asta kennen gelernt und heute waren wir ein zweites Mal zusammen spazieren - es klappt sehr gut! Ich hatte zuerst die allergrößten Bedenken, ob die Beiden wohl miteinander auskommen:

1. Asta ist eine Hündin

2. Asta ist ein Schäfermix

3. Asta ist zuperzickig gegenüber anderen Hunden

4. Roberta kann Schäferhunde nicht so recht leiden (Sagus ausgenommen)

5. Roberta findet Hündinnen oft blöd

6. Roberta lässt keine Einladung zum Pöbeln aus

Das waren tolle Voraussetzungen für den ersten Versuch aber siehe da: nach anfänglichem Leinengerüpel klappte es ganz wunderbar! Zwar sind die Beiden nicht sonderlich aneinander interessiert, aber es gibt auch keinen Stress!

 

Timmi hat sich als sehr verträglich gezeigt: er geht sowohl mit Sagus (unkastrierter großer Rüde), als auch mit Buddy (unkastrierter mittelgroßer Rüde), findet Lara nett und auch Asta macht ihm keine Angst. Freilaufend ist er eigentlich mit allen anderen Hunden sehr verträglich.

Inzwischen haben wir auch gehört, dass Timmi tatsächlich bellen kann: als Nachbarshund Benji ans Tor kam und Timmi dann auch noch erleben musste, dass seine Roberta sich riesig freut, musste er doch mal zeigen, wer der Herr im Haus ist und kläffte am Tor!

Ansonsten lernt Timmi recht schnell und kommt bereits etwas freiwilliger, wenn man ihn ruft. Er ist sehr anhänglich und lieb, nur auf dem Spaziergang hat er eben oft Besseres zu tun, als auf das Rufen zu hören - er wird es schon lernen... Außerdem arbeiten wir am Sitz! und auch das klappt schon von Tag zu Tag besser!

Einen kleinen Streit mit Sagus gab es bei uns im Haus: Sagus meinte, seine Matratze (auf der er nun schon seit Jahren liegt, wenn er bei uns zu Besuch ist) gegen Timmi verteidigen zu müssen. Da Timmi sich auch nichts bieten lässt und kräftig zurückgiftete (natürlich musste sich Roberta dann auch noch einmischen und ihren langjährigen Freund Sagus beschützen) hat Timmi einen kleinen Kratzer am Rücken abbekommen. Ihn selber störte das überhaupt nicht aber wir achten jetzt genau darauf, wer wo liegt solange Sagus im Haus ist... Mittlerweise geht es wieder sehr gut und sehr friedlich mit den beiden Rüden.

 

 

23. Mai 2004 – Neues von Timmi

 

Unser Timmi hat sich wirklich gut eingelebt und es ist schon fast so, als wäre er schon immer da gewesen. Mit Roberta klappt es nach wie vor sehr gut. Momentan testen die Beiden gerade aus, wer sich wohl was erlauben kann: das heißt, es werden "Fremddecken" besetzt... Timmi legt sich sehr gerne auch auf die Matratze und dann natürlich so, dass außer ihm niemand mehr drauf passt. Es ist schon erstaunlich, wie ein so kleiner Zwerg eine so große Matratze besetzen kann :-))) Roberta hingegen muss natürlich immer mal wieder demonstrativ in Timmis Korb sitzen, auch wenn sie ihren dicken Hintern kaum in den kleinen Korb quetschen kann... das funktioniert auch, wenn man eine Decke besetzen will, auf der schon der andere liegt: Roberta stellt es da recht geschickt an, in dem sie sich daneben quetscht und dann im laufe der nächsten Minuten sich so ausbreitet, dass Timmi irgendwann auswandert, weil es ihm zu dicht wird. Timmi ist da schon deutlich dreister: gestern lag Roberta auf ihrem Teppich draußen im Hof, als Timmi angewackelt kam, sich einmal kurz umschaute und sich dann direkt auf Robertas Nase setzte! Die Dicke grunzte zwar etwas unwillig, machte ihm dann aber ein bisschen Platz.

Beim Spielen muss Roberta noch lernen, dass man mit Timmi vorsichtiger spielen muss als mit Lara. Eigentlich ist sie zwar recht vorsichtig, aber offensichtlich nicht immer ausreichend: vor drei Tagen spielten die Beiden im Garten Nachlaufen und Raufen und beim Nachlaufen ist Roberta wohl auf Timmi getreten, der empört quietschte und der Dicken mit lautem Getöse energisch die Zähne zeigte. Roberta war völlig baff und trollte sich sofort. Eine sehr freundliche und vorsichtige Spielaufforderung am späteren Abend von Roberta endete damit, dass Timmi, der sich die Sache wohl gemerkt hatte, sie heftig zusammenstauchte (Roberta zieht dann den Kopf ein und trottet davon). Heute haben die Beiden aber schon wieder ausgiebig im Garten gespielt und die Spielaufforderung ging sogar von Timmi aus - allzu nachtragend ist er also wohl nicht. 

Timmi schätzt den Garten sehr, allerdings sucht er sicht im Gegensatz zu Roberta, die immer Sonnenstellen ausnutzt, gerne ein schattiges Plätzchen unter den Büschen oder im Schatten der Bäume. Da er so klein ist, verschwindet er dann völlig von der Bildfläche, wenn er im hohen Gras liegt und man kann ihn ganz schön suchen - sehr zuverlässig kommen tut er nämlich immer noch nicht. Es ist aber schon etwas besser geworden: auf Spaziergängen kommt er mittlerweile meistens, wenn man ihn ruft. Nur wenn er eine ganz tolle Schnüffelstelle hat, ignoriert er uns noch völlig - wir arbeiten weiter dran.

Ansonsten hat der Kleine bereits Sitz! gelernt, was uns allerdings einiges an Nerven gekostet hat: Wozu Roberta Minuten braucht, um zu begreifen, was wir von ihr wollen, dazu braucht Timmi Wochen!!! Nicht dass er zu dusslig wäre, er sieht es einfach nicht ein! Wenn er etwas tun soll, ist er einfach stur wie ein Panzer und selbst das beste Leckerchen wird uninteressant, wenn man es nur für Leistung bekommt. Seltsamerweise lernt er auf Spaziergängen deutlich besser - da ist er einfach besser drauf und etwas gnädiger gestimmt :-)))

Auf jeden Fall teilt Timmi aber Robertas Begeisterung für abgemähte Wiesen und ist beim Toben zu erstaunlicher Geschwindigkeit fähig! Trotzdem ist es zum Schreien komisch, wenn er versucht, hinter Roberta herzujagen und mit wehenden Ohren über die Wiese saust. Roberta bekommt oft nicht einmal mit, dass er versucht, hinter ihr herzukommen. Wenn sie es mitbekommt, läuft sie ab und zu einen Bogen weit um ihn herum und holt dann Timmi von hinten wieder ein. Timmi stoppt kurz, wenn er sie von hinten angerast kommen hört und duckt sich und selbst unser Trampelchen ist so nett, über ihn drüber zu springen, statt ihn umzurennen. Kaum ist sie über ihn weggefegt, nimmt er dann die Verfolgung wieder auf!

