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2005

 

 

 

07. Januar 2005 – Start ins neue Jahr

16. Januar 2005 – Rückenschmerzen

21. Januar 2005 – Schneegraupelsturm

22. Januar 2005 – Langer Spaziergang

28. Januar 2005 – "Beuteln" im Schnee

1. Februar 2005 – Agilitistart für Timmi

27. Februar 2005 – Streit

06. März 2005 – Schneetaubheit

01. April 2005 – Timmi

19. Juli 2005 – Neuigkeiten

28. Juli 2005 – Nervzwerg

11. August 2005 – Notfall

20. August 2005 – Immer noch Rückenprobleme

21. August 2005 – Tag der Offenen Tür in Lippstadt

03. September 2005 – Bauchweh und eine kleine Panne

5. September 2005 – Tag der Offenen Tür in Hürth

10. September 2005 – Chayenne

13. September 2005 – Balou

16. Oktober 2005 – Aus dem Urlaub wieder da

 

 

 

07. Januar 2005 – Start ins neue Jahr

 

Na, einer der guten Vorsätze fürs's neue Jahr ist auf jeden Fall, das Tagebuch wieder regelmäßiger zu schreiben. Weihnachten haben wir in aller Ruhe hier zu Hause verbracht und sind dann zum Jahreswechsel zu meiner Familie nach Steinenbronn gefahren. Beide Hunde haben die lange Fahrt ganz gut überstanden - wir auch. Timmi hatte sich leider in der letzten Zeit angewöhnt, im Auto ununterbrochen zu kläffen, wenn er hinten drin ist. Zum Teil liegt das sicherlich auch daran, dass er recht wenig im Auto mitfährt und dann eigentlich immer nur kurze Strecken zum Spaziergang. Vielleicht ist es die Aufregung und das "Jagdfieber"... 

Naja, auf jeden Fall dachte ich, es wäre ja nun eine gute Möglichkeit, dem Zwerg zu zeigen, dass er mit dem Gekläffe nichts erreicht und irgendwann würde er dann aufgeben - dachte ich. Ich denke, ich habe mich überschätzt und den Dackel unterschätzt: nach 80 Kilometern Dauergekläffe lagen meine Nerven blank! Da wir noch weitere 400 Kilometer vor uns hatten, habe ich angehalten und den Nervzwerg im Fußraum der Rücksitzbank hinter dem Beifahrersitz festgebunden und siehe da: göttliche Ruhe auf allen Plätzen (Roberta sah auch gleich viel entspannter aus, als sie das Gekläffe nicht mehr im Ohr hatte :-) ). So ist der Kleine dann auch zurück gefahren und es klappte prima. Seltsamerweise kläfft er seit dem auch nicht mehr, wenn er hinten mit fährt: versteh einer diesen Hund... In Steinenbronn war es sehr ruhig und entspannt und die Hunde haben sich prima eingefügt. Zur Sylvesterknallerei durften sie im Gästezimmer im Keller in Christians Bett liegen und waren damit auch ganz zufrieden. Interessant fand ich, dass unser selbstbewusster kleiner Tyranosaurus Tim doch auf einmal Muffen hatte, als er mit meinem Vater und Esther alleine spazieren gehen sollte. Unser Timmi, der sonst kilometerweit marschiert, wollte nicht recht mit und ging nur genau so weit, wie ich am Vortag mit ihm gegangen war und keinen Schritt weiter. Auf dem Rückweg sauste er dann voraus, nachdem er den ganzen Hinweg hinterhergetrödelt war - so ein großer Held wie er immer tut, ist unser Kleiner dann doch nicht :-)) Das Apportiertraining macht mit beiden Hunden gute Fortschritte, allerdings ist Roberta viel beständiger und zuverlässiger. Timmi hat immer noch Tage, an denen er einfach nicht mitarbeitet und lieber hungert, als den Beutel zu holen. Allerdings macht er schon auch große Fortschritte, wenn man es damit vergleicht, wie er so war, als wir ihn übernommen haben. Unser Kleiner hat leider momentan wieder schuppige Haut mit offenen Stellen: wir wollten das Futter umstellen und er verträgt das nicht. Er bekommt jetzt das alte Futter wieder und zusätzlich Tabletten und ich hoffe, dass die Sache bald überstanden ist. Seine Schulter ist zum Glück jetzt viel besser und belastbarer und war sehr schnell ausgeheilt nach seinem kleinen Unfall: Timmi ist durch das viele Training ein richtiges kleines Muskelpaket geworden...

Roberta ist topfit, hat noch mehr Muskeln aufgebaut und eine gute Figur. Ihrem Rücken merkt man die Spondylose kaum noch an und sie ist fast symptomfrei. Ganz selten springt sie ab und an sehr vorsichtig aus dem Auto aber das ist auch schon alles! Die OP hat sich wirklich gelohnt (auch wenn sie jetzt dadurch viel mehr Power hat und sehr viel anstrengender geworden ist :-) ) und wir würden es jederzeit wieder machen. Im Nachhinein tut es mir für Rex sehr leid, dass wir das bei ihm nicht haben machen lassen - wir hätten dem alten Kerl vielleicht den ganzen Mist mit den Schmerzmitteln ersparen können - leider hatten wir da noch nicht die Ahnung von diesen Möglichkeiten...

So, nun geht's gleich los: zum Abendessen in die Kneipe (es hat wieder keiner Lust zu kochen...:-)) - natürlich mit den Hunden... Seit Timmi sich besser benimmt, kommen die Hunde auch öfter mit (oder umgekehrt!).

