5.
Januar 2007 - Start ins neue Jahr
Unsere alljährliche
Weihnachtstour in den Süden Deutschlands war sehr schön und sehr
entspannt. Wir sind am zweiten Weihnachtstag mit meinem neuen Auto zu
meiner Tante nach Aalen gefahren und haben dort erst einmal ein paar
ruhige Tage verbracht. Beide Hunde fühlten sich sofort wie zu Hause,
vor allem Roberta erinnerte sich genau, dass sie hier schon öfter war
und entspannte sich sehr schnell. Wir hatten allerdings vergessen, für
Timmi ein Körbchen mitzunehmen - Roberta hat Rexis altes Körbchen
bekommen und der Kleine hatte nun nur eine Decke, was ihm natürlich
überhaupt nicht zusagte. Also haben wir ein wenig im Keller herum
gesucht und eine schöne Bananenkiste mit der Aufschrift Bananen
Consul gefunden: na dass passt doch prima! Schnell einen Einstieg
hineingeschnitten und schon konnte unser kleiner Konsul einziehen... Er
befand die Kiste für würdig und war sehr zufrieden.
Leider hat der Zwerg sich
dann auch noch richtig daneben benommen: Kaum dass wir abends im
Obergeschoss verschwunden waren, suchte sich Timmi den Sessel im Flur
als optimalen Bewacher-Schlafplatz aus: von dort hat er sowohl die
Haustüre als auch die Terrassentüre und vor allem die Treppe im Blick
und zudem noch ein richtig bequemes Schlafplätzchen. Als meine Tante
den kleinen Kerl von dort verscheuchen wollte, knurrte er sie an und als
sie der Sache etwas Nachdruck verschaffen wollte, fletschte er die
Zähne und zeigte sich durchaus kampfbereit. Und damit hatte er dann
auch gewonnen und durfte den Platz für die Nacht behalten... Nach
diesem schönen Erfolg hat er es am nächsten Tag gleich wieder
probiert, allerdings noch etwas dreister: direkt vor meiner Nase. Als
ich ihn dann runterschicken wollte, versuchte er es auch mit Knurren,
Fletschen und sogar Schnappen! Nun, diesmal hat es nicht funktioniert
und er hat sich ein Riesendonnerwetter eingefangen und musste seinen
Chefsessel räumen... Von da an reichte dann auch ein etwas deutlicherer
Ton von meiner Tante und unser kleiner König ging wieder brav in sein
Kistchen.
Roberta fand dafür die
Nachbarin ausgesprochen bedrohlich und knurrte und brummte, als diese
zum Essen kam. Die alte Dame geht recht wacklig und mit Stock, was
Roberta völlig aus der Fassung brachte. Sie ließ sich aber gut in
ihren Korb verfrachten und brummte nur noch etwas aus der Ferne, bis sie
dann über ihren Ärger eingeschlafen ist.
Ansonsten haben wir bei
schönstem kalten Winterwetter herrliche ausgedehnte Spaziergänge
unternommen und viel gefaulenzt!
Zu Silvester ging es dann
wieder weiter nach Steinenbronn, wo wir die Hunde einen Nachmittag und
Abend in der Obhut meiner Familie gelassen haben, um eine Freundin zu
besuchen. Nach unserer Heimkehr erreichte uns folgende mail, die von den
verlotterten Sitten an diesem Abend berichtet:

|
Sind
die Alten aus dem Hause
machen
wir ne heiße Sause,
tanzen
auf dem Sofa rum
und
schmusen mit dem Publikum.
Am
besten geht das mit Hans-Dieter,
wir
hüpfen bei ihm auf und nieder,
die
Frauen platzen fast vor Lachen
weil
wir so lustige Sachen machen.
Kommt
Herr- und Frauchen spät nachts heim,
dann
tun wir wieder ganz auf „fein“,
verlassen
schnell die heiße Piste
und
dösen in der blöden Kiste.
Wir
hoffen sehr und wünschen arg,
besucht
auch nächstes Jahr Frau Starck,
dann
werden Hundeträume wahr
in
Steinenbronn am End vom Jahr.
Eure
Rasselbande Roberta und Timmi |
Den Silvesterabend selbst
haben die Hunde auch ganz gut überstanden: als die Knallerei anfing
hatte Roberta zwar Angst, durfte dann aber in unserem Bett im
Gästezimmer im Keller schlafen während wir uns draußen das Feuerwerk
angeschaut haben und war damit eigentlich ganz zufrieden. Da hört man
fast gar nichts von der Knallerei und so ein gemütliches Bett, das nach
eigenem Rudel riecht, tröstet doch über so Manches hinweg...
7.
Januar 2007 - Treffen mit Bo
Heute haben wir seit langem
einmal wieder Bo getroffen, einen Schäferhund-Mix-Rüden, den Roberta
heiß und innig liebt und der von Timmi entsprechend angestänkert wird.
So musste unser kleiner Kampfdackel an der Leine bleiben, damit Bo
gefahrlos mit Roberta spielen konnte. Nur leider hatte Bo auf dem
Spaziergang gerade eben ein Bällchen gefunden und war eifrig damit
beschäftigt, es stolz umher zu tragen. Für die arme Berta hatte er
kaum einen Blick übrig und ignorierte ihre begeisterten
Spielaufforderungen vollständig. Roberta gab sich zwar alle Mühe, ihn
doch noch zu einem kleinen Spielchen zu überreden, aber es nutzte alles
nichts: das Bällchen war viel wichtiger. Schade für die arme Berta,
die so gerne gespielt hätte...
20.
Januar 2007 - Der tut nix mal anders
Nachdem
am Donnerstag dann des Sturms an einen Spaziergang nicht zu denken war,
sind wir gestern bei zwar immer noch sehr windigem Wetter auf eine
ausgedehnte Tour gegangen. Unterwegs kamen mir zwei Jungs auf
Fahrrädern entgegen, die sehen wollten, was der Sturm alles eingerissen
hat - unter anderem die Hochsitze am Waldrand, die richtig weit ins Feld
geweht worden sind, obwohl sie aus massiven Holzbalken bestehen. Ich
hatte die Hunde am Wegesrand absitzen lassen, um die beiden Kinder
vorbeizulassen, allerdings hielten sie an, um zu erzählen, welche
Sturmschäden es wo zu sehen gibt, weshalb ich die Berta am Halsband
festhielt. Einer der beiden Jungen sah mich daraufhin streng an und
sagte: "Den kannst Du ruhig loslassen, der tut nix!" Ich
konnte mir gerade noch ein Grinsen verkneifen und fragte nach, woher er
das wohl wisse. Daraufhin erklärte er mir in einem Ton, als wäre ich
offensichtlich etwas schwer von Begriff: "Das sieht man doch am
Gesicht. Der hier tut nix!" Alles klar, also durfte die Berta
laufen und begab sich eifrig auf Mauslochsuche. Die beiden Kinder
stiegen auf ihre Fahrräder und von meinem Hundekenner bekam ich noch
ein: "Na, siehste!" mit auf den Weg. Na, da hab ich doch
wieder was gelernt :-).