Alles in allem sind wir erstaunt und erfreut, zu was für einem selbstbewussten, fröhlichen und bewegungsfreudigen Hund sich Timmi entwickelt hat. Wenn wir nach Hause kommen, übertrifft er Robertas Freudentanz fast noch und springt und wedelt um uns herum, wobei er genau aufpasst, nicht hinter Roberta zu geraten, die ihn sonst schon mal beim Wedeln heftig mit dem Schwanz im Gesicht erwischt - man hat es nicht so ganz einfach als so kleiner Hund mit einer so großen Kameradin! 

Insgesamt ist Timmi sehr anhänglich und immer da zu finden, wo wir auch sind. So kann man ihn beim Spaziergang gut ableinen: er hört zwar (noch!) nicht gut, aber er läuft immer gut mit und passt auf, dass er nicht verloren geht. Da er abgeleint auch mit allem und jedem verträglich ist, ist es auch nicht ganz so tragisch, wenn er nicht auf Rufen sofort angesaust kommt.

 

 

23. Mai 2004 – Wieder einmal Tierarzt

 

Robertas Blutwerte sind da und zum Glück ist wieder alles im Normbereich!!! Ihre häufige Mattigkeit wird wohl wahrscheinlich trotz der Schmerztabletten von den Rückenschmerzen herkommen. Unsere TA meinte auch, ihre Wirbelsäule sähe auf dem Röntgenbild so katastrophal aus, dass sie sich gut vorstellen kann, dass die Schmerzmittel nicht ganz helfen. Sie rät uns auch zu einer Goldakupunktur und ich werde Roberta dann einmal zu der empfohlenen TA in Kamen bringen. Zusätzlich wollten wir uns in der Tierklinik erkundigen, ob man da nicht auch operativ an der Knochenwucherung etwas machen kann.

Timmi hat immer noch so trockene und schuppige Haut, die ihn auch sehr juckt. Er hat jetzt ein Lotionspray bekommen, das ganz gut helfen soll. Momentan sieht er aus wie ein Streuselkuchen, weil er immer nach dem Einsprühen in den Garten rennt und sich angewidert wälzt - in dem eingekremten Fell bleibt dann alles schön hängen...

 

 

02. Juni 2004 – Krach mit Asta

 

Roberta war heute mit Christian spazieren, der sich mit Corinna und Asta verabredet hatte. Roberta lief schon ohne Leine, als Asta angelaufen kam und wurde von Christian auch nicht angeleint - schließlich kennen sich die beiden Hündinnen ja... Roberta sah das wohl etwas anders und ging rüpelnd auf Asta zu und drehte sie erst einmal auf den Rücken. Asta war völlig überrascht und blieb auf dem Rücken liegen und Roberta wurde von Christian weggeholt - zum Glück hat Asta nicht einmal einen Kratzer abbekommen. Roberta musste ein Stück an der Leine laufen und als alles wieder ruhiger war, ging es auch ohne Leine wieder ganz problemlos.

Am Ende des Spaziergangs sprang dann allerdings Roberta - kaum dass die Klappe aufging - in Corinnas Auto auf Astas Platz, was Asta dann dazu veranlasste, hinterher zu springen und nun ihrerseits erst einmal Roberta zu verprügeln... Da hatten sich die Beiden dann das zweite Mal, diesmal im engen Kofferraum von Corinnas Kombi! Aber auch hier waren sie problemlos zu trennen und beide Hündinnen hatten keine Schrammen abbekommen!

 

 

05. Juni 2004 – Gestank

 

Wir waren heute mit Buddy und Asta spazieren und die beiden Mädels haben sich wieder ganz gut vertragen, d.h. sie gehen sich im wesentlichen aus dem Weg. Roberta, die heute sehr verspielt war und nur Flausen im Kopf hatte, hätte wohl auch ganz gerne mit Asta gespielt, die ließ sich aber auf nichts ein. Auch Buddy hat - wie immer - auf Robertas Spielaufforderungen nur unwillig reagiert und gebrummt, so dass für Roberta der Höhepunkt des Spaziergangs der Fund eines tollen Stöckchens war, das sie eine Weile mitgeschleppt hat.

Timmi hat sich ausgiebig in etwas gewälzt, was verdächtig nach Durchfallhäufchen eines anderen Hundes roch!!! Der ganze Dackel stank schon im Freien ganz fürchterlich und zog auf dem gesamten Spaziergang eine Wolke Mief hinter sich her. Ganz schlimm war es dann im Auto! Zum Glück war das Wetter wieder etwas besser, so dass wir mit offenen Fenstern fahren konnten - trotzdem war der Gestank kaum auszuhalten!!! Zu Hause angekommen, haben wir Timmi direkt in die Badewanne verfrachtet und gründlichst shampooniert - jetzt liegt er nass und beleidigt in seinem Korb und würdigt uns keines Blickes!

 

 

11. Juni 2004 – Zickenalarm

 

Roberta probt den Aufstand! Es nervt!!! Wir nehmen an, dass es eine verspätete Was-sucht-der-kleine-Dackel-hier-Reaktion ist, denn so hat sich Roberta hier noch nie benommen. Als ich gestern nach Hause kam, kam mir Timmi freudestrahlend entgegen gewedelt und Roberta war weg. Aha, wieder mal das Gästebett, dachte ich. Aber nein, weit gefehlt: Madam kam von oben die Treppe herunter! So was hat es ja seit dem ersten Tag im Haus noch nie wieder gegeben! Sie wusste auch genau, dass es nicht erlaubt ist, denn ich brauchte gar nichts zu sagen (konnte ich auch im ersten Moment gar nicht, so baff war ich): die Dicke kam auf dem Bauch die Treppe runter gekrabbelt und schlich sich immer noch auf dem Bauch kriechend an mir vorbei zur Türe raus... Hoppla!

Nach dem ich meinen ersten Schock überwunden hatte, rannte ich zuerst die Treppe hoch und machte eine schnelle Aufrufkontrolle bei den Nagern: alle wohlbehalten, sogar das Gastkaninchen, dessen Käfig offen auf dem Boden stand - zum Glück!