 

Die Hunde waren sehr brav. Wir waren zunächst an einem Tisch mit direktem Blick auf die Eingangstür und Roberta legte sich trotzdem sofort brav unter dem Tisch ab und döste entspannt vor sich hin. Timmi war etwas unruhig aber nicht störend. Er zappelte etwas hin und her, war aber ruhig. Kurz darauf wurde ein Tisch weiter hinten frei (nicht so zugig für uns und deutlich weiter ab vom Schuss für die Hunde) und Roberta hat dort den Abend bis auf kurze Streck- und Dehnübungen im Wesentlichen verpennt. Timmi war nur schwer davon abzuhalten, sich mitten in den Weg zu legen, fand nicht so recht zur Ruhe und schwankte zwischen dösen und aufspringen. Für seine Verhältnisse hat er sich aber recht ruhig verhalten. Wenn die Bedienung vorbei kam (eine Tatsache, die Roberta nicht einmal zur Kenntnis genommen hat), musste er aufspringen und betteln... Aber ansonsten war er o.k. Der arme Kleine hatte allerdings eine kleine Panne: Christian wollte gerne auf die Toilette und hatte extra gewartet, bis die Bedienung kam und Timmi ohnehin auf war. Dann wollte er, um Timmi und Berta zu beeindrucken, die sich ohnehin entfernende Bedienung mit einer deutlichen Bewegung "wegschicken" (ganz im Sinne von N.D. und eine gute Idee, aber...). Da Christian aber in Sachen timing und Gestik aber manchmal etwas undeutlich ist, dachte Timmi wohl, es ginge auf zur Jagd und er sollte mit... Also sprang mein armes Dackelchen auf und sauste hinter Christian her... Leider war bald die Leine zu Ende und riss den Zwerg von den Füßen und er musste völlig frustriert zusehen, wie Herrchen ohne ihn verschwand... Immerhin gab es dann später, als Timmi sich wirklich entspannt hatte, noch den Beutel zur Belohnung, bevor wir gegangen sind (da wurde dann sogar die Berta wieder wach...).

 

 

16. Januar 2005 – Rückenschmerzen

 

Unsere arme dicke Berta hat es wieder übel erwischt: sie hat fürchterliche Rückenschmerzen, kann nicht ins Auto springen und jault laut auf, wenn man an ihren hinteren Rücken kommt. Wir können nicht genau sagen, was der Auslöser war, aber ich vermute, dass sie sich beim Galopp über ein gefrorenes Feld vertreten hat. Ich habe ihr Rimadyl gegeben und wir hoffen mal, dass sich die Sache wieder normalisiert...

 

 

21. Januar 2005 – Schneegraupelsturm

 

Den ganzen Tag war schon fürchterlich mistiges Wetter, bis dann endlich einmal eine Regenpause aufkam: also nichts wie los mit den Hunden! Wir waren gerade am Waldrand angekommen, da zog ein solcher Sturm auf, dass der arme kleine Timmi kaum mehr voran kam. Dazu kam ein Graupel-Schneeregen, der fast waagerecht angeweht kam und uns ordentlich zusetzt. Ich war schon nicht sonderlich begeistert von dem Wetter aber die Hunde waren entsetzt! Vor allem Roberta wollte nur noch nach Hause - kein Schnüffeln, kein Markieren sondern mit gesenktem Kopf und hängenden Ohren im Eilschritt Richtung Körbchen...!

Da war der abendliche Ausflug in die Kneipe mit ihrem Liegeplatz direkt an der Heizung schon mehr nach ihrem Geschmack! Als die Bedienung dann auch noch zwei Stückchen Wurst für die Hunde spendierte, waren die Beiden absolut zufrieden.

 

 

22. Januar 2005 – Langer Spaziergang

 

Da Robertas Rücken besser zu sein schien, trauten wir uns heute morgen wieder einmal die große Runde zu. Beide Hunde waren absolut begeistert und tobten fröhlich über die Felder. Ich bin ganz stolz auf die dicke Berta: ein Schwarm Ziertauben landete ganz in unserer Nähe und flog mehrmals für kurze Strecken auf, bleib aber immer sehr nahe dabei und die Dicke hätte natürlich nur zu gerne einen kleinen Jagdausflug Richtung Tauben unternommen. Sie fixierte die Tauben schon und schlich darauf zu, ließ sich aber abrufen und bekam dann auch sofort den Beutel geworfen. Es hat super geklappt: Roberta hat trotz der nahen Beute super apportiert und sehr aufmerksam mitgearbeitet (die Tauben allerdings auch immer noch mit im Blick... :-)).

Timmi hatte heute auch einen guten Tag und apportierte ohne jegliche Anfälle von Eigensinn. Er schaffte es heute durchgehend, mit dem Beutel zuerst ins Bei zu kommen und ihn ordentlich in die Hand abzugeben - etwas, das für Roberta ganz selbstverständlich aber für den Kleinen immer noch eine sehr schwierige Aufgabe ist...

Robertas Rücken hat die Sache gut überstanden, sie sprang nach dem Spaziergang locker ins Auto und scheint weitgehend schmerzfrei zu sein.  

 

 

28. Januar 2005 – Beuteln im Schnee

 

Seit einer Woche liegt herrlicher Schnee und die Hunde haben sichtlich Spaß an langen Spaziergängen und dem Toben im Schnee. Timmi flitzt mit einem Feuereifer hinter seinem Beutel her und man hat den Eindruck, der kleine Kerl wird nie müde, obwohl es sehr mühsam für ihn sein muss: er versinkt tief im Schnee, muss ständig große Hopser machen, wenn der Schnee mal tiefer ist und fällt fortwährend in irgendwelche Löcher, die unter der Schneedecke nicht zu erkennen sind. Mit unseren anderen Hunden haben wir uns da nie Gedanken gemacht aber für Timmi ist eine Schneehöhe von 15-20 cm schon eine echte Herausforderung. Wenn es weiter so schneit, können wir mit ihm nicht mehr quer über die Wiesen und über die verschneiten Feldwege gehen - dem armen Kerl ging heute schon an einigen Stellen, wo der Schnee am Waldrand angeweht war, bis über die Ohren...! Trotzdem ist er unermüdlich und kaum zu bremsen.

Roberta findet den Schnee auch klasse und tobt viel und gerne, aber das Futterbeuteltraining ist mit ihr keine Freude, wenn Schnee liegt: unsere kleine Jammertante mag den Beutel nicht ins Maul nehmen, wenn er voll Schnee ist und so versucht sie dann ganz vorsichtig, mit den Schneidezähnen eine halbwegs schneefreie Falte im Stoff zu fassen und trägt den Beutel gaaaaaanz vorsichtig zurück. Natürlich rutscht er ihr bei dieser Anstellerei ständig aus den Zähnen, so dass sie 3-4 Mal sorgfältig und vorsichtig ein neues Packende sucht und es ewig dauert, bis sie endlich mal ankommt... Ich könnte sie erwürgen! Ein 28-kg-Muskelpaket und so eine Jammerei!!!