Seit dieser Aktion probiert sie es ständig! Sie weiß zwar genau, dass sie es nicht darf und zieht sofort den Kopf ein, wenn sie erwischt wird, aber trotzdem erwische ich sie ewig oben oder auf der Treppe... Nun haben wir die Tür wieder vom Dachboden geholt und eingehängt, so dass wir oben zumachen können - so ein Sch...!

Dann hört sie auf einmal nicht mehr, wenn sie im Garten ist und wir sie reinrufen. Wenn sie merkt, dass sie rein soll, dreht sie sogar um und verkrümelt sich trotz energischer Aufforderung. Mit entsprechender Lautstärke ist sie dann zwar zu beeindrucken aber wir sind solche Aktionen einfach nicht von Roberta gewohnt.

Und zu guter Letzt besetzt sie seit heute Nachmittag ständig Timmis Körbchen. Sie kriegt zwar ihren dicken Hintern kaum in das kleine Körbchen gequetscht, liegt aber lieber unbequem, als dem Stöpsel seinen Platz zu lassen... Ich habe sie heute schon 4 Mal rausgescheucht. Timmi trägt es zum Glück mit Gleichmut...

Nun, ich denke, wir werden Robertas Trotzphase einfach durchstehen müssen und hoffen, dass sich das alles wieder legt. Hoffentlich fallen ihr nicht noch dollere Sachen ein...

Ansonsten hat Roberta für den 13.06.04 einen Termin bei Dr. Schulze in Kamen zur Goldimplantation und wir hoffen sehr, dass wir die Dicke so endlich schmerzfrei bekommen. Momentan läuft sie wieder sehr schlecht - das trägt sicher auch zu ihrer aufmüpfigen Laune bei.

 

 

22. Juni 2004 – kranke Hunde

 

Hilfe, beide Hunde sind krank! Timmi humpelte plötzlich nach dem Spielen mit Roberta ganz fürchterlich und wir waren die letzten Tage  3 Mal mit ihm beim Tierarzt: er hat eine Bänderdehnung in der Schulter, die ihm arge Schmerzen bereitet. Nachdem er die ersten Tage trotz mehrerer Spritzen fast gar nicht laufen konnte, geht es mittlerweile etwas besser, aber er muss noch Schmerzmittel bekommen und er darf nur ganz kurze Strecken an der Leine gehen. Unsere Tierärztin warnte uns schon vor, dass so etwas durchaus länger dauern kann! Immerhin hat eine Röntgenaufnahme ergeben, dass die Knochen völlig in Ordnung sind und er auch nicht - wie vermutet - unter Arthrose leidet. Mittlerweile wird er schon echt sauer, dass er nicht laufen darf und muss ständig gebremst werden, damit er nicht wie verrückt durch das Haus oder den Garten tobt. Wenn man nicht aufpasst, springt er wie ein kleiner Gummiball um die Berta herum und bettelt um ein kleines Spielchen...

Tja, und unsere Roberta... Seit einigen Tagen schon hat sie wieder starke Rückenschmerzen und geht sehr schlecht. Nun hoffen wir ja auf den Termin im Juli, wo sie die Goldimplantate bekommen soll. Seit vorgestern nun humpelt sie stark und geht auch öfter nur auf drei Beinen, das hintere rechte Bein zieht sie dabei hoch. Auslöser war ein kleiner Unfall im Garten, wo sie beim Toben aus der Kurve geflogen ist und da auch laut gequietscht hat. Zunächst gingen wir davon aus, dass sie sich den Rücken schmerzhaft verdreht hat, ein Besuch beim Tierarzt hat allerdings ergeben, dass die Schmerzen aus dem Knie kommen. Unsere arme Berta hat sich das Kreuzband verletzt! Es konnte bei der Untersuchung nicht genau festgestellt werden, ob es nur angerissen oder ganz durch ist, da Roberta hinten sehr muskelbepackt ist und bei der Untersuchung - die sehr schmerzhaft war - dagegen gehalten hat. Jetzt darf sie erst einmal nicht von der Leine (Hilfe, ausgerechnet unser Powerpaket!), kann nicht ins Auto springen, keine Stufen gehen und nicht rennen. Für eine genauere Untersuchung morgen muss sie wohl sediert werden und wenn sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss erhärtet, wird sie gleich operiert. 

Sehr stolz bin ich auf unsere Dicke, was ihr Verhalten beim Tierarzt angeht: die Untersuchung war super schmerzhaft und sie hat heftigst gejault und gequietscht. Dazu dauerte die schmerzhafte Untersuchung noch recht lange. Trotzdem war unsere Maus nur lieb und freundlich, leckte der Tierärztin beschwichtigend die Hand und wedelte sofort wieder, als alles vorbei war - zu grummeln oder zu zappeln kam ihr gar nicht in den Sinn! Tapferes Mädchen!

Was unseren Urlaub angeht, so wird er wohl wieder einmal gestrichen werden! Wenn ich zwei OPs bezahlen muss, wird die Urlaubskasse mit Sicherheit wieder leer sein! Nachdem wir die letzten zwei Sommerurlaube schon im heimischen Garten verbracht haben, weil es Rexi nicht gut genug ging, hatten wir uns eigentlich auf drei schöne Wochen mit den Hunden am Meer gefreut... Aber Hauptsache ist schließlich, dass die beiden Wuffel wieder auf die Beine kommen.

 

 

02. Juli 2004 – Hilfe, die Berta ist weg!!!

 

Heute bin ich sicherlich in 10 Minuten um 10 Jahre gealtert: die olle Berta war verschwunden!!! Ich kam von der Arbeit nach Hause und schließe fröhlich die Türe auf - voller Vorfreude auf die beiden Hundchen! Timmi wedelte hinter der Tür, von Roberta war nichts zu sehen... Sofort hatte ich den bösen Verdacht: sie ist wieder oben und vielleicht hat sie die Mäuse gefressen und traut sich nicht runter??? Die Tür oben an der Treppe ist offen... Scheiße! Vergessen!!! Ich rief die Berta und sauste unten durch alle Räume - nichts! Da sie eigentlich sofort kommt, wenn ich rufe, geriet ich so langsam in Panik! Die Berta ist nicht fit, vielleicht hat sie sich weh getan und liegt irgendwo und kann nicht aufstehen??? Ich raste die Treppe hoch und suchte in allen Zimmern - keine Berta! Spätestens da war ich mit den Nerven völlig zu Fuß! Wieder runter - alles absuchen (sogar unter dem Gästebett und im Schrank - was für ein Blödsinn!) - keine Berta! Noch Mal hoch - gleiches Programm oben - keine Berta!

Mittlerweile war ich mir sicher, dass etwas Fürchterliches passiert war! Bestimmt war der Hund verunglückt und Christian hatte ihn zum Tierarzt gebracht... Allerdings hing Bertas Halsband am Haken...

Schließlich - ich stand gerade im Gästezimmer und überprüfte noch einmal Robertas Lieblingsplätze - machte ich das Fenster auf und pfiff in den Garten. Und wer kam da im strömenden Regen hinter der Miste hervorgekrochen: mein armer, wasserscheuer Hund!!! Irgendwie muss sie es in der Hektik heute Morgen geschafft haben, in den Garten zu schlüpfen und niemand hatte sie vermisst! Mittlerweile regnete es schon seit einer Stunde und die olle Berta war völlig durchnässt!!! Nach einer stürmischen Begrüßung verkroch sich mein armer nasser Hund sofort in seinen Korb und schlief erst einmal ausgiebig. Ihre Lektion hat sie auf jeden Fall gelernt: den ganzen restlichen Tag war sie nicht einmal in der Nähe der Tür zu sehen...!

 

 

04. Juli 2004 – wie geht es nun weiter?

 

Die beste Nachricht ist, dass Timmi wieder gut läuft und auch ohne Tabletten schmerzfrei ist! Wir sind sehr erleichtert - der arme kleine Kerl hatte wirklich keine schöne Zeit.

Roberta läuft auch etwas besser, was bedeutet, die meiste Zeit bewegt sie sich auf 4 Pfoten vorwärts... Wir haben lange überlegt, was nun zu tun ist: hätten wir die Untersuchung für ihr Knie bei unserem TA in Vollnarkose machen lassen, dann hätten wir den Termin für ihre OP in Sachen Goldimplantate verschieben müssen - zwei Narkosen in so kurzer Zeit wären ein unnötiges Risiko gewesen. Die Entscheidung war nicht ganz einfach - zwar läuft sie besser, aber bei weitem nicht schmerzfrei und ohne Rimadyl geht gar nichts. Andererseits ist schwer zu entscheiden, wo der Schmerz herkommt: vom Rücken (der mit jedem Tag mehr Probleme macht) oder vom Knie... Wir haben uns nun so entschieden, dass wir die olle Berta weiter schonen und erst einmal die Rücken-OP machen lassen. In der Narkose bzw. bei der sog. "Schlafspritze" wird dann von der TÄ auch gleich Robertas Knie genauer untersucht und die Ergebnisse werden an unseren TA weitergegeben. Sollte es tatsächlich ein Bänderriss sein, so kann er auch noch nach der Rücken-OP gerichtet werden. Wir hoffen das Beste!

 

 

08. Juli 2004 – Angst allein im Garten

 

Roberta hat ihren ungeplanten Ausflug in den Garten offensichtlich in nicht allzu guter Erinnerung behalten: heute war schönes Wetter und so habe ich meine kleine Sonnenanbeterin mit in den Garten genommen. Auffällig war, dass Roberta brav bei mir oben im Hof geblieben ist, obwohl da gar keine Sonne mehr war - runter in den Garten wollte sie nicht! Als ich dann runter gegangen bin, um weiter unten Gras für die Kaninchen zu schneiden, ging sie begeistert mit und legte sich genüsslich in die Sonne. Sobald ich aber den Korb voll Grünfutter hatte und nach oben ging, sprang sie besorgt auf und sauste ins Haus: ganz offensichtlich möchte sie sicher gehen, dass ihr so eine Panne nicht noch einmal passiert! 

Am nächsten Dienstag ist Robertas Termin für die Goldimplantate und ich werde schon fürchterlich nervös. Hoffentlich geht alles gut und hoffentlich kann die olle Berta dann bald wieder schmerzfrei laufen!

 

 

14. Juli 2004 – Goldakupunktur

 

Gestern war nun also Robertas großer Tag! Um 16.00 Uhr hatten wir den Termin und wollten so um 14.30 Uhr losfahren - verfahren und Stau mit eingerechnet... Leider kam ich etwas später aus der Schule und so konnte ich mit den Hunden mittags nur eine kleine Runde im Wald drehen. Auf dem Rückweg vom Spaziergang brachte ich Roberta gleich ins Auto und wollte direkt los, sobald ich Timmi ins Haus gebracht hatte. Da hatte ich allerdings die Rechnung ohne den Dackel gemacht: Timmi schaute begeistert zu, wie Roberta ins Auto gehoben wurde (sie kommt gar nicht mehr alleine hinein) und wedelte schon erwartungsvoll. Tja, und dann ging die Klappe zu und Timmi war nicht eingeladen worden... Er schaute reichlich empört zur Heckklappe auf und wollte auch ins Auto. Ich rief ihn und ging Richtung Haus, aber Timmi dachte gar nicht daran, mitzukommen - er wollte schließlich auch ins Auto! Also zurück, um den Dackel zu holen. Denkste! Er wusste genau, was ich wollte und kam auf mein Rufen einfach nicht. Ich versuchte dann, ihn abzuholen und am Halsband zu nehmen, aber natürlich passte das nicht in seinen Plan und so lief er immer in einem kleinen Bogen um mich herum zurück zum Auto.  Schließlich hatte ich genug von derlei Frechheiten und wurde entsprechend laut. Timmi kam dann auch brav angeschlichen und um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen, schnappte ich ihn mir kurzerhand und trug ihn zum Haus. Normalerweise wird er nicht getragen, sondern "überzeugt" und muss hören aber die Zeit wurde so langsam knapp.  Kaum hatte ich ihn im Haus abgesetzt, sauste der freche Kerl an mir vorbei zu Tür und Hoftor hinaus und war schon wieder auf halbem Weg zum Auto!!! Mein mittlerweile ernsthaft böser Tonfall brachte ihn jedoch dazu, kehrt zu machen und ins Haus zu gehen. Als ich endlich losfahren konnte, stand er hinter der Tür und jaule zum Steinerweichen, der arme Kerl - er war schließlich noch nie ohne die Berta zurückgelassen worden.

Bei Dr. Schulze in Kamen angekommen, bekam die olle Berta eine Schlafspritze und sackte nach kürzester Zeit mitten beim begeisterten Schwanzwedeln in sich zusammen und schlief tief und fest. Roberta wurde auf eine Handtuchrolle auf den Behandlungstisch gelegt, so dass der Rücken ganz gerade war und die Hinterbeine über die Tischkante nach unten hingen. Am Röntgenbild zeigte uns Dr. Schulze genau, welche Wirbel er warum akupunktieren will und schon ging es los: während Roberta tief und laut prustend schlief, wurde sie rasiert und Dr. Schulze tastete jeweils kurz und stach dann mit einer langen Kanüle rechts und links neben der Wirbelsäule tief ein. Durch die Kanüle kamen jeweils zwei Stücke Golddraht tief ins Gewebe. Das Ganze dauerte keine 20 Minuten und war fast völlig unblutig. Schließlich wurde noch Robertas Knie untersucht und zu unserer großen Erleichterung ist es doch kein Kreuzbandriss und muss also auch nicht operiert werden - super! Sie hatte sich das Knie doch wohl nur ordentlich verdreht!