 

 

1. Februar 2005 – Agilitistart für Timmi

 

Heute war nun der lang erwartete Tag: die neuen Agilitikurse fingen an und zum ersten Mal war auch Timmi mit dabei. Sein Anfängerkurs startet direkt vor Robertas Fortgeschrittenenkurs und der Kleine hatte wirklich viel Spaß! Nach kurzen anfänglichen Berührungsängsten flitzte er durch den 7m langen Tunnel und sauste zur Belohnung seinem Futterbeutel hinter her und war nicht müde zu kriegen. Er war nicht der einzige Zwerg in der Gruppe: neben vielen großen Hunden war noch ein zweiter Dackel da, ein sehr junges Glatthaar-Mädchen. Timmi fand alle anderen Hunde klasse und kam prima mit allen zurecht.

Auch Roberta war in der neuen Gruppe erstaunlich entspannt: es war keiner der Hunde da, die sie kannte, dafür aber 3 völlig fremde Hunde und noch dazu ein wuscheliger, stürmischer Bearded Collie darunter - nicht einmal der konnte ihr ein Grummeln entlocken und sie war fröhlich und gut gelaunt und hatte sichtlich Spaß an der Stunde. Auch die Übungen klappten sehr gut, obwohl eine Kombination aus 6 Sprüngen und 2 Tunneln gefordert war und Roberta da normalerweise schon mal leicht verwirrt ist :-) Sie hat sich aber prima an mir orientiert und eigentlich alles gut geschafft - braves Mädchen!

 

 

27. Februar 2005 – Streit

 

Heute haben wir Tyson getroffen, den mittlerweile fast ein Jahr alten Schäfer-Mix unserer Nachbarn. Tyson ist, wie alle Junghunde, ein netter, fröhlicher aber auch wilder Wirrkopf, der aber schon recht passabel hört. Tyson war ohne Leine am Waldrand unterwegs und kam fröhlich und unbedarft auf uns zugesaust, sobald wir um die Wegebiegung zu sehen waren. 

Also habe ich erste einmal Roberta angeleint, schließlich weiß man bei ihr ja nie so genau, ob sie grummelt... und es ist immerhin ein Schäferhund. Den Kleinen habe ich laufen lassen, da ja Tyson auch ohne Leine war und Timmi sich ja immer mit allem und jedem verträgt (außer mit Benji). Tja, so schlecht kann man seine Hunde kennen: Roberta fand Tyson einfach toll!!! Sie hätte sehr gerne mit ihm gespielt, weil Tyson aber noch sehr (!!!) wild ist und Robertas Rücken in letzter Zeit wieder öfter mal sehr schlecht war, habe ich sie lieber an der Leine behalten: was nützt das schönste Spiel, wenn sie dann wieder tagelang Rückenschmerzen hat. Also haben die Beiden ein wenig "Hopsen auf engstem Raum" gespielt...

Und da kam nun mein ach so verträglicher Rottweiler im Dackelkostüm auf den Plan: ohne sich weiter mit Formalitäten aufzuhalten, stürzte sich Timmi wütend auf Tyson und wollte im das Fell über die Ohren ziehen! Tyson nahm den Kleinen nicht so wirklich ernst und hüpfte in bester Spiellaune um uns herum aber bis ich Timmi zu packen kriegte, hatte der dem armen Tyson schon einige Büschel Fell ausgerupft... Also, wir streichen das Wort verträglich zugunsten der Bezeichnung bedingt verträglich solange keiner sich an sein Mädchen ranmacht und leinen das kleine Monster demnächst auf jeden Fall an!

 

 

06. März 2005 – Schneetaubheit

Es liegt immer noch jede Menge Schnee - deutlich über Dackelhöhe! Für Timmi sind die ausgedehnten Spaziergänge über die Felder damit eine ziemlich anstrengende Sache, weil er wie ein kleines Känguru über den Schnee springen muss, um überhaupt voran zu kommen. Er hat aber viel Spaß am Schnee und ist auch nicht müde zu bekommen. Mit großer Energie saust er hinter Roberta her, die mit ihren langen Beinen natürlich viel schneller ist... Letzte Woche hat Christian unseren Kleinen aus Versehen (???) im Tiefschnee versenkt: Christian hat den Beutel auf einer Wiese geworfen und Timmi zum Apportieren geschickt. Was wir alle nicht gesehen hatten: zwischen Timmi und seinem Beutel lag ein tiefer, mit Schnee komplett zugewehter Graben... Unser kleiner Stöpsel sauste also los und war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt!!! Nach einigem Hin und Her und einem großen Schrecken bei uns, kam der Zwerg aber wieder aus seinem tiefen Schneeloch gehopst und nahm die Suche nach dem Beutel mit unverminderter Begeisterung wieder auf - man hat es eben nicht leicht, wenn man so kurze Beinchen hat...! Wir messen die Schneehöhe seitdem nur noch in Dackelhöhen - momentan haben wir hier etwa 1,5 Dackelhöhen Schnee und es schneit noch immer. Ich freue mich schon auf den großen Spaziergang...

Für Roberta ist Schnee auch das Allergrößte! Sie tobt mit großer Begeisterung über die Felder und hat eine Menge Spaß - nur das Apportieren des Beutels im Schnee ist immer noch so mühsam mit ihr - sie sollte sich wirklich mal ein Beispiel an Timmi nehmen, der zumindest bei dieser Witterung beim Apportieren weit voraus ist...!

Leider hat das Wetter bei unseren Hunden zu einer ernsten Erkrankung geführt: beide Hunde sind schneetaub! Vor allem Roberta hört bei Schnee ausgesprochen schlecht, die Ärmste kann vor allem das Hier! nur sehr schwer hören und auch das Wort Langsam! ist für den armen Hund bei Schnee einfach nicht zu erkennen... :-) Bei Timmi ist die Taubheit nicht ganz so ausgeprägt (vielleicht fällt es nur nicht so auf, weil er auch sonst eine recht eigenwillige Definition von Gehorsam hat...). Naja, wir arbeiten dran...

 

01. April 2005 – Timmi

Unser kleiner Zwerg hält uns in den letzten Tagen ganz schön in Atem: angefangen hat alles mit einer schlimmen Ohrentzündung! Am vorletzten Samstag Nachmittag hatte Timmi schon Probleme mit seinem rechten Ohr. Das ist das Ohr, das immer feucht ist und in dem sich immer enorm viel Dreck ansammelt. Unsere TA vermutete schon, dass es chronisch entzündet ist und er es schon sehr lange haben muss - wahrscheinlich ist eine Ohrentzündung früher einmal nicht ordentlich behandelt worden. Nun, wir waren auf jeden Fall wegen des Ohrs schon öfter beim TA aber selbst die Zinksalbe hat nicht wirklich eine dauerhafte Besserung gebracht. Samstag fing es auf jeden Fall wieder an: Timmi war am Ohr schmerzempfindlich und schüttelte ständig den Kopf. Ich habe ihm darauf hin Ohrensalbe ins Ohr gemacht, aber es wurde immer schlimmer. Sonntag Morgen war es dann so schlimm, dass wir zum TA in den Notdienst gefahren sind. Hier stellte sich heraus, dass das ganze Ohr so stark entzündet war, dass sogar das Trommelfell schon mitbetroffen war. Er bekam Spritzen und musste eine Woche lang Antibiotika nehmen, allerdings zeigte die Nachuntersuchung, dass die Entzündung zwar zurück gegangen war, die Haut im Ohr aber stark verändert war und das Trommelfell nach vorne gewölbt und vernarbt ist. Nun stand der dringende Verdacht auf eine Tumorerkrankung im Raum. Wir sollten noch ein paar Tage warten und das Ohr weiter mit Ohrentropfen behandeln, dann sollte über eine Operation entschieden werden.

Zu unserer großen Erleichterung sieht das Ohr aber jetzt schon viel besser aus: die Hautveränderungen sind zurückgegangen und hinter dem Trommelfell lässt sich keine Wucherung erkennen. Leider hat das Trommelfell einen Riss (der aber schon länger bestehen muss und durch die Entzündung verdeckt war) und mehrere Narben von früheren Entzündungen aber es besteht die Hoffnung, dass eine OP nicht nötig wird und kein Tumor da ist! Wir werden das Öhrchen jetzt noch eine Weile weiterbehandeln und sehen, wie es sich entwickelt. Nach einer Behandlungspause soll dann ein Abstrich die Bakterienlage und die Frage, ob Tumorzellen zu erkennen sind, klären. Wir hoffen das Beste...!

 

Und weil das ja für einen echten Dackel noch nicht genug Wirbel ist, hat er sich gestern noch einen Klops geleistet: Beim Arbeiten im Garten ist mir im Nebenraum ein Napf mit Kaninchenfutter runter gefallen. Während ich loszog, um ein Kehrblech zu holen, vermisste ich plötzlich Timmi, der normalerweise immer genau hinter mir zu finden ist. Also legte ich das Kehrblech wieder aus der Hand und zog los, meinen Hundezwerg zu suchen: nirgendwo ein Timmi zu finden! Ich habe den ganzen Garten abgesucht: nichts. Im Haus: nichts. Auf mein (mittlerweile alarmiertes) Rufen: nichts. Roberta verstand den ganzen Rummel nicht, wollte sich an der Suche aber ganz offensichtlich auch nicht beteiligen. Schließlich kam er dann, der kleine Rabauke: aus unserem Nebengebäude, das er sonst nie betritt, weil es zwei Stufen hinunter geht und er nun einmal Angst vor Treppen hat und wo ich gerade vorher das Kaninchenfutter verschüttet hatte... Und siehe da, das Futter war weg und der Zwerg schleckte sich die Schnauze (von wegen Angst vor Stufen...!)...

Auf dem Abendspaziergang war Timmi dann überhaupt nicht fit, wollte nicht recht laufen, apportieren schon gar nicht und selbst am Futter war er nicht interessiert - ganz offensichtlich schien er Bauchschmerzen zu haben... Das Kaninchenfutter hatte ich bis dahin schon längst vergessen und wir rätselten besorgt, was der Kleine denn haben könnte! Zu Hause angekommen verkroch er sich in seinen Korb und jammerte ab und zu leise vor sich hin. Das Kaninchenfutter fiel mir erst wieder ein, als Timmi anfing zu würgen und das Karnickelfutter wieder zum Vorschein kam... Timmi verteilte seinen Mageninhalt auf insgesamt drei Decken und Kissen und in der halben Küche (Bäh!) und dann ging's ihm endlich wieder gut - zum Glück!

 

19. Juli 2005 – Neuigkeiten 

Die letzten 3 ½ Monate waren recht turbulent und es gibt einiges zu berichten. Zuerst einmal das Wichtigste: Timmis Ohrenentzündung! Leider waren unsere Hoffnungen auf einen guten Ausgang nur von kurzer Dauer und bei der Nachuntersuchung stellte sich heraus, dass unser Zwerg einen bösartigen Tumor im Ohr hatte, der operiert werden musste. Es war eine lange und schwierige OP, bei der der äußere Gehörgang geöffnet und der Tumor, der kurz vor dem Trommelfell saß, entfernt wurde. Leider heilte die ganze Sache ausgesprochen schlecht aus und Timmi war nun seit 3 Monaten jede Woche beim Tierarzt und bekam auch die ganze Zeit Antibiotika. Nun endlich, nach so langer Zeit, scheint es so, als ob die Wunde endlich verheilt wäre. Seit gestern bekommt er keine Medikamente mehr, das Ohr scheint nicht mehr zu schmerzen und die Entzündung und Vereiterung ist zurückgegangen. Wir hoffen alle sehr, dass der Tumor, der bösartig war, nicht gestreut hat und auch nicht wieder kommt und können nun nur noch abwarten. Bisher sieht es auf jeden Fall recht gut aus. Timmi hat eine einseitige Taubheit zurückbehalten, weil der Gehörgang nun ganz zugewachsen ist - das ließ sich bei dem schlechten Heilungsverlauf dann nicht mehr verhindern. Ab und an behindert ihn das auch im Gleichgewichtssinn etwas, weil er von Zeit zu Zeit Probleme mit dem Druckausgleich hat aber alles in allem haben wir riesiges Glück gehabt! Auf jeden Fall ist der Stöpsel wieder wohl auf und munter wie eh und je...!