Roberta bekam eine Aufwachspritze und durfte auf einer Decke ausschlafen. Nach einer halben Stunde war sie wieder ganz wach, aber noch ein wenig wacklig auf den Beinen. So ganz geheuer war ihr die Sache nicht: zwar war das erste Zeichen, dass sie aufwachte (noch bevor sie ein Auge öffnete) ein Schwanzwedeln (dieser Hund ist eigentlich immer sonnig gelaunt...) aber zum ersten Mal strebte sie dann doch energisch aus der Praxis hinaus (sonst kann sie ja immer gar nicht genug bekommen beim TA).

Zu Hause angekommen, hielten wir erst einmal zum Spaziergang an ihrem gewohnten Spazierweg und sie tobte sehr fröhlich und ausgelassen über die Wiesen und buddelte nach Mäusen. Nach einer halben Stunde war sie etwas müde aber gut gelaunt und sprang sogar selbst ins Auto! Sie darf von nun an alles tun (bewegungstechnisch!!!), was sie möchte. Die ersten zwei Wochen sollen wir sie etwas bremsen, falls sie mehr machen will, als sie bisher gemacht hat aber dann ist alles erlaubt, sogar Agility! Das alles natürlich vorausgesetzt, die Behandlung hat den gewünschten Erfolg und Roberta ist schmerzfrei (wir glauben fest daran!).

Zu Hause angekommen, wurden wir von Timmi überschwänglich begrüßt, der den ganzen Abend um Roberta herumwuselte und sie gar nicht aus den Augen lassen wollte. Roberta war den Abend über recht unruhig und der Rücken schien sie ab und an zu "zwicken": dann sprang sie auf und schaute nach hinten. Nachts hat sie aber geschlafen und heute ist sie schon wieder ganz die Alte, saust umher und ist ausgesprochen verspielt und albern!

 

 

15. Juli 2004 – Unfaires Spielchen

 

Timmi war heute in ausgesprochener Spiellaune und sehr albern. Roberta lag nichts ahnend auf ihrer Matratze und schlief, als Timmi angesaust kam. Er schaute sich kurz um und rannte dann mit frechem Gekläffe auf die völlig verdutzte Berta zu und zwickte sie kräftig in die Halswolle. Während Roberta (die nicht gerade für ihre schnelle Denkweise bekannt ist) noch überlegte, was das wohl soll, war Timmi schon einen Meter zurück gehopst und griff erneut an: wieder mit lautem "Kampfgekläffe" und wieder mit einem kräftigen Zwicker in Robertas Hals. Nun hatte Roberta auch begriffen, was das soll und spielte begeistert mit. Nach ein paar Runden um den Couchtisch - mal Roberta hinter Timmi her, mal umgekehrt - wurde unserem Kleinen das Spielchen zu wild und er sauste unter die Couch. Von dort aus kläffte er dann auffordernd und immer, wenn die Große vor der Couch auftauchte, schoss er kurz vor, um sie zu zwicken und verschwand dann wieder rückwärts unter die schützende Couch... Nicht ganz fair, das Spielchen, aber Roberta spielte trotzdem brav eine ganze Weile mit, bevor sie genug hatte und den Zwerg einfach stehen ließ.

 

Roberta geht nach wie vor sehr schlecht. Zwar hat Dr. Schulze ausdrücklich gesagt, wir müssten der Sache mindestens 2 Wochen Zeit geben, aber wir machen uns natürlich trotzdem jede Menge Sorgen... Hoffentlich wird für die Dicke alles gut! 

 

 

22. Juli 2004 – Fortschritte???

 

Heute machte sich bei uns das erste Mal echte Hoffnung breit, dass mit Robertas Rücken doch noch alles gut wird - genau genommen haben wir uns heute das erste Mal überlegt, dass wir die Berta wieder hin bringen und das Gold entfernen lassen: der Hund ist ein kaum zu bändigender Springfloh! Sie war schon seit zwei Tagen sehr verspielt und heute lief sie auf dem abendlichen Spaziergang sehr gut (Mittags ist es ihr zu heiß gewesen) und spielt und tobt wie schon lange nicht mehr! Eben habe ich den Hunden noch ein Rinderohr aus dem Keller geholt und Roberta sprang mir vor Begeisterung fast bis zur Nasenspitze: wenn das so weiter geht, müssen wir uns wohl eingestehen, dass ein Teil von Robertas gutem Benehmen nicht auf Erziehung zurück zu führen war, sondern auf ihre Rückenprobleme...:-)))

Aber es war sehr schön anzusehen, wie frei und beweglich sie heute lief und wie albern und spielverrückt sie auch zu Hause war - hoffentlich, hoffentlich wird alles gut!

 

 

26. Juli 2004 – Zwergenaufstand

 

Timmi probte heute den Zwergenaufstand: er meinte, sein Spielzeug verteidigen zu wollen! Beide Hunde hatten vom Einkauf ein Quietschespielzeug mitgebracht bekommen und selbst Timmi, der sonst nicht so sehr viel von Spielzeug hält, schleppte sein Quietschi zufrieden in seinen Korb und nagte ein wenig drauf rum. Allerdings biss er nicht fest genug drauf, so dass es nicht quietschte. Als ich ihm "vorquietschen" wollte und nach dem Quietschi griff, legte er den Kopf auf sein Spielzeug und knurrte mich an und versuchte sogar, nach meiner Hand zu schnappen. Also haben wir ein paar Mal "Spielzeug wegnehmen" geübt, wobei er immer, wenn ich ihm das Quietschi abgenommen habe, ein Lecker bekam und dann sein Spielzeug zurück. Mit dem Spielzeug hat er es schnell akzeptiert, beim Rinderohr gab's dann allerdings wieder Diskussionsbedarf. Immerhin haben wir es schon im zweiten Versuch dann geschafft, dass er das Rinderohr ohne Knurren abgegeben hat - natürlich bekam er es dann auch gleich mit einem dicken Lob wieder. Wir werden das weiter üben...

 

 

26. Juli 2004 – Toben

 

Nachdem Roberta gestern sehr schlecht ging, war sie heute sehr munter und lauffreudig. Wir haben mittags und abends je eine - für ihre momentanen Verhältnisse - lange Runde gedreht und sie lief gut und locker mit. Wir haben ein bisschen Platz! Bleib! geübt und auch Timmi begreift so langsam, wie das Spiel geht. Mittlerweile kann Roberta liegen bleiben, wenn ich ca. 150 Meter weitergehe (Timmi geht dann mit mir mit) und sie abrufe, Timmi schafft immerhin schon 3 Meter, wenn Roberta neben ihm liegen bleibt. Ich rufe Timmi dann ab und Roberta muss liegen bleiben, bis sie auch gerufen wird. Das klappt eigentlich schon ganz gut.