 

Die zweite große Neuigkeit, die eine direkte Folge von Timmis Ohr-OP ist, ist der neue "Nebenjob" unserer Hunde: sie dürfen nun halbtags mit ins Büro. Timmi war nach seiner OP so schlecht zugange, dass Christian ihn mit ins Büro genommen hat, damit er ihn im Auge haben kann - nur die Berta durfte nicht mit: alle und vor allem der Chef hatten große Bedenken wegen des "Kampfhunds"! Irgendwann war der Chef dann mal nicht da und Christian hat die Berta einfach mal mitgenommen und den Mitarbeitern vorgestellt: für alle war es o.k. Schließlich kam die große Probe: was passiert, wenn der Chef nachmittags kommt...? Tja, und dann hätte es die Berta fast noch vermasselt!!! Den ganzen Tag war sie zu allen nett, nur als der Chef reinkam, musste sie lospöbeln... Aber als die Beiden einander dann offiziell vorgestellt wurden, war alles in Ordnung und mittlerweile sind sie ein Herz und eine Seele. Seit dem dürfen die Hunde immer mit ins Büro, wenn es bei mir später wird und sie so lange alleine sein müssten. 

 

Roberta Rücken ist leider im Moment wieder sehr schlecht, nachdem wir ein paar wirklich gute Wochen mit guter Beweglichkeit und wenig Verspannungen hatten. Es ist zwar seit ihrer OP wieder schlechter geworden, ist aber noch lange nicht so schlecht wie vorher. Inwieweit jetzt die Wirkung der OP nachlässt oder es einfach insgesamt immer schlimmer wird, können wir nicht sagen. Immerhin geht es momentan noch so, dass sie nur ab und zu mal eine Schmerztablette braucht und sich ansonsten gut bewegen kann und das ist ja schon deutlich mehr, als vor der OP...

 

Ansonsten hat Roberta in der letzten Zeit für ihre Verhältnisse sehr viele Hunde getroffen, die sie ganz nett fand (in aller Regel ganz junge Hunde, die sie einfach nicht so ernst nimmt und daher auch nicht so bedrohlich findet) und wird insgesamt deutlich ruhiger im Umgang mit anderen Hunden. Sie zählt nach Sagus Tod nun auch wieder einen Schäferhund zu ihrem Freundeskreis und nun ist sogar eine junge Golden Retrieverhündin als Spiel- und Spaziergehpartnerin in den erwählten Kreis der von ihr voll akzeptierten Hunde aufgenommen worden, obwohl beide Rassen sonst immer noch mit gehörigem Misstrauen betrachtet werden - die Dicke kommt einfach nicht gegen die Ausdauer ihrer Menschen an...!

 

28. Juli 2005 – Nervzwerg

Besonders schön ist es, einen Dackel mit Kontrollzwängen zu haben, wenn man gerne einigermaßen konzentriert etwas bauen möchte...! Mir sind da immer noch die kleinen Zwischenfälle unserer Esszimmerrenovierung im Gedächtnis, infolge derer unser kleiner Zwerg größere Mengen Tapetenkleister und Dispersionsfarbe im langen Fell hatte. Nun habe ich die letzten Tage damit zugebracht, im Garten, der am Hang liegt und daher sehr abschüssig ist, eine kleine Miniterrasse für unseren Gartentisch neben der Feuerstelle zu bauen - man will ja die Gläser auch mal voll schenken können...:-) Um das hinzukriegen, mussten Pflanzsteine gesetzt und einnivelliert, Begrenzungssteine eingesetzt und Bohlen gestrichen und verschraubt werden. Das heißt also drei Tage Arbeit mit viel hin und her laufen, Werkzeug überall und immer mittendrin ein kleiner Dackel mit sicherem Gespür für den allerungünstigsten Liegeplatz! Seinen Höhepunkt erreichte die ganze Sache gestern, als ich die Holzbohlen mit Holzschutzfarbe gestrichen habe. Während Roberta den Tag im Garten verschlafen hat, war Timmi ununterbrochen damit beschäftigt, mich zu kontrollieren. Er sauste auf Schritt und Tritt hinter mir her und musste fortlaufend davor behütet werden, die Pfoten in der Lasur zu haben oder Spritzer abzukriegen! Erstaunlicherweise ist die Terrasse fertig geworden und Timmi ist weder verklebt noch eingefärbt... Nervzwerg!!!

Leider hat unser kleiner Stöpsel schon wieder eine dicke Ohrenentzündung - diesmal im anderen Ohr! Dackel sind einfach ziemlich fehlkonstruiert: die Ohren sind zu lang und es kommt nie so recht Luft daran... Wir haben ein paar spannende Tage hinter uns gebracht, als unser Dackelchen dann fast gar nichts mehr hörte: das eine Ohr zugewachsen und im anderen jede Menge Zinksalbe war seine Wahrnehmung doch arg eingeschränkt! Roberta bekam das zu spüren, als sie ein paar mal gehörig angegiftet wurde, wenn sie von hinten angeschossen kam und er sie zu spät bemerkte und entsprechend erschrak. Da Roberta die Launen ihres kleinen Kameraden aber ja zur Genüge kennt, machte sie einfach ein paar Tage einen Bogen um den Zwerg und nahm es nicht weiter krumm. Mittlerweile sind die beiden Hunde wieder ein Herz und eine Seele!

 

Roberta hat gestern sehr nett Freundschaft mit einer zweijährigen Neufundländerhündin geschlossen und uns damit völlig überrascht! Eigentlich sind ihr große, wuschelige Hunde ja immer sehr suspekt und sie macht ein Heidentrara, wenn so ein "Ungetüm" zu sehr in ihre Nähe kommt. Die Hündin passte eigentlich völlig ins Schema für einen hysterischen Kläffanfall, zumal sie auch noch schwarz ist. Trotzdem war die Dicke recht entspannt, als die Hündin auf sie zukam und ließ sich sogar beschnüffeln - wir haben schwer gestaunt! Schließlich durfte Dino sogar ihre Schnauze schlecken und zu guter Letzt schleckte Roberta eifrig zurück... Sie wird wirklich zunehmend ruhiger im Umgang mit anderen Hunden und wir freuen uns sehr über solche Fortschritte!

 

11. August 2005 – Notfall

Unsere arme Roberta hat es wieder ganz schlimm im Rücken!!! Bereits am Samstag fiel auf, dass sie nicht so recht gut weit laufen konnte, war aber am Sonntagmorgen auf einer kleineren Runde noch ganz gut dabei. Über den Sonntag nahmen dann die Rückenschmerzen immer mehr zu und sie konnte sich schon gar nicht mehr gut bewegen. Am Sonntagabend war es dann so schlimm, dass sie trotz mehrerer Schmerztabletten im Korb lag und jammerte und auch ab und zu einmal laut aufjaulte. Also habe ich versucht, die Tierärztin zu erreichen, die allerdings gerade auf dem Rückweg von Gelsenkirchen war - das Schalkespiel! Da sich Robertas Zustand nicht besserte, trafen wir uns um 22.30 schließlich in der Praxis. Es war eine Riesenaktion, Roberta ins Auto zu bekommen: sie konnte nicht richtig laufen, jaulte und jammerte bei jedem Schritt und ins Auto springen war natürlich gar nicht drin. Andererseits hatte sie aber auch eine panische Angst davor, angefasst zu werden und schrie jedes Mal vor Schmerz! Schließlich war sie bereit, in ihr Körbchen zu steigen und das Körbchen als Aufzug ins Auto zu benutzen - arme Berta! Beim Tierarzt bekam sie Kortisonspritzen und ein starkes Schmerzmittel, das auch sehr zügig wirkte. Wahrscheinlich drückt wieder irgendetwas auf den Nerv. Leider war jetzt auf dem Röntgenbild keine klare Ursache zu erkennen. Wir müssen mal abwarten, wie sich die Sache jetzt entwickelt und dann entscheiden, ob wir das in der Klinik Gießen mal genauer untersuchen und ggf. die Bandscheibe operieren lassen. Jetzt hat sie erst einmal bis gestern Spritzen bekommen und läuft halbwegs gut aber nicht lange (halbe Stunde maximal langsam an der Leine), dann kommen die Rückenschmerzen wieder stärker. Gestern haben wir sie auf Tabletten umgestellt, was auch ganz gut geklappt hat - wir werden abwarten müssen

 

20. August 2005 – Immer noch Rückenprobleme

Roberta ist nun den zweiten Tag ohne Schmerzmittel und es geht so halbwegs. Sie läuft ganz passabel aber eben maximal 20-30 Minuten! Leider hat sie nicht genug Verstand, um es ruhig angehen zu lassen. Sie ist in den ersten Minuten sehr übermütig und platzt fast vor Energie, baut dann aber merklich ab. Wir haben sie eine ganze Weile an der Leine gelassen, müssen aber jetzt einen Kompromiss zwischen Bewegungseinschränkung und ihrem Bewegungsdrang finden. Wenn unsere Dicke über einen längeren Zeitraum nur eingeschränkt laufen, buddeln und toben kann, ist sie eben sehr unausgelastet und unglücklich und wird richtig unausstehlich!!! Außerdem wird sie dann so zapplig an der Leine, dass es ihrem Rücken mehr schadet als nutzt. Wir haben jetzt auch langsam wieder mit dem Apportiertraining angefangen, was aber schwierig ist: Roberta platzt fast vor Arbeitsfreude und hüpft und springt so voller Begeisterung bei der Suche nach dem Beutel, dass wir nur sehr wenig mit ihr machen, um ihren Rücken nicht zu sehr zu strapazieren. Wir haben auch schon versucht, ihr eine Fährte zu legen, um sie geistig etwas auszulasten. Sonst macht sie das ganz toll, aber momentan ist sie so überdreht, dass sie wie ein Springbock hin und her saust und Haken schlägt, statt vernünftig auf der Fährte zu bleiben. Wir werden die weitere Entwicklung abwarten müssen, bevor wir überlegen, wie es weiter gehen soll.

Die beiden Hunde teilen sich ab Montag ihren Firmenhund-Job mit Sullivan. Sullivan ist ein unkastrierter Schäferhund-Windhund-Mix einer Mitarbeiterin und wir haben die Hunde auf einem Spaziergang schon miteinander bekannt gemacht. Erst machte Roberta natürlich ein Riesentheater!!! Nach ein paar Minuten hatte sie dann aber begriffen, dass Sullivan sie nicht fressen wird und schließlich kamen die beiden prima miteinander aus. Nur wenn Roberta in einem Loch gebuddelt hat und Sulli zu nahe rankam, hat sie ihn angebrummt. Er akzeptiert das dann aber und hält Abstand. Kaum gab sie ein Loch auf, stapfte Sulli dann hin und schaute verwundert hinein: ihm wurde offensichtlich nicht klar, was Roberta da so spannend findet! Mit Roberta und Sullivan gibt es also keine Probleme. Ganz anders dagegen Timmi: Timmi findet Sullivan ätzend und zeigt das auch ganz deutlich. Ist Sulli allein in seiner Nähe, brummt er nur, kommt allerdings die Berta dazu, geht er sofort auf Sulli los. Sullivan reagiert zwar sehr defensiv auf den tobenden Zwerg, da Timmi aber in seinem Verhalten sehr ernst ist und daran auch keinen Zweifel lässt, muss der Kleine künftig in der Firma an der Leine bleiben, damit er Sulli nicht verletzt... Schade! Ich sehe aber auch keinen Weg, ihn an diesen "Konkurrenten" zu gewöhnen und möchte Sulli auch nicht in Gefahr bringen. Zwar ist Timmi nur ein Zwerg, aber er hat da eben überhaupt keine Hemmungen, andere Rüden sehr ernsthaft anzugreifen und auch zu beißen, wenn er sie erwischt!