Als ich abends noch im Garten Johannisbeeren geholt habe, tobten beide Hunde noch ausgiebig im Garten. Roberta hat sich seit langem Mal wieder so richtig ausgetobt und raste voller Begeisterung im Garten auf und ab - das hat sie wirklich schon lange nicht mehr gemacht! Timmi spielte eine Weile begeistert mit Nachlaufen, aber dann wurde ihm die Berta zu wild und er flüchtete sich unter die Johannisbeersträucher. Seit er begriffen hat, dass er dank seiner Größe an Orte flüchten kann, wo die olle Berta nicht hinkommt, geht er mit Robertas rauem Spiel viel gelassener um und verkrümelt sich einfach, wenn es ihm zu stürmisch wird. Ansonsten hat er auch keine Scheu, der Dicken die Zähne zu zeigen, wenn sie ihm zu frech wird :-))

 

 

29. Juli 2004 – Restaurantbesuch

 

Roberta ist ja absolut problemlos was Restaurantbesuche angeht: sie legt sich auf den angewiesenen Platz unter dem Tisch und rührt sich nicht mehr groß bis wir gehen. Wir sind schon öfter beim Rausgehen von Leuten angesprochen worden, die bis dahin gar nicht gemerkt hatten, dass wir einen Hund dabei hatten.

Nun sollte Timmi also auch das erste Mal mitkommen. In der Hoffnung, dass an einem Donnerstag das Lokal recht leer sein würde, hatten wir beim Maredo einen Tisch in einer Ecke vorbestellt und zogen mit beiden Hunden los. Roberta ließ sich wie immer problemlos unter der Eckbank verstauen nur Timmi fand das alles nicht so klasse. Die ersten 10 Minuten zappelte er unter dem Tisch hin und her und wurde dann kurzerhand festgebunden. Das kommentierte er dann mit lautem Fiepen und wir waren wirklich froh, dass das Restaurant fast leer war! In einem vollen Lokal hätten wir sicherlich nicht die Nerven gehabt, das Gefiepe zu ignorieren... Als er so langsam merkte, dass er mit Fiepen nicht weiterkommt, legte er sich auch brav ab und döste ruhig vor sich hin. Nur als ich zum Salatbufet ging, wurde er noch einmal zapplig, beruhigte sich dann aber schnell wieder. Wir werden noch ein paar Mal mit ihm üben, dann wird er sicher auch so gelassen wie Roberta.

 

 

31. Juli 2004 – Sommer

 

Nun ist es doch noch Sommer geworden und den Hunden ist es tagsüber viel zu heiß zum Spazierengehen. Schon morgens will Roberta nicht weiter als bis zum Waldrand gehen und mittags sind beide Hunde einfach nur platt und liegen matt im Garten rum. Beide liegen gern mal eine Weile in der Sonne aber die meiste Zeit sucht selbst unsere sonnenverrückte Roberta ein schattiges Plätzchen. Abends geht es dann - meist mit Buddy und Sagus - noch einmal zu einer Runde ins Panzerübungsgelände. 

 

 

12. September 2004 – Hektische Wochen

 

Nun haben wir doch recht lange nichts mehr von Roberta und Timmi hören lassen und müssen sogar schon mit Beschwerden im Gästebuch leben :-). Den Beiden geht es prächtig und sie haben die Hektik der letzten Wochen ganz gut überstanden. Alles fing damit an, dass ich vor einigen Wochen beim Frühstück zu Christian sagte, ich wolle das Esszimmer streichen... Eigentlich eine Aktion von einem Tag, aber... Dann fiel uns auf, dass dort schon dringend neue Stromleitungen gezogen gehörten (die Isolierung bröselte schon von den Kabeln), also kratzen wir erst einmal die Tapete ab. Dabei stellte sich heraus, dass der Putz (das Haus ist vor 1900 erbaut) an weiten Teilen im Wesentlichen von der Tapete an der Wand gehalten wurde...:-) Wo wir dann schon mal dabei waren, die Wände aufzuklopfen und neue Leitungen zu ziehen, haben wir die Zahl der Steckdosen von sage und schreibe einer auf sechs erhöht, was viel Arbeit und Dreck macht. Dann noch schnell die Heizung von der Wand und einen neuen Heizkörper erstanden, eben mal eine Holzdecke eingezogen (bei schiefen Wänden und durchhängender Decke ein reines Vergnügen :-)) und wo wir schon mal dabei waren, dann auch noch eben den Boden in Küche und Esszimmer neu gefliest... So wurde aus der kurzen Aktion mit Pinsel und Farbe mal so eben ein drei Wochen dauerndes Projekt mit viel Arbeit und noch mehr Dreck - die Hunde immer mitten drin! Während Roberta bis auf den ein oder anderen Farbklecks auf der Nase verhältnismäßig sauber blieb, hatte Timmi es schon nach kurzer Zeit geschafft, eine nicht unerhebliche Menge Tapetenkleister in seinem langen Fell zu sammeln und musste nach Abschluss der Aktion "Tapete" dringend in der Badewanne eingeweicht werden. Damit unser dussliges Dackelchen nicht auch noch im Fliesenkleber steht, bin ich kurzerhand mit den Hunden zu meiner Tante nach Aalen gefahren, während Christian alleine mit den Fliesen gekämpft hat. Nach einem kurzen Abstecher zum Rest der Familie in Steinenbronn erkannten die Hunde dann nach gut einer Woche ihr neues altes Domizil kaum wieder. Timmi hat die ganze Aktion eigentlich wenig ausgemacht. Er war am ersten Tag sehr irritiert, als sein Körbchen, das immer im Esszimmer steht, plötzlich weg war, aber nach dem er es dann nach kurzer, hektischer Suche im Flur wieder gefunden hatte, war die Sache für ihn eigentlich o.k. Roberta hatte an den Veränderungen und am Lärm deutlich mehr zu knacken: sie wurde schon nach wenigen Stunden Renovierung fürchterlich schreckhaft und fühlte sich sichtlich unwohl. Mittlerweile ist auch für die Dicke die Welt wieder in Ordnung, aber eine gewisse Schreckhaftigkeit ist geblieben.