 

21. August 2005 – Tag der Offenen Tür in Lippstadt

Heute waren wir mit den Hunden zum Tag der Offenen Tür in Lippstadt. Beide Hunde hatten großen Spaß an der ganzen Sache und haben sich auch sehr gefreut, Frau Kellermann, Timmis frühere Patin, wieder zu treffen (und beide haben natürlich wieder fleißig und erfolgreich gebettelt:-)). Kaum angekommen, sind wir auch schon mit beiden Hunden beim Hund-Mensch-Rennen gestartet: der Mensch läuft zuerst und ruft dann den Hund und beide Zeiten werden zusammen gerechnet. Roberta hätte ohne mich sicherlich bessere Chancen gehabt :-))) Timmi konnte der ganzen Sache nicht allzu viel abgewinnen, hatte aber die Lacher auf seiner Seite: er startete als letzter Teilnehmer und nachdem vor ihm schon gut 20 Hunde brav das gemacht hatten, was von ihnen gefordert wurde, zeigte unser Zwerg wieder einmal, was es heißt, ein Dackel zu sein: er schlenderte gemütlich los, schnüffelte hier und da, markierte ein wenig und trudelte mit der 4fachen Zeit so ganz gemütlich im Ziel ein!!! Immerhin hat er bei der Siegerehrung noch einen Preis für die humorvollste Teilnahme bekommen: eine große Tüte Leckerchen. 

Allerdings muss man sagen, dass er sich später noch ganz toll wieder rehabilitiert hat: wir haben mit den Hunden eine kurze Vorführung zum Beuteltraining gemacht. Roberta war auf der fremden Hundeauslaufwiese sehr abgelenkt und bummelig und arbeitete nicht konzentriert mit während Timmi wirklich super eifrig bei der Sache war (allerdings hatte ich auch Rinti-Dosenfleisch im Beutel :-))). Aber er ist sehr schön hinter dem Beutel hergeflitzt und hat zumindest hier bewiesen, dass er auch schnell sein kann...!

Aber es war ein rund um schöner Tag, wir hatten eine Menge Spaß und haben uns sehr gefreut, dass sich viele aus dem Tierheim noch an Timmi und sogar an die dicke Berta erinnert haben.

 

 

03. September 2005 – Bauchweh und eine kleine Panne

 

Nach einer stressigen Woche sind wir alle froh, dass endlich wieder Wochenende ist. Es ist recht warm und die Hunde sind den Tag über entsprechend schlapp und wir gehen erst gegen Abend raus. Heute morgen hat uns Timmi schon einen gehörigen Schrecken eingejagt: als ich morgens aus dem Bad kam, lag unser Stöpsel noch in seinem Korb. Das allein ist schon recht ungewöhnlich. Dann sollte er seine Morgentablette in einer Scheibe Schinkenwurst bekommen und wollte die Wurst nicht fressen. Spätestens ab da war ich alarmiert! Das hat es ja noch nie gegeben, dass einer unserer Hunde Fleischwurst ablehnt! Als wir dann vor dem Haus standen, kam Malcom vorbei, ein Nachbarsrüde und allein schon deshalb Timmis erklärter Feind, der auf's Schärfste zu verbellen und kompromisslos anzugreifen ist. Mein kleiner Zwerg allerdings stand nur apathisch da und ließ Malcom ziehen, ohne ihn auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Das war der Punkt, an dem ich Timmi ins Auto verfrachtete und zum Tierarzt brachte. Normalerweise hätten wir sicher noch abgewartet, aber die Samstagssprechstunde ist nur eine Stunde lang und nichts ist blöder, als am Wochenende dann den Notdienst rauszuklingeln, wenn doch was ist...! Beim Tierarzt stellte sich dann heraus, dass es nichts Schlimmes war, nur eine Verstopfung, gegen die er eine Spritze bekommen hat. Auf der einen Seite war ich natürlich riesig froh, dass es nichts Ernstes war (ich hatte schon befürchtet, er hätte irgendwas Giftiges gefressen), andererseits hat Timmis quersitzender Pups schlappe 26,95 € gekostet...! Vielleicht sollte ich mein Gehalt demnächst einfach komplett an unseren Tierarzt überweisen lassen - er kann mir dann ja am Monatsende den Rest auszahlen...

Nun, auf jeden Fall war unser Zwerg schon eine halbe Stunde später wieder topfit, setzte ein Häufchen ab und sauste wie gewohnt auf dem Spaziergang hinter der Berta her...! Er holte auch seinen Beutel recht fleißig und war wie durch ein Wunder wieder rundum gesund - das Geld war also immerhin gut angelegt... 

 

Beim Abendspaziergang unterlief ihm allerdings noch eine kleine Panne, die er gar nicht lustig fand: Gegen Ende der Runde hängte Christian die Leinen der Hunde an der Hängerkupplung ein und öffnete die Heckklappe und die rechte Tür der Hundebox, um die Hunde einsteigen zu lassen. Den Beutel von Roberta hatte er hinter dem Auto auf den Boden fallen lassen. Die Hunde wurden losgemacht und Roberta sprang brav wie immer zuerst ins Auto. Timmi wollte ganz schlau sein und schnappte sich Robertas Beutel und setzte zum Sprung an: wer wird denn wohl so eine tolle Beute einfach liegen lassen!!! Das hatte die Berta von oben gesehen und bereute sofort, dass sie nicht auf die Idee gekommen war. Um diesen Fehler zu korrigieren, wollte sie wieder aus der Box hinaus - durch die selbe Tür, durch die Timmi hinein wollte. Timmi war schon mit einem riesigen Sprung samt Beutel unterwegs und prallte nun im Flug gegen Robertas Brust, ließ vor Schreck den Beutel fallen und plumste rückwärts wieder aus dem Auto. Während Timmi sich noch aufrappelte, hatte Roberta hocherfreut festgestellt, dass ihr da jemand den Beutel direkt vor die Füße hatte fallen lassen. Sie schnappte sich also die Beute und brachte sie sofort in die Box in Sicherheit. Das konnte nun wiederum Timmi nicht auf sich sitzen lassen. Eilig sprang er ins Auto und sauste dem Beutel hinterher. Roberta war nicht bereit, sich auf Diskussionen über Besitzrechte einzulassen und fletschte den Kleinen gehörig an. Bevor nun Timmi seinerseits zickig werden konnte, wanderte der Beutel wieder in Christians Besitz über und beide Hunde gingen leer aus... Pech gehabt!