Auch als ich mit den Hunden in Steinenbronn war, zeigte sich, dass sich Robertas innere Ruhe noch nicht wieder eingefunden hatte: sie war unruhig, schreckhaft und grummelig... Das bekam dann auch Esther zu spüren, als sie abends den Sonnenschirm rein räumen wollte und Roberta aus dem Schlaf vom Sofa hochschoss und laut knurrend und grummelnd bemüht war, Esther vor dem gefährlichen Schirm zu schützen :-)) Esther bekam einen tüchtigen Schrecken und Roberta trollte sich - mit einem letzten warnenden Knurren in Richtung Sonnenschirm - wieder aufs Sofa... Am nächsten Abend saßen wir bei warmen Temperaturen noch eine Weile im Kerzenschein auf der Terrasse und es hätte sehr gemütlich sein können, wäre da nicht die Berta gewesen, die mal wieder das Gras wachsen hörte und in regelmäßigen Abständen in die Dunkelheit knurrte. Schließlich ging sie drinnen auf ihre Decke, kam aber beim kleinsten unbekannten Geräusch auf die Terrasse geschossen, um drohend in die Dunkelheit zu knurren. Timmi fand, das sei ein klasse Spiel und als Roberta dann endlich ruhiger wurde, kläffte er kurz und schon war unser Monster wieder da! Allerdings war es für Roberta eine hervorragende Übung: sie wurde von uns ignoriert und wurde die Sache ganz einfach leid und ignorierte nach einiger Zeit alle Geräusche inklusive Dackel und pennte in ihrem Korb weiter...

Am letzten Dienstag war ich mit Melanie auf einer Infoveranstaltung (ohne Hunde) des Tierheims Schwerte und wir haben unsere Hunde zum Schnupperkurs Agility angemeldet! Es war recht interessant, wie die anderen Teilnehmer reagierten, als über die Rassen gesprochen wurde: die meisten waren froh, nicht mit den beiden Staffs in einer Gruppe zu sein und die Teilnehmer aus unserer Gruppe waren teilweise auch etwas beunruhigt :-( Ich hoffe, das wird sich geben. Roberta ist ja leider zu anderen Hunden öfter mal etwas zickig aber wir haben nachgefragt und es wird im Kurs auf Abstand zwischen den Hunden geachtet. Dann sollte das eigentlich kein Problem sein! Roberta darf laut Tierarzt mitmachen, ich muss aber eben darauf achten, sie nicht zu überfordern und sie nicht (hoch) springen zu lassen. Am nächsten Dienstag geht`s los und ich bin schon sehr gespannt!

 

 

12. September 2004 – große Neuigkeiten

 

Und schon wieder haben wir lange nichts von Roberta und Timmi hören lassen, wir schämen uns :-)

Beginnen müssen wir den Tagebucheintrag mit einer sehr traurigen Nachricht: Robertas große Liebe Sagus ist gestorben. Es ging ihm immer schlechter, er konnte nur sehr mühsam laufen und hatte immer stärkere Schmerzen, so dass Daniel sich schweren Herzens entschließen musste, den alten Kerl einschläfern zu lassen. Sagus hatte noch zwei schöne Jahre und ist uns in der Zeit allen ans Herz gewachsen. Wir vermissen ihn sehr!

 

Ansonsten hat für Roberta ihr Agility-Kurs angefangen und macht ihr großen Spaß! Sie ist mit Feuereifer bei der Sache und lernt sehr schnell! Leider war das Wetter meistens etwas schmuddelig (und wir Hundeführer so im Stress - Agility ist für den Menschen viiiiiel schwieriger als für die Hunde!), dass es noch keine Bilder gibt. Heute Abend ist wieder Treffen und ich werde versuchen, mal ein paar schöne Bilder zu machen. 

 

Über Martin Rütter sind wir an Nicole, eine Hundetrainerin in Hemer geraten, die mit uns und den Hunden arbeitet und uns ins Beuteltraining einführt. Roberta ist ja nach wie vor in manchen Situationen unsicher und pöbelt dann aus Unsicherheit, weshalb wir nun verstärkt mit ihr an ihrer Bindung zu uns arbeiten wollen. So soll sie lernen, sich voll und ganz auf uns zu verlassen und sich auch in für sie schwierigen Situationen an uns zu orientieren. Das Beuteltraining ist ursprünglich eine Methode von Jan Nijboer. Die Theorie dazu ist sehr interessant und lässt sich in den Büchern von Jan Nijboer nachlesen. Martin Rütter hat die Sache adaptiert und daraus so eine Art Training "light" gemacht, die auch für Leute praktizierbar ist, die den Tag nicht ausschließlich mit der Arbeit mit ihrem Hund zubringen können oder wollen. Auch da lohnt es sich, auf der website einmal zu stöbern.

Ziel der ganzen Sache ist es jedenfalls, dem Hund auf ruhige und stressfreie Art die Abhängigkeit vom Hundeführer zu demonstrieren. Der Hund geht mit seinem Hundeführer quasi auf die "Jagd" und bekommt von der "Beute" nur dann etwas ab, wenn er gut mitgearbeitet hat. In der Praxis sieht das so aus, dass der Hund nur noch aus einem Beutel zu fressen bekommt, den er vorher apportiert hat und das auch nur dann, wenn im Unterordnungsbereich bleibt, nicht frech wird und sich am "Rudelchef" Mensch orientiert. Roberta fand das Apportieren zwar lustig, brauchte aber zwei hungrige Tage, um zu verstehen, dass ich nicht mir ihr jage, sondern sie mit mir...:-)) Mittlerweile arbeitet sie sehr gut mit und wir sind vom heimischen Garten schon zur "Jagd in freier Wildbahn" übergegangen: der Beutel begleitet uns auf den Spaziergängen und wir arbeiten draußen. Der Erfolg ist durchschlagend: ich brauche Roberta auf den Spaziergängen nie zweimal rufen, sie kommt beim ersten Pfiff! Den Beutel bekommt sie nur ab und zu geworfen aber sie ist sehr bemüht, mich nicht aus dem Blick zu lassen und ja nicht zu verpassen, wenn ich zur "Jagd" rufe...

Timmi hat da noch einen viel weiteren Weg vor sich: er apportiert nicht! Da er ja auch sonst nie etwas im Maul herumträgt, wird es schwierig sein, ihm das beizubringen. Momentan sind wir so weit, dass er die "Beute" mit der Nase anstupst und mich nicht mehr anfletscht, wenn ich sie nehme, um sie aufzumachen. Er wird beim nächsten Treffen mit Nicole einen eigenen, kleineren Beutel bekommen und dann sehen wir mal weiter...