 

 

5. September 2005 – Tag der Offenen Tür in Hürth

 

Gestern waren wir wieder einmal auf dem Tag der Offenen Tür in Hürth (wie jedes Jahr seit 1999) und es war wieder sehr schön! Irgendwie ist es noch größer und noch netter als die letzten Jahre und wir hatten einen schönen Tag! Berta wurde von vielen Freunden und Bekannten durchgeknubbelt, durfte Gesichter schlecken und auf den Schoß klettern und war restlos glücklich und zufrieden! Es ist schön, dass Roberta sich immer so riesig freut, alle aus dem Tierheim wieder zu treffen! Abends war die Dicke rappelmüde!!!

Leider ist ein solcher Tag nicht sonderlich gut für ihren Rücken, weil sie einfach zu wenig Ruhe bekommt und sehr angespannt ist. Allerdings konnten wir die Hunde zwischendurch in einem Innenzwinger lassen, so dass sie ein wenig zur Ruhe kommen konnten (für eine Ruhepause im Auto war es einfach zu warm und zu sonnig). Zwar läuft die Dicke heute nicht sonderlich gut aber alles in allem hat es ihr Rücken halbwegs gut überstanden und sie braucht heute keine Schmerzmittel - wir lassen es einfach langsam angehen!

 

 

10. September 2005 – Chayenne

 

Heute haben wir auf dem Spaziergang Chayenne kennen gelernt. Chayenne ist eine kleine, freche und erst 10 Wochen alte Australian Shepherd Hündin und Roberta war restlos begeistert von ihr! Schon auf relativ große Entfernung hatte Roberta den süßen Welpen entdeckt und wollte unbedingt hin. Also haben wir gefragt, ob sie mal schnuppern darf und siehe da, der Zwerg war mindestens genau so begeistert: nach kurzem Beschnuppern hat Roberta sehr schön und sehr sanft (!!!) mit der Kleinen gespielt. Allerdings war es so warm und drückend, dass nach kurzer Zeit sowohl der Welpe als auch Roberta einfach nur noch müde und k.o. waren. Chayenne hat noch ein paar halbherzige Versuche gemacht, die flach liegende Roberta durch ein paar Hopser in ihr Gesicht wieder zu animieren, Berta war aber zu k.o. Daraufhin stürmte der Zwerg auf Timmi los, der allerdings Welpen absolut ätzend findet und sofort die Nase kraus zog. Derart abgeblitzt legte sich der Eifer der Kleinen auch schnell und sie klaute stattdessen Timmis Beutel und sauste davon. Wir kamen mit den Besitzern noch in ein nettes Gespräch und haben ihnen das Beuteltraining und die website von Jan Nijboer wärmstens ans Herz gelegt. Ich denke, Chayenne wäre begeistert vom Beuteltraining - sie trägt sehr gerne "Beutestücke" durch die Gegend (im Wesentlichen alles, was sie findet) und so könnte man diese Leidenschaft etwas kanalisieren...

 

 

13. September 2005 – Balou

 

Roberta hat einen Hund getroffen, der sie restlos müde spielen kann: Balou, ein kleiner 5-Monate alter Labrador-Dackel-Mix (!!!)... Balou ist ein echtes Powerpaket und sauste so lange mit und um die Berta herum, bis sie wirklich nicht mehr konnte. Allerdings hatte der Kleine dann noch lange nicht genug und schnappte weiter nach ihren Ohren und sprang gegen ihre Brust, bis sie ihn schließlich anknurrte. Den Kleinen störte das überhaupt nicht und so blieb der Dicken nur, sich in Geduld zu üben...!

 

 

16. Oktober 2005 – Aus dem Urlaub wieder da

 

Wir haben es also tatsächlich geschafft, wieder einmal in den Urlaub zu fahren! Nach beträchtlicher Vorbereitung was die Hunde angeht: beide noch zur Impfung und mit dem Tierarzt abgesprochen, was zu tun ist, wenn Robertas Rücken wieder ganz schlecht sein sollte. Ich hatte große Sorge, ob die Dicke sich am Strand nicht vielleicht übernimmt oder einfach nur eine blöde Bewegung macht und sich wieder den Nerv klemmt - ihre Rückenprobleme sind eben sehr unberechenbar. Und nachdem es sie beim letzten Mal so extrem schlimm erwischt hatte... Tausend Unsicherheiten! Unsere Tierärztin hat uns dann für den Notfall zwei Spritzen aufgezogen und gezeigt, wie man die Berta wo spritzt und noch eine kleine Schmerz-Notfallapotheke zusammen gestellt. So gewappnet bin ich mit den Hunden am Montag, den 03.10. in Richtung Holland losgefahren. Wir haben Christian am Eißelmeer abgeholt, wo er das Wochenende mit Freunden segeln war, und sind dann weiter nach Groede gefahren, das liegt nahe der belgischen Grenze am Meer und hat einen wundervollen Strand! Nach insgesamt 6 Stunden fahrt kamen wir und vor allem die Hunde ziemlich steif an...

Am nächsten Tag gings bei bestem Wetter auf zum Strand und unsere Hunde waren ausgesprochen begeistert (siehe Urlaubsbericht)!!! Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und bis auf 3 neblige Tage jeden Tag Sonnenschein und warmes Herbstwetter. Bis auf ein paar Ausflüge in die umliegenden Städte haben wir den Urlaub gemütlich ruhig verbracht und haben viele lange Strandspaziergänge unternommen. Robertas Rücken hat trotz großer Beanspruchung den Urlaub sehr gut überstanden und sie brauchte keinerlei Schmerzmittel - super!

Trotz des wirklich schönen Urlaubs waren beide Hunde gestern sichtlich froh, wieder nach Hause zu kommen! Heute sind beide reichlich müde und träge und Roberta hat ein wenig Rückenschmerzen, so dass wir es ruhig angehen lassen.

 

 

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