 

Ach, fast hätte ich es ja vergessen (es ist ja schon wieder soooooo lange her): im Tierheim Hürth  war Tag der offenen Tür und Roberta wurde - wie jedes Jahr - ausgiebig von alten und neuen Freunden beschmust! Wir brauchten etwa eine Stunde, um uns vom Eingang aufs Gelände vorzukämpfen, so viele Robertafreunde begrüßten unsere Dicke. Berta war völlig aus dem Häuschen und freute sich riesig!!! Der Tag der offenen Tür war toll organisiert (wie immer!) und ein echtes Erlebnis (auch wie immer!) - es wird von Jahr zu Jahr größer und schöner! Ein großes Kompliment auch von hier aus an das Team des Helenenhofs! 

 

 

28. September 2004 – Leinentraining

 

Die beste Neuigkeit: Timmi apportiert endlich seinen Beutel!!! Nach wochenlangen Bemühungen hat er nun endlich begriffen, wie's geht! Seit dem ist er nun auch fleißig dabei und saust wie ein kleiner Wirbelwind hinter seinem Beutel her. Bei so einem Zwerg sieht das recht lustig aus :-)

Ansonsten haben wir unter Nicoles fachkundiger Führung wirklich konsequent mit einem Leinenführtraining angefangen: Roberta soll endlich lernen, auch in schwierigen Situationen gut an der Leine zu gehen und uns die Verantwortung zu überlassen. Auch hier hat bei den Beiden Roberta relativ schnell begriffen, worum es geht (nur mit der Durchführung hapert's manchmal noch...), während Timmi einfach nur stur ist und die ganze Sache überhaupt nicht einsieht! Unser kleiner Dackel hält sich nun einmal für den Chef im Haus und ist nicht bereit, diese Position kampflos aufzugeben :-) - wir arbeiten weiter dran...

 

 

11. Dezember 2004 – Neuigkeiten

 

Oha, diesmal ist es wirklich lange her, dass ich das Tagebuch unserer Hunde ordentlich geführt habe - zum Jahresende hin ist immer so viel anderes, dass die Hunde ohnehin schon etwas zu kurz kommen, da klaue ich ihnen dann nicht auch noch Zeit, indem ich am Computer sitze (und faul war ich auch...:-))

Was gibt es Neues? 

Aus dem "Oma-Hundchen" Timmi ist innerhalb der letzten 5 Monate ein aktiver, bewegungsfreudiger Wirbelwind geworden, der einen riesigen Spaß am Apportier-Training hat und in unglaublichem Tempo hinter seinem Futterbeutel herjagt. Es ist erstaunlich, was der Kleine alles schleppen kann: er apportiert mittlerweile auch die großen Futterbeutel von Roberta und wenn ich mal wirklich wieder so blöd geworfen habe, dass der Beutel schwer zugänglich im Gestrüpp liegt, ist es immer Timmi, der nicht aufgibt und der schließlich das Ding auch findet und durch's dichteste Dickicht zerrt. Vor ein paar Tagen hatten wir so eine sehr authentische Jagd, als ich den Futterbeutel im Wald so ungeschickt geworfen habe, dass der Beutel (samt dem lecker riechenden Suppenhuhn darin) erst im Baum hängen blieb und von den Hunden angezeigt werden musste, dann (als ich mit einem Stock nachhelfen musste) mit großem Trara in einen Bach abstürzte und zügig bachabwärts getrieben wurde, während meine Hunde aufgeregt am Ufer neben her stürmten. Schließlich wurde der Beutel unter ein sehr dichtes, überhängendes Gestrüpp gespült und war nicht mehr zu sehen. Die Hunde waren bestimmt 10 Minuten damit beschäftigt, das Gestrüpp zu umschwimmen und abzuklettern, bis Timmi schließlich mit dem Beutel auftauchte und ihn voller Stolz brachte - Roberta trabte nicht weniger stolz nebenher und das Huhn hat bestimmt noch mal so gut geschmeckt, nach so einer Jagd...

Momentan ist unser Zwerg allerdings etwas verletzt und muss pausieren, was ihm überhaupt nicht passt: er ist am Montag beim Beuteltraining in vollem Lauf in ein Loch gepurzelt und hat sich die Schulter gezerrt (Jaaaa, wenn man so klein ist, sind die Löcher halt auch gleich viel tiefer... :-)). Er humpelte ganz fürchterlich und hat beim Tierarzt zwei Spritzen bekommen und soll eben eine Woche geschont werden. Mittlerweile humpelt er schon überhaupt nicht mehr und startet ein Riesengezeter, wenn Roberta zum Apportier-Training raus darf und er nicht... Wir werden sehen, wie lange wir ihn noch ruhig halten können: ein bisschen an der Leine gehen lastet ihn nicht aus und er fängt an, im Haus herum zu toben und wegen Allem und Jedem einen Riesenzirkus zu veranstalten. 

Auch Roberta macht beim Apportier-Training wirklich große Fortschritte und beherrscht mittlerweile auch schwierige Übungen mit mehreren Beuteln. Am schwersten fällt es ihr, auf Kommando an einem Beutel vorbei zuerst zu mir zu kommen, bevor sie wieder geschickt wird. Auch hat sie bei mehreren Beuteln manchmal noch Schwierigkeiten, wirklich den zu bringen, zu dem sie geschickt wird und dabei eben genau auf meine Zeichen zu achten. Anfangs hatte sie sich bei den Apportierübungen zu sehr verselbstständigt und war dann weder zu dirigieren, noch abzurufen und das trainieren wir momentan. Sie ist und bleibt eben ein Terrier und ist deutlich mehr auf eine Solitärjagd aus als auf Zusammenarbeit. Sie wird aber schon aufmerksamer und lässt sich auch bei der Suche durch Handzeichen dirigieren, wenn man sie vorher anspricht - selbstständig auf mich als "Leiter der Jagd" achten tut sie allerdings noch überhaupt nicht, auch nicht, wenn sie nicht weiter kommt. Auch das Abrufen, wenn sie einmal geschickt wurde, klappt noch nicht so sonderlich gut, aber wir üben es momentan mit Dreieckssituationen - es wird schon besser....

Nachdem wir nun in den Außenlampen an der Hausecke zum Garten hin zwei 100-Watt-Birnen haben, ist es auch möglich, abends noch im Garten zu üben. Das ist ganz angenehm, da es ja so früh dunkel wird und ich nachmittags momentan auch nicht immer genug Zeit für die Hunde habe.

Robertas Agility-Kurs hat nun Winterpause, was Roberta sehr schade findet - mir allerdings tut es ganz gut, mir nicht die Füße abfrieren zu lassen (man ist eben doch relativ lange auch nicht in Bewegung und steht rum...). Aber im Februar geht's ja dann schon weiter - für Roberta bereits im Fortgeschrittenenkurs und (NICHT LACHEN!) für Timmi im Anfängerkurs (ich hatte gesagt NICHT LACHEN!). Der Kleine schafft das schon...!

 

 

 